ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2000Abitur: Falsche Signale

SPEKTRUM: Leserbriefe

Abitur: Falsche Signale

Dtsch Arztebl 2000; 97(3): A-70 / B-62 / C-62

Berwanger, Christoph

Zu der Meldung "Approbation künftig auch ohne Abitur möglich" in Heft 44/1999:
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LNSLNS . . . Man muss sich fragen, ob nicht gerade beim Arztberuf eine fundierte allgemeine Bildung die Voraussetzung für die berufliche Bildung ist. Insbesondere für Ärzte, die im nervenheilkundlichen Stoffgebiet arbeiten, halte ich eine breite Allgemeinbildung, die sich sowohl mit den naturwissenschaftlichen als auch mit den philosophisch-kulturellen Ursprüngen und Hintergründen der Heilkunde beschäftigt, für essenziell. Mir ist durchaus die Tatsache bewusst, dass ein Abitur dies auch nicht in jedem Fall zu gewährleisten vermag, hieraus jedoch die Schlussfolgerung zu ziehen, für den Arztberuf das Abitur als verzichtbar anzusehen, erscheint mir abwegig.
Gerade in der heutigen Zeit, wo immer mehr Scheuklappendenken und eingeengtes Spezialistentum (auch und gerade von Politikerseite!) beklagt wird, werden hier falsche Signale gesetzt.
Dr. med. Christoph Berwanger, Auf der Bach 5 A, 35282 Rauschenberg
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