ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2019Finanzen: Kassen verzeichnen Defizit im ersten Quartal

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Finanzen: Kassen verzeichnen Defizit im ersten Quartal

KNA; dpa

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Die Krankenkassen haben im 1. Quartal 2019 ein Defizit von rund 102 Millionen Euro hinnehmen müssen. Die gleichzeitig vorgelegten endgültigen Jahresergebnisse 2018 ergaben einen Überschuss von 2,09 Milliarden Euro – das sind rund 100 Millionen Euro mehr, als in den vorläufigen Werten ausgewiesen wurde. Das gab das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bekannt. Damit liegen die Finanzreserven der Krankenkassen nach der hohen Überschussentwicklung in den vergangenen drei Jahren Ende März 2019 weiterhin bei rund 21 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte dazu, trotz des leichten Defizits verfügten die Kassen immer noch über ausreichende Rücklagen. Einige – aber bei Weitem noch nicht alle – Kassen hätten ihre Zusatzbeiträge am Jahresanfang endlich gesenkt. Jetzt sollten die anderen Kassen ihre Spielräume auch konsequent nutzen: entweder für bessere Leistungen oder für finanzielle Entlastungen ihrer Versicherten. Weiterhin moderat stiegen im ersten Quartal die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen um 2,9 Prozent. Die Arzneimittelausgaben erhöhten sich um 4 Prozent. In der vertragsärztlichen Versorgung wuchsen die Ausgaben um rund 3,5 Prozent. Deutlich überproportional sind vor allem die Ausgaben für Heilmittel (13 Prozent) angestiegen. Hier gab es in allen Leistungsbereichen (Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Podologen) zweistellige Zuwachsraten. Trotz der weiterhin guten Lage hatten die Krankenkassen zuletzt vor deutlichen Ausgabenrisiken gewarnt. kna/dpa

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