ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2019Höhere Sterblichkeit bei schwerverletzten Motorradfahrern über 65 Jahren

MEDIZIN: Originalarbeit

Höhere Sterblichkeit bei schwerverletzten Motorradfahrern über 65 Jahren

Retrospektive, multizentrische Querschnittsstudie anhand des Traumaregisters der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (TraumaRegister DGU®)

Increased mortality among critically injured motorcyclists over 65 years of age—a retrospective, multicenter, cross-sectional study using the TraumaRegister DGU® of the German Trauma Society (DGU)

Dtsch Arztebl Int 2019; 116(27-28): 479-85; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0479

Eden, Lars; Kühn, Adrian; Gilbert, Fabian; Meffert, Rainer H.; Lefering, Rolf

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Hintergrund: Motorradunfälle sind für einen großen Anteil der polytraumatisierten Patienten in deutschen Krankenhäusern verantwortlich. Die klinische Erfahrung deutet darauf hin, dass vermehrt ältere Motorradfahrer verunfallen. Es wurde untersucht, ob dieser Personenkreis eine höhere Sterblichkeit und längere Kranken­haus­auf­enthalte aufweist.

Methoden: Es erfolgte eine retrospektive Auswertung des TraumaRegisters DGU® (TR-DGU). Hierbei wurden die Daten von allen Patienten (n = 13 850) berücksichtigt, die zwischen 2002 und 2015 als verunfallte Motorradfahrer im TR-DGU erfasst wurden und einen Injury Severity Score (ISS) > 8 hatten. Die Probanden wurden in vier Altersgruppen aufgeteilt.

Ergebnisse: Trotz nahezu gleicher anatomischer Verletzungsschwere nach ISS zeigte sich, dass ältere Unfallopfer > 65 Jahre (n = 892) intensiver und länger therapiert werden mussten. So wurden diese Patienten länger invasiv beatmet (+ 1,2 Tage), bedurften einer längeren Überwachung auf der Intensivstation (+ 1,7 Tage) und lagen drei Tage länger im Krankenhaus. Es fiel auf, dass die älteren Opfer eines Motorradunfalls ein im Vergleich zu anderen Polytraumapatienten überproportional und im Vergleich zu den Jüngeren signifikant erhöhtes Sterblichkeitsrisiko von 15,8 % im Vergleich zu 7,2 % in der Gruppe der 45- bis 64-Jährigen aufwiesen. Ältere Unfallopfer entwickelten erst im Verlauf des Kranken­haus­auf­enthalts tödliche Komplikationen, während jüngere Patienten häufiger den Komplikationen des direkten Unfalltraumas erlagen.

Schlussfolgerung: Im Rahmen eines Motorradunfalls war ein Alter > 65 Jahre mit einer erhöhten Sterblichkeit und mit einer verlängerten Beatmungsdauer sowie Liegedauer im Krankenhaus und auf der Intensivstation assoziiert und stellte die behandelnden Ärzte vor besondere Herausforderungen.

LNSLNS

Motorradfahren erfreut sich in unserer Gesellschaft einer großen und zunehmenden Beliebtheit. Gemäß Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes gab es in Deutschland Anfang 2017 einen Bestand von 4,3 Millionen Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen (Motorräder, -roller, +2,0 % gegenüber 2016), 2 Millionen Krafträdern mit Versicherungskennzeichen (Mofa < 50 cm³ etc.) bei circa 45,8 Millionen PKW (+ 1,6 % gegenüber 2016) (1). Es handelt sich dabei allerdings um ein sehr gefährliches Fortbewegungsmittel.

