ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2019Wolfgang Schlegel: Strahlentherapie weltweit vorangebracht

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Wolfgang Schlegel: Strahlentherapie weltweit vorangebracht

Dtsch Arztebl 2019; 116(25): A-1245 / B-1021 / C-1009

Spielberg, Petra

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Wolfgang Schlegel, Foto: Tobias Schwerdt/DKFZ
Wolfgang Schlegel, Foto: Tobias Schwerdt/DKFZ

Zahlreiche Verfahren und Techniken, die heute weltweit eine präzise Bestrahlung von Tumoren ermöglichen, basieren auf den Ideen des Kernphysikers Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Schlegel. Für seine bahnbrechenden Entwicklungen in der Strahlentherapie hat ihn das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) Ende Mai geehrt.

Bereits Mitte der 1970er-Jahre hatte Schlegel die Vision, die Schnittbilder aus dem menschlichen Körper zu nutzen, um am Computer die erste dreidimensionale tumorkonforme Behandlung zu planen – und ging damit europaweit in Führung. Wenige Jahre später folgte die Entwicklung eines rechnergesteuerten „Lamellenkollimators“, bei dem sich die Lamellen während der Bestrahlung bewegen können.

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Darauf aufbauend entwickelte Schlegel die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT), bei der jeder Bereich des Tumors die notwendige Strahlendosis erhält, das umgebende Gewebe aber geschont wird. Auch Schlegels bildgeführte Strahlentherapie ist nicht mehr aus dem klinischen Alltag wegzudenken.

Schlegel studierte in Berlin und Heidelberg Physik. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg begann er 1973 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für medizinische Physik am DKFZ. 1988 bot ihm die Universität Berlin eine Professur für medizinische Physik an. Fünf Jahre später folgte der Ruf an die Universität Heidelberg. Dort übernahm er auch die Leitung der Abteilung „Medizinische Physik in der Strahlentherapie“ am DKFZ. Petra Spielberg

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