ArchivDeutsches Ärzteblatt23-24/2019Trisomien: Ärztetag für Pränataltests als Kassenleistung

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Trisomien: Ärztetag für Pränataltests als Kassenleistung

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Die Delegierten des Ärztetages mahnten in Münster eine begleitende Beratung zu Pränataltests an. Foto: Thorsten Maybaum
Die Delegierten des Ärztetages mahnten in Münster eine begleitende Beratung zu Pränataltests an. Foto: Thorsten Maybaum

Die gesetzliche Krankenversicherung sollte künftig generell die Kosten für Pränataltests auf Trisomie 21, 13 und 18 sowie die Beratung als Kassenleistung bezahlen. Dafür hat sich der 122. Deutsche Ärztetag in einem Beschluss ausgesprochen. Die Frage über die Entscheidung, ein behindertes Kind zu gebären und zu pflegen, dürfe nicht vom Geldbeutel der werdenden Eltern abhängig gemacht werden, erklärten die Abgeordneten. Der Zugang zu Tests müsse aber mit entsprechender Beratung begleitet werden, sodass eine informierte Entscheidung getroffen werden könne. „Eine ausreichende Beratung der Schwangeren muss zwingend gewährleistet werden“, so der Ärztetag. Der Vorstand der Bundesärztekammer hatte bereits im April dieses Jahres betont, dass der Zugang zu den Tests für alle Versicherten gleichberechtigt möglich sein müsse. Notwendig sei zudem eine breite gesellschaftspolitische Diskussion darüber, wie die Gesellschaft mit Krankheit und Behinderung umgehen wolle. Die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung müssten verbessert, bestehende Barrieren abgebaut und eine gleichberechtigte Teilhabe im beruflichen wie im sozialen Bereich müsse durch entsprechende Förder- und Betreuungsangebote sichergestellt werden, hieß es. EB

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