Je 100 000 zugelassener Fahrzeuge wurden 2016 bei Straßenverkehrsunfällen 16 Benutzer von Krafträdern mit amtlichen Kennzeichen und Krafträdern mit Versicherungskennzeichen getötet, während analog dazu nur drei PKW-Insassen tödlich verunglückten. Je 1 Milliarde KFZ-Kilometer verunfallten Motorradfahrer zehn Mal häufiger tödlich als durchschnittliche KFZ-Fahrer (50 versus 5) (2, 3). Bei der Analyse der Altersstruktur der Verunglückten auf Krafträdern ist festzuhalten, dass besonders sehr junge und ältere (> 65 Jahre) Motorradfahrer gefährdet sind. So waren über ein Drittel (33,9 %, 14 888) der verunglückten und über ein Fünftel (22,7 %, 137) der getöteten Motorradbenutzer im Jahr 2016 im Alter von 15 bis 24 Jahren. Je 100 000 zugelassener Krafträder mit amtlichen Kennzeichen gab es in dieser Altersgruppe 89 Todesopfer. Das war 2016 mit Abstand die höchste Anzahl an bestandsbezogenen Todesopfern aller Altersklassen (3). Im Jahr 2016 waren zwar nur 8,5 % der Verunglückten, jedoch 42,6 % der tödlich verletzten Benutzer von Kleinkrafträdern (Krafträder mit Versicherungszeichen) 65 Jahre oder älter (3). Hauptursache bei Fehlverhalten mit Unfallfolge stellte die nicht angepasste Geschwindigkeit dar (34 %). Alkoholeinfluss konnte nur in 1,4 % der Unfälle bei Kräfträdern mit amtlichem Kennzeichen als Ursache ausgemacht werden.

Seit dem Jahr 1993 werden in Deutschland die Daten von unfallverletzten Patienten im TraumaRegister DGU® (TR-DGU) durch die behandelnden, zertifizierten Traumazentren wissenschaftlich erfasst und in einer Datenbank ausgewertet. Das TR-DGU gilt als eines der größten Schwerverletztenregister weltweit (4). Seit dem Jahr 2008 haben teilnehmende Kliniken die Möglichkeit, in einem Netzwerk entweder als lokales, regionales, oder überregionales Traumazentrum zertifiziert zu werden. Diese regionalen Netzwerke sind Teil des bundesweiten Projekts TraumaNetzwerk DGU®, ein Projekt zur Schaffung einheitlicher Qualtitätsstandards im Rahmen der Optimierung der Schwerverletztenversorgung (5, 6).

Seit dem Jahr 2002 können Motorradunfälle gesondert von anderen Verkehrsunfällen über das Register erfasst werden. Laut dem Jahresbericht des TR-DGU waren im Jahr 2016 fast die Hälfte (48,2 %) aller dokumentierten Unfallursachen Verkehrsunfälle. Von den erfassten Patienten verunglückten 2016 20,9 % in einem Auto, während 12,0 % der Patienten auf einem Motorrad verunfallten (7).

Im klinischen Alltag hat sich gezeigt, dass vermehrt „ältere“ Patienten mit dem Motorrad verunfallen (811) und somit die behandelnden Ärzte vor Schwierigkeiten stellen (811). Diese Patienten sind für die behandelnden Ärzte eine therapeutische Herausforderung, da häufig der Gesundheitszustand nicht dem der Gruppe der Jüngeren entspricht (1214). Gestützt wird die Beobachtung durch die zweigipflige Altersstruktur der dokumentierten Unfallursachen des TR-DGU im Zeitraum zwischen 2002 und 2015 (rote Linie, Grafik 1). Aus diesem Grund haben wir eine altersbezogene Analyse der Daten von verunfallten Motorradfahrern durchgeführt. Die zugrundliegende These unserer Studie war, dass ältere Patienten ein verschlechtertes Risikoprofil haben als jüngere.

Material und Methoden

Es handelt sich um eine retrospektive multizentrische Querschnittsstudie. Die Daten wurden aus dem TR-DGU entnommen und analysiert. Diese werden prospektiv in vier aufeinanderfolgenden Phasen gesammelt:

  • präklinische Phase
  • Schockraum und anschließende OP-Phase
  • Intensivstation
  • Entlassung.

Die Dokumentation ist pseudonymisiert. Das Einschlusskriterium ist die Aufnahme in das Krankenhaus über den Schockraum mit anschließender Intensivüberwachung, oder Ankunft in der Klinik mit Vitalzeichen und Versterben vor Aufnahme auf die Intensivstation.

Derzeit fließen jährlich etwa 35 000 Fälle von rund 700 Kliniken in die Datenbank ein (4, 15).

Die Verantwortlichen des TR-DGU gehen davon aus, dass spätestens seit 2014 > 90 % der in Deutschland behandelten Schwerverletzten über eine zertifizierte Klinik aufgenommen werden.

