ArchivDeutsches Ärzteblatt27/1996Familienpolitik: Gleichberechtigung bei Benachteiligung

SPEKTRUM: Leserbriefe

Familienpolitik: Gleichberechtigung bei Benachteiligung

Hoppen, Thomas

Zu dem Leserbrief "Benachteiligung bei der Ärzteversorgung" von Dr. med. Britta Hahn in Heft 20/1996, der sich auf den Beitrag "Investitionen in die Zukunft" von Dr. med. Heinrich Günther in Heft 16/1996 bezog
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nahmen 1993 4 736 Männer Erziehungsurlaub. Falls überhaupt erfaßt, dürften Ärzte in dieser Gruppe eine verschwindende Minderheit darstellen. Aber auch diese wenigen sind gleichermaßen wie ihre weiblichen Kolleginnen von der Benachteiligung durch viele berufsständische Versorgungswerke betroffen. Zu Beginn meines längerfristigen Erziehungsurlaubes bin ich über die Praxis der Anerkennung von Kindererziehungszeiten durch das lokale Versorgungswerk entsetzt. Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversorgung wird keine beitragslose Dynamisierung der Rentenanwartschaft, sondern lediglich eine Festschreibung beziehungsweise Hochrechnung im Invaliditätsfall auf der bislang durch bezahlte Arbeit erreichten Höhe (als wäre Kindererziehung keine Arbeit, sondern reine Privatsache ohne gesellschaftliche Bedeutung) garantiert. Dies ist eine weitere Absage an eine gerechte Familienpolitik in unserem Staate.
Dr. med. Thomas Hoppen, Neuendorfer Straße 163, 56070 Koblenz
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote