ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2019Arztgesundheit: Entpersonalisierte Führung
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Beim Ärztetag wurden verschiedene Einflussfaktoren auf die Arztgesundheit beleuchtet; dabei wurde auch die Rolle von Führung diskutiert.

Ich möchte hervorheben, dass Personalführung nicht nur als „personalisierte Führung“ verstanden werden darf, d. h. als direkte kommunikative Einflussnahme der Führungskraft auf die Geführten. Denn Führung umfasst auch indirekte, strukturelle, „entpersonalisierte“ Führung: Vorgesetzte bestimmen wesentlich die Umweltbedingungen ihrer Mitarbeiter (zum Beispiel Abteilungskultur, Regeln, informelle Normen) und insbesondere deren Arbeitsaufgaben (zum Beispiel wie beeinträchtigungsfrei, vielfältig und autonomieförderlich die Aufgaben sind). Entpersonalisierte Führung übt kontinuierlichen Einfluss auf die Mitarbeiter aus und wirkt somit weit effektiver und nachhaltiger als personalisierte Führung.

Wer die Gesundheit von Ärzten fördern will, muss deshalb auch dafür sorgen, dass ärztliche Führungskräfte aller Hierarchieebenen die Bedeutung entpersonalisierter Führung würdigen, die eigene Verantwortung diesbezüglich wahrnehmen und auch auf der Ebene des individuellen Mitarbeiters Arbeit human gestalten.

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Dr. med. Michael Marquardt, 45130 Essen

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