In überregionalen Traumazentren wurden 2/3 der Motorradunfälle behandelt. Für dieses Projekt wurden alle Daten von Patienten analysiert, die zwischen dem 1. Januar 2002 und dem 31. Dezember 2015 als verunglückte Motorradfahrer mit einem Injury Severity Score (ISS) größer 8 (MAIS 3 +) im TR-DGU erfasst wurden. Die Patienten wurden über eine deutsche Klinik mit dokumentiertem Unfallhergang aufgenommen. Nach Einschluss in die Studie wurden die Patienten klinisch – inhaltlich anhand der analysierten Kohorte – in vier Altersgruppen aufgeteilt.

In dieser Studie wurden folgende Werte analysiert:

  • Präklinik: Geschlecht, ASA(American Society of Anesthesiologists)-Klassifikation (aufgeteilt in ASA ≥ 3 vs. ASA < 3), GCS(Glasgow Coma Scale)-Wert (Punkte), Intubation (ja/nein); Katecholaminbedarf (ja/nein), Eintreffen bis Notarzt in Minuten, Rettungszeit (Minuten Alarm bis Aufnahme Schockraum), Transportmedium (Luft-Rettungshubschrauber)
  • Schockraum und Operationsphase: ISS (Punkte), Art des Traumazentrums (lokal, regional, überregional)
  • Intensivstation: Beatmungsdauer inklusive/exklusive verstorbener Patienten (Tage), Liegedauer inklusive/exklusive verstorbener Patienten (Tage)
  • Entlassung: Dauer des gesamten Kranken­haus­auf­enthaltes inklusive/exklusive verstorbener Patienten (Tage), RISC(Revised Injury Severity Classification)-II-Score (%), Mortalität (%)
  • Sonstiges: Unfallzeitpunkt (werktags/wochenends), Lichtverhältnisse zum Unfallzeitpunkt (hell/dunkel), Mortalitätsanalyse nach standardisierter Mortalitätsrate (SMR).

Der „RISC-Score, Version II, wurde an 30 000 Patienten aus dem TR-DGU entwickelt und anschließend validiert. Er kombiniert 13 Angaben zum Patienten bis kurz nach Aufnahme im Krankenhaus (Alter, Schwerste Verletzung nach der Abbreviated Injury Scale [AIS]; zweitschwerste Verletzung nach AIS; Kopfverletzung; Pupillenweite und -reaktion; Werte der GCS, Werte der ASA-Klassifikation, Unfallmechanismus; Geschlecht; Blutdruck; Basenabweichung; INR; Hb-Werte; Reanimation) und erstellt daraus eine individuelle Mortalitätsprognose. Für Gruppen von Patienten wird der Mittelwert der RISC-II-Prognosen dann mit der tatsächlich beobachteten Mortalitätsrate verglichen.

Die Arbeit steht in Übereinstimmung mit der Publikationsrichtlinie des TR-DGU und ist registriert unter der TR-DGU-Projekt-ID 2015–053. Zur Überprüfung des Einflusses des Unfallmechanismus (unter anderem Motorrad) auf das Überleben im Gesamtkollektiv wurde unter Berücksichtigung des RISC-II-Scores, der Zielklinik, des Unfalljahrs und der Unfallursache eine logistische Regressionsanalyse durchgeführt. Außerdem wurde bei den Motorradfahrern ein möglicher Alterseffekt, der über den allgemeinen Alterseffekt (wie im RISC II berücksichtigt) hinausgeht, eine weitere multivariate Analyse (logistische Regression) vorgenommen. Dazu wurden neben dem RISC-II-Score zusätzlich vier Altersgruppen, Tag/Nacht, das Transportmedium, die Zeit zwischen Unfall und Aufnahme in der Klinik sowie der Art des Traumazentrums als unabhängige Prädiktoren betrachtet.

Ergebnisse

Die Ergebnisse des TR-DGU werden aufgeteilt in vier Altersgruppen in Tabelle 1 dargestellt. In allen Altersgruppen unseres Patientenkollektivs waren die verunfallten Motorradfahrer hauptsächlich männlichen Geschlechts. Das durchschnittliche Alter zum Unfallzeitpunkt lag bei 38,7 Jahren (Median: 42,0 Jahre, Standardabweichung [SD]: 17,3 Jahre; 10–84 Jahre), 10,3 Jahre unter dem Altersdurchschnitt (49 Jahre) aller, im TR-DGU erfassten Patienten von 2007–2016 (7). Die Analyse des prätraumatischen Gesundheitszustandes der Unfallopfer im TR-DGU erfolgte durch eine Aufteilung der ASA-Klassifikation in ASA < 3 vs ASA ≥ 3. Auffallend ist hierbei vor allem die Gruppe der über 65-Jährigen (74 %/26 %).

Das älteste Patientenkollektiv (> 64 Jahre, n = 892) wurde deutlich länger invasiv beatmet (+ 1,2 Tage). Gleiche Verhältnismäßigkeiten konnten bezüglich der Dauer des gesamten Kranken­haus­auf­enthalts (+ 1,8 Tage) und der Intensivstation (+ 1,7 Tage) festgestellt werden. Im Median lagen ältere Patienten durchschnittlich drei Tage länger in der Klinik, obwohl sie eine ähnliche beziehungsweise leicht schwächere anatomische Verletzungsschwere nach ISS boten (Tabelle 1). Bei der Mortalität imponiert die älteste Gruppe mit einer mehr als doppelt so hohen Mortalität wie die nächst jüngere Gruppe (65–84 Jahre: 15,8 % Patienten verstorben, 45–64 Jahre: 7,2 % Patienten verstorben). Zwar ist die errechnete, prognostizierte Mortalität (RISC II) auch deutlich größer als beim übrigen Teil der untersuchten Patienten der Studie, aber im Verhältnis kleiner als die reale Mortalität (Grafik 2, 3). Im Vergleich der jüngsten und ältesten Gruppen zeigt sich ein signifikanter Unterschied (p < 0,05) auch über den im RISC-II-Score bereits berücksichtigten Alterseffekt hinaus (Tabelle 2). Für die Altersgruppe über 64 Jahre ergibt sich eine jährliche Übersterblichkeit von 7.

Trainingshäufigkeiten über den sechsmonatigen Interventionszeitraum für das supervidierte (KT1) und das heimbasierte (KT2) Krafttraining
Trainingshäufigkeiten über den sechsmonatigen Interventionszeitraum für das supervidierte (KT1) und das heimbasierte (KT2) Krafttraining
Grafik 2
Trainingshäufigkeiten über den sechsmonatigen Interventionszeitraum für das supervidierte (KT1) und das heimbasierte (KT2) Krafttraining

Die Analyse der unterschiedlichen Liege- und Beatmungsdauern der verstorbenen Unfallopfer des TR-DGU zeigt, dass jüngere Patienten (4,5 Tage) deutlich früher den Folgen des Traumas erliegen als ältere (13,3 Tage).

Es konnte erhoben werden, dass jüngere Motorradfahrer (35,6 %) deutlich häufiger bei dunklen Lichtverhältnissen verunfallen als ältere (11,5 %).

Die logistische Regressionsanalyse bezüglich des Unfallmechanismus hat keinen signifikanten Unterschied für das Überleben im Vergleich des Motorrad- zum Autounfall ergeben (Odds Ratio: 0,93; [95-%-KI: 0,84; 1,04]). Bezüglich der Dunkelheit, des Transportmediums, der Zeit zwischen Unfall und Aufnahme in der Klinik sowie der Art des Traumazentrums gab es keine signifikante Korrelation zur Sterblichkeit.

Diskussion

Die Anzahl bereits publizierter klinischer Studien über Motorradfahrer ist gering. Die existierenden Studien beziehen sich häufig auf ortstypische Fragestellungen und sind zum Großteil im nichteuropäischen Ausland durchgeführt worden. Über das TR-DGU sind noch keine Daten publiziert worden.

Diese Studie liefert einige neue Erkenntnisse in Bezug auf Motorradunfälle. Im Kontrast zur wissenschaftlichen Datenlage steht, dass in dieser Untersuchung die Verletzungsschwere nach ISS im Altersvergleich mit zunehmendem Alter eher gleich bleibt beziehungsweise leicht fallend ist. Mehrere Autoren beschreiben, dass ältere Opfer eines Motorradunfalls charakteristischerweise schwerere Verletzungen präsentieren als ihr jüngeres Pendant (13, 14, 16). Dies wird vor allem auf eine verminderte körperliche Widerstandsfähigkeit durch physiologische Alterungsprozesse, einhergehend mit einer größeren Anzahl an relevanten Komorbiditäten, zurückgeführt (1012).

