ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2019Ulla Schmidt: Frühere Ministerin engagiert sich bei der Lebenshilfe

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Ulla Schmidt: Frühere Ministerin engagiert sich bei der Lebenshilfe

Dtsch Arztebl 2019; 116(26): A-1289 / B-1059 / C-1047

Richter-Kuhlmann, Eva

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Ulla Schmidt, Foto: Copyright Ulla Schmidt
Ulla Schmidt, Foto: Copyright Ulla Schmidt

Acht Jahre lang (2001 bis 2009) war Ulla Schmidt (SPD) Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin. Sie war nicht unumstritten, aber Ministerin mit Leidenschaft und die bisher am längsten amtierende. Bei ihrem Abschied musste sie sich mehrfach die Tränen aus dem Gesicht wischen. Doch zurückgezogen hat sich Schmidt nach dem Verlassen des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums nicht. Am 13. Juni wurde die in Aachen geborene Politikerin 70 Jahre alt und konnte auf eine Reihe von Aktivitäten in ihrer „Post-Ministerin-Zeit“ zurückblicken: Seit 2012 steht sie an der Spitze der Lebenshilfe mit bundesweit rund 500 örtlichen Vereinigungen und mehr als 123 000 Mitgliedern. Die Bundestagsabgeordnete hat maßgeblich am Bundesteilhabegesetz mitgewirkt, das 2017 in Kraft getreten ist.

Zum Geburtstag hat sich Schmidt vor allem mehr Investitionen in eine inklusive Gesellschaft gewünscht. Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und studierte Sonderpädagogin nennt an erster Stelle den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung: „Unsere Schulen finden den Inklusionsgedanken grundsätzlich richtig, werden aber mit dem Veränderungsprozess völlig alleingelassen. Die Kultusminister der Länder müssen endlich Geld für ausreichendes Personal, die Aus- und Weiterbildung der Lehrer und barrierefreie Klassenräume zur Verfügung stellen“, fordert Schmidt. Neben ihrem runden Geburtstag gibt es für sie einen weiteren Höhepunkt in diesem Jahr: Im August findet in Leipzig der Lebenshilfe-Kongress statt. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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