ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2019Qualitätssicherung: Forschende können jetzt auf Daten zur Behandlungsqualität zugreifen

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Qualitätssicherung: Forschende können jetzt auf Daten zur Behandlungsqualität zugreifen

Dtsch Arztebl 2019; 116(26): A-1285

Maybaum, Thorsten

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Foto: metamorworks/sock.adobe.com
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Daten aus der datengestützten Qualitätssicherung können ab sofort auf Antrag für Forschungszwecke oder zur Weiterentwicklung der Qualitätssicherung genutzt werden. Darauf hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hingewiesen.

Voraussetzung für die Nutzung ist, dass sich die Daten auf spezielle Fragestellungen beziehen und die Ergebnisse wissenschaftlich publiziert werden, wie das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) schreibt. Das Institut gibt die Daten nicht heraus, sondern wertet diese nach Fragestellung für die Antragstellerinnen und Antragsteller aus.

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Die genehmigten Anträge werden künftig auf der Webseite des IQTIG mit einer Kurzdarstellung des Projekts sowie der daraus hervorgegangenen wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht.

„Ich freue mich, dass Daten, die bundesweit von den Krankenhäusern und ambulanten Dialyseeinrichtungen in erster Linie zum Vergleich und Messen von Behandlungsqualität erhoben werden, für die Beantwortung von wissenschaftlichen Fragestellungen genutzt werden können“, sagt Prof. Dr. med. Elisabeth Pott, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse könnten zur Verbesserung der Versorgung beitragen. Die Ausarbeitung eines tragfähigen Datenschutzkonzepts hatte Pott zufolge zuletzt den Prozess verzögert. Der Schutz von personenbezogenen Daten habe aber oberste Priorität gehabt, so Pott.

Die Genehmigung für die Datennutzung muss der Unterausschuss Qualitätssicherung des G-BA erteilen. Einzureichen sind die Anträge aber beim IQTIG. may

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