Es konnte erhoben werden, dass jüngere Motorradfahrer deutlich häufiger bei dunklen Lichtverhältnissen verunfallen. Ein vergleichbares Phänomen wurde auch von anderen Autoren beschrieben (17). In einer Studie von Stephens et al. trugen ältere Unfallopfer häufiger angemessene Schutzkleidung als ihr jüngeres Pendant (18). Ältere Motorradfahrer scheinen also erfahrener zu sein, gehen weniger unnötige Risiken ein und neigen seltener dazu, ihre fahrerischen Fähigkeiten in Bezug auf die aktuellen Gegebenheiten zu überschätzen (1921). Wenn es aber zum Unfall kommt, präsentierte das älteste Patientenkollektiv (65–84 Jahre) des TR-DGU die höchste innerklinische Mortalitätsrate („observed mortality“, 15,8 %) (1012, 14, 16). Auch die errechnete Mortalitätsprognose („expected mortality“), der RISC-II-Score, war beim ältesten Patientenkollektiv am höchsten (13,9 %) (22) (Grafik 2). Der standardisierte Mortalitätsratio (SMR), bei dem die beobachtete Mortalität („observed mortality“) durch die zu erwartende Mortalität („expected mortality“) geteilt (23) wird, ist im ältesten Patientenkollektiv (65–84 Jahre) 1,14, und ist dadurch die einzige Gruppe > 1, bei der die beobachtete Mortalität größer ist als die erwartete. Somit hat die Kohorte der ältesten Opfer eines Motorradunfalls ein im Vergleich zum „durchschnittlichen“ Polytraumapatienten erhöhtes Sterblichkeitsrisiko (Grafik 3) und ein im Vergleich zum jungen Motorradfahrer signifikant höheres Risiko zu versterben. Dadurch stellt der Motorradunfall als Unfallursache in dieser Altersgruppe per se einen ungünstigen Faktor für das Überleben dar.

Effektstärken mit 95-%-Konfidenzintervallen für ausgewählte Lebensqualitätsvariablen mit einem statistisch signifikanten globalen Test. Dargestellt ist der Vergleich der gepoolten Krafttraininggruppe (KT) sowie der paarweise Vergleich für das supervidierte Krafttraining (KT1) und das heimbasierte Krafttraining (KT2) mit der Kontrollgruppe nach 3 Monaten (T1).
Effektstärken mit 95-%-Konfidenzintervallen für ausgewählte Lebensqualitätsvariablen mit einem statistisch signifikanten globalen Test. Dargestellt ist der Vergleich der gepoolten Krafttraininggruppe (KT) sowie der paarweise Vergleich für das supervidierte Krafttraining (KT1) und das heimbasierte Krafttraining (KT2) mit der Kontrollgruppe nach 3 Monaten (T1).
Grafik 3
Effektstärken mit 95-%-Konfidenzintervallen für ausgewählte Lebensqualitätsvariablen mit einem statistisch signifikanten globalen Test. Dargestellt ist der Vergleich der gepoolten Krafttraininggruppe (KT) sowie der paarweise Vergleich für das supervidierte Krafttraining (KT1) und das heimbasierte Krafttraining (KT2) mit der Kontrollgruppe nach 3 Monaten (T1).

Das ist zwar mit der wissenschaftlichen Datenlage in Einklang zu bringen, aber in dieser Form nach unserem Kenntnisstand bislang noch nicht herausgearbeitet worden.

Auffallend ist die große Differenz der Aufenthaltsdauer bei den Verstorbenen. So versterben die jungen Patienten vor allem frühzeitig (Median 1 Tag), wohingegen ältere erst nach durchschnittlich 13,3 Tagen sterben. Zwar ist der Median bei 5,5, was nahelegt, dass der Großteil der Patienten um den 5. bis 6. Tag verstirbt, stellt damit aber immer noch einen deutlichen Kontrast zu dem Median der Jungen dar (Median : 1), bei denen der Großteil um den ersten Tag verstirbt. Dischinger et al. konnten zeigen, dass jüngere Patienten signifikant häufiger am Unfallort versterben. Sie brachten dies mit einer höheren Inzidenz an schweren mediastinalen Verletzungen (kardial, Gefäß- und Lungenverletzungen) in Verbindung, die in massiven Blutungskomplikationen oder akutem Pumpversagen am Unfallort resultieren (14). Der frühzeitige Tod der jungen Patienten im Krankenhaus ist mutmaßlich noch Folge des Primärtraumas. Ältere Unfallopfer hingegen haben mit zunehmendem Alter das Risiko, im weiteren stationären Verlauf zu versterben. Dies kann auf die bereits berichtete höhere Inzidenz an prätraumatischen Begleiterkrankungen und das erhöhte Risiko für Sekundärereignisse (zum Beispiel Lungenembolie, Pneumonie) zurückgeführt werden (11, 16, 2427).

