ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2000Berlin-Umzug: Ein Rätsel

SPEKTRUM: Leserbriefe

Berlin-Umzug: Ein Rätsel

Dtsch Arztebl 2000; 97(3): A-74 / B-62 / C-61

Mellin, Hans-Eberhard

Zum Umzug von KBV und BÄK nach Berlin:
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LNSLNS Es reicht, am 23. Dezember wurde mir von der Firma Rüsch mitgeteilt, dass die Barmer Ersatzkasse Düsseldorf die Ballonkatheter zur Harnableitung nicht bezahlt, da die Kosten dafür laut EBM mit der Gebühr für die Konsultation abgegolten seien. So habe ich denn mein Weihnachtsfest damit verbracht, Briefe an die Barmer, Frau Ministerin Fischer und die KV zu schreiben.
Absurde Situationen, wie das Arzneimittelbudget und der damit verbundene drohende Arzneimittelregress, obwohl eindeutig verfassungswidrig -, der mal soeben beschlossene Umzug von KBV und BÄK, der mit Sicherheit seine schlappe 50 Millionen kosten wird, machen mir von Tag zu Tag deutlicher, dass das Gesundheitswesen ein Tollhaus geworden ist.
Wir Kassenärzte müssen nicht nur den Umzug der BÄK, sondern auch den der KBV finanzieren.
Anstatt dass unsere Institutionen klipp und klar eine Verfassungsklage vorbereiten, wird der Umzug nach Berlin organisiert. Warum nun ausgerechnet die Nähe der Politiker gesucht wird, die nur selten das direkte Gespräch mit der Ärzteschaft wünschen, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Dr. med. Hans-Eberhard Mellin, Oststraße 36, 40211 Düsseldorf
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