ArchivDeutsches Ärzteblatt23-24/2019Bundesregierung: Pflegefachkräfte sollen mehr Aufgaben übernehmen

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Bundesregierung: Pflegefachkräfte sollen mehr Aufgaben übernehmen

Dtsch Arztebl 2019; 116(23-24): A-1141 / B-941 / C-929

Maybaum, Thorsten

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Stellten die Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege vor: Hubertus Heil (links), Franziska Giffey, Jens Spahn. Foto: dpa
Stellten die Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege vor: Hubertus Heil (links), Franziska Giffey, Jens Spahn. Foto: dpa

Die Bundesregierung will die Kompetenzen der Pflegefachkräfte erweitern. Das ist ein Ergebnis der Konzertierten Aktion Pflege, die Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU), Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) kürzlich vorgestellt haben. Demnach ist unter anderem vorgesehen, den Verantwortungsbereich von Pflegekräften auszudehnen. Dafür sollen Standards zur Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen wie Ärzten entwickelt werden. Das Bundesministerium für Gesundheit will den Prozess noch in diesem Jahr anstoßen. Darüber hinaus sollen bestehende Möglichkeiten, Heilkunde auf Pflegefachkräfte zu übertragen, besser genutzt werden. Geplant ist auch, ab 2020 in Modellvorhaben zu erproben, dass Pflegekräfte Hilfs- beziehungsweise Pflegehilfsmittel verordnen.

Das Ziel der Aktion, an der Arbeitgeber, Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen und Betroffenenvertreter beteiligt waren, ist es, die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu verbessern. Neben der Kompetenzausweitung ist vor allem eine bundesweite Tarifbezahlung geplant. Angedacht ist auch, einen am Bedarf orientierten Pflegepersonalschlüssel einzuführen, die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte zu beschleunigen und die Zahl der Auszubildenden und Ausbildungseinrichtungen zu steigern. may

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