Bei der Analyse der Geschlechterverteilung zeigte sich, was in vielen anderen Studien und Quellen bereits deutlich wurde: Verunfallte Motorradfahrer sind überwiegend männlich (3, 810, 13, 28).

Weiterhin ist bekannt, dass hohes Alter mit mehr chronischen Begleiterkrankungen und somit einem prätraumatisch eingeschränkten Gesundheitszustand einhergeht (29, 30). In dieser Studie wurde als Grenze ein ASA-Grad von 3 gewählt, da vorhergehende Studien nachweisen konnten, dass ein prätraumatischer ASA-Schweregrad von 3–4, verglichen mit einem gesunden Menschen ohne relevante Begleiterkrankungen (ASA 1), mit einem mehr als doppelt so hohen Mortalitätsrisiko einhergeht (31). Es konnte gezeigt werden, dass das Auswirkungen auf die Länge des Behandlungsverlaufs (stationäre Verweildauer) und die posttraumatische Morbidität und Mortalität hat (11, 22, 32, 33). Auffallend in dieser Untersuchung ist vor allem die Patientengruppe der über 65-Jährigen, die erheblich häufiger (26 %) als die Vergleichsgruppen einen ASA Wert ≥ 3 aufwiesen. Passend dazu ist in dieser Gruppe die Mortalitätsrate doppelt so hoch wie in den anderen Gruppen (65–84 Jahre: 15,8 %, 45–64 Jahre: 7,2 %, 25–44 Jahre: 8,1 %, 10–24 Jahre: 9,2 %).

Gemäß Aufmkolk et al. sind die chronischen, vorbestehenden Erkrankungen älterer Unfallverletzter vor allem kardialer und kardiopulmonaler Genese (25). Dies kann als Erklärungsansatz dafür verwendet werden, dass höheres Alter mit einem deutlich höheren Katecholaminbedarf zur Aufrechterhaltung eines suffizienten Kreislaufs einhergeht. Dies gilt sowohl für die ersten Rettungsphasen (Präklinik, Schockraum und erste OP-Phase), als auch für die Dauer des Aufenthalts auf der Intensivstation. Mehrere Autoren beschreiben als Ursache schlechtere posttraumatische Kompensationsmechanismen älterer Unfallopfer (11, 2527). Das kann auch als Erklärungsansatz für die verlängerten Intubations- und Liegedauern des alten Patientenkollektivs (> 65 Jahre) gewertet werden.

Alkohol spielt bei der Entstehung von Unfällen im Straßenverkehr unzweifelhaft eine große Rolle. Im TR-DGU wird erst seit 2017 der Alkoholwert dokumentiert. Genauere Analysen sind aktuell in Bearbeitung. Allerdings scheint bei Motorradfahrern der Einfluss verhältnismäßig klein zu sein, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen (3). Bei 43 943 Unfällen konnte in 28 657 Fällen (65,2 %) eine Ursache des Unfalls ausfindig gemacht werden. Von diesen 28 957 war in 410 Fällen (2,15 %) Alkohol die Ursache.

Methodische Stärken und Schwächen der Studie

Die vorliegende Studie ist eine multizentrische, retrospektive Querschnittsstudie prospektiv-konsekutiv eingegebener Daten. Die Datenerhebung durch das TR-DGU bietet eine gute Möglichkeit, die Realität schwerverletzter Unfallopfer in Deutschland abzubilden und schnell an Informationen über verschiedene Unfallentitäten und Patientenkollektive zu kommen und diese dadurch objektiv vergleichbar zu machen. Durch sehr große Fallzahlen sind allgemeingültige Aussagen möglich, die eine wertvolle Basis für die wissenschaftliche Versorgungsforschung darstellen (15). Da spätestens seit 2014 mehr als 90 % der in Deutschland verunfallten Schwerverletzten über eine zertifizierte Klinik aufgenommen wurden und alle Kliniken verpflichtet sind die Patienten in das Register einzugeben, kann von einer für Deutschland repräsentativen Analyse ausgegangen werden, wenngleich der wissenschaftliche Nachweis hierfür noch fehlt.

