ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2019Qualitätssicherung: Forschende können jetzt auf Daten zur Behandlungsqualität zugreifen

MEDIEN

Qualitätssicherung: Forschende können jetzt auf Daten zur Behandlungsqualität zugreifen

Maybaum, Thorsten

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: metamorworks/sock.adobe.com
Foto: metamorworks/sock.adobe.com

Daten aus der datengestützten Qualitätssicherung können ab sofort auf Antrag für Forschungszwecke oder zur Weiterentwicklung der Qualitätssicherung genutzt werden. Darauf hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hingewiesen.

Voraussetzung für die Nutzung ist, dass sich die Daten auf spezielle Fragestellungen beziehen und die Ergebnisse wissenschaftlich publiziert werden, wie das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) schreibt. Das Institut gibt die Daten nicht heraus, sondern wertet diese nach Fragestellung für die Antragstellerinnen und Antragsteller aus.

Die genehmigten Anträge werden künftig auf der Webseite des IQTIG mit einer Kurzdarstellung des Projekts sowie der daraus hervorgegangenen wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht.

„Ich freue mich, dass Daten, die bundesweit von den Krankenhäusern und ambulanten Dialyseeinrichtungen in erster Linie zum Vergleich und Messen von Behandlungsqualität erhoben werden, für die Beantwortung von wissenschaftlichen Fragestellungen genutzt werden können“, sagt Prof. Dr. med. Elisabeth Pott, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse könnten zur Verbesserung der Versorgung beitragen. Die Ausarbeitung eines tragfähigen Datenschutzkonzepts hatte Pott zufolge zuletzt den Prozess verzögert. Der Schutz von personenbezogenen Daten habe aber oberste Priorität gehabt, so Pott.

Die Genehmigung für die Datennutzung muss der Unterausschuss Qualitätssicherung des G-BA erteilen. Einzureichen sind die Anträge aber beim IQTIG. may

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote