ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2019Organspende: Bundes­ärzte­kammerpräsident schlägt neue Regeln vor

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Organspende: Bundes­ärzte­kammerpräsident schlägt neue Regeln vor

Dtsch Arztebl 2019; 116(26): A-1257 / B-1033 / C-1021

KNA

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Bei der Organspende wird derzeit über Neuregelungen debattiert. Foto: picture alliance/Phanie
Bei der Organspende wird derzeit über Neuregelungen debattiert. Foto: picture alliance/Phanie

Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Dr. med. (I) Klaus Reinhardt, hat neue Regeln bei der Organspende vorgeschlagen. Wer selbst zur Organspende bereit sei, könne auch bei der Vergabe von Spenderorganen bessergestellt werden, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Den Empfang eines Spenderorgans von der eigenen Bereitschaft zur Spende abhängig zu machen, finde ich diskussionswürdig“, sagte er. „Wer bereit ist zu geben, kann bevorzugt empfangen.“ Reinhardt bezog sich bei seinem Vorschlag auf eine Regelung in Israel. Dort hänge der Platz auf der Empfängerliste bei Organtransplantationen auch davon ab, ob und wann sich jemand zu Lebzeiten zum Spender erklärt habe. „Wer zu einer Spende bereit ist, wird bei der Transplantation eines Organs bevorzugt. Das intensiviert den Gedanken, sich mit dem Thema zu befassen“, sagte Reinhardt. Es wundere ihn, dass dies in der politischen Debatte in Deutschland bisher keine Rolle gespielt habe. Derzeit befasst sich der Bundestag mit einer Neuregelung. Zur Diskussion steht dabei unter anderem die von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) vorgeschlagene Widerspruchslösung. Danach wird automatisch jeder zum Organspender, der nicht zu Lebzeiten widersprochen hat. Der konkurrierende Gesetzentwurf zu Spahns Vorschlag sieht eine regelmäßige Befragung der Bürger und die Einrichtung eines Spenderregisters vor. kna

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