ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2019Kinetose-Empfindlichkeit: Reisekrankheit beim automatisierten Fahren

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Kinetose-Empfindlichkeit: Reisekrankheit beim automatisierten Fahren

Dtsch Arztebl 2019; 116(25): A-1242 / B-1020 / C-1008

Hillienhof, Arne

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Foto: metamorworks/stock.adobe.com
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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein Projekt dazu, wie Reisekrankheit und automatisiertes Fahren genau zusammenhängen und wie sich Beschwerden vermindern lassen. Erkenntnisse zur Verringerung der Reisekrankheit durch fahrzeugtechnische oder medizintherapeutische Maßnahmen könnten dazu beitragen, die Akzeptanz und den Nutzen von automatisiertem Fahren zu erhöhen, so die Annahme der Forscherinnen und Forscher.

„Wir möchten verstehen, welche Ursachen für die stark verbreitete Kinetose-Empfindlichkeit verantwortlich sind“, erläutert Dr. rer. medic. Uwe Schönfeld von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Charité Campus Benjamin Franklin und Leiter des Charité-Teilprojektes. Dazu wolle man Testpersonen hinsichtlich ihrer Neigung zu Reisekrankheit kategorisieren und physiologische Daten über die Funktion der Gleichgewichtsorgane im Innenohr sammeln.

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Die HNO-Ärzte werden dazu unter anderem mit einer speziellen Drehstuhlanlage arbeiten. Per Video wollen sie zudem die Mimik der Teilnehmenden aufzeichnen und analysieren, um so Muster für Symptome der Reisekrankheit zu erkennen. Außerdem werden Testpersonen in speziell für das Forschungsprojekt aufgebauten Versuchsfahrzeugen Fahrsituationen mit Kinetose-Risiko ausgesetzt.

Die DFG stellt für das Forschungsvorhaben 700 000 Euro zur Verfügung. hil

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