Allerdings ist eine Auswertung nur von den Werten möglich, die im TR-DGU erfasst werden. Um den Unfallmechanismus (zum Beispiel Tragen eines Helmes, Geschwindigkeit beim Unfall) und den genauen Behandlungsverlauf einzelner Patienten noch besser nachzuvollziehen, erforderte es monozentrischer Analysen beziehungsweise eine noch umfangreichere Datenerhebung über das TraumaRegister DGU®.

In der multivariaten Modellierung (Tabelle 2) wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit bewusst auf die Analyse einzelner Prädiktoren zugunsten des RISC II verzichtet, der 13 bekannte und validierte Prognosefaktoren kombiniert und dadurch eine hohe Kollinearität zur Mortalität aufweist.

Gemäß Statistischem Bundesamt wird die Bevölkerung auch in Zukunft weiter altern. Im Jahr 2060 wird das Medianalter voraussichtlich auf über 50 Jahre steigen (2013: 45 Jahre) (34). Bei steigender Lebenserwartung mit gleichzeitig aktiver Freizeitgestaltung und zunehmender Mobilität des alternden Menschen muss mit einer steigenden Anzahl an schwerverletzten Unfallopfern in diesen Altersgruppen gerechnet werden. Aber gerade die Altersklasse der Motorradfahrer über 65 Jahre stellt die behandelnden Ärzte vor extreme Herausforderungen und erfordert besondere Aufmerksamkeit bei Diagnostik und Therapie.

Interessenkonflikt
Das Institut von Prof. Lefering erhält Gelder aus einem laufenden Service-Vertrag mit der AUC GmbH, dem Eigner des TR-DGU. Dies schließt die statistische Beratung wissenschaftlicher Auswertungen ein.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 4. 12. 2018, revidierte Fassung angenommen: 15. 5. 2019

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Lars Eden
Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und
Wiederherstellungschirurgie
Universitätsklinik Würzburg
Oberdürrbacher Straße 6
97080 Würzburg
Eden_L@ukw.de

Zitierweise
Eden L, Kühn A, Gilbert F, Meffert RH, Lefering R: Increased mortality among critically injured motorcyclists over 65 years of age—a retrospective, multicenter, cross-sectional study using the TraumaRegister DGU® of the German Trauma Society (DGU).
Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 479–85. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0479

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

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Trainingshäufigkeiten über den sechsmonatigen Interventionszeitraum für das supervidierte (KT1) und das heimbasierte (KT2) Krafttraining
Trainingshäufigkeiten über den sechsmonatigen Interventionszeitraum für das supervidierte (KT1) und das heimbasierte (KT2) Krafttraining
Grafik 2
Trainingshäufigkeiten über den sechsmonatigen Interventionszeitraum für das supervidierte (KT1) und das heimbasierte (KT2) Krafttraining
Effektstärken mit 95-%-Konfidenzintervallen für ausgewählte Lebensqualitätsvariablen mit einem statistisch signifikanten globalen Test. Dargestellt ist der Vergleich der gepoolten Krafttraininggruppe (KT) sowie der paarweise Vergleich für das supervidierte Krafttraining (KT1) und das heimbasierte Krafttraining (KT2) mit der Kontrollgruppe nach 3 Monaten (T1).
Effektstärken mit 95-%-Konfidenzintervallen für ausgewählte Lebensqualitätsvariablen mit einem statistisch signifikanten globalen Test. Dargestellt ist der Vergleich der gepoolten Krafttraininggruppe (KT) sowie der paarweise Vergleich für das supervidierte Krafttraining (KT1) und das heimbasierte Krafttraining (KT2) mit der Kontrollgruppe nach 3 Monaten (T1).
Grafik 3
Effektstärken mit 95-%-Konfidenzintervallen für ausgewählte Lebensqualitätsvariablen mit einem statistisch signifikanten globalen Test. Dargestellt ist der Vergleich der gepoolten Krafttraininggruppe (KT) sowie der paarweise Vergleich für das supervidierte Krafttraining (KT1) und das heimbasierte Krafttraining (KT2) mit der Kontrollgruppe nach 3 Monaten (T1).
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