ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2019Lebensqualität, Fatigue und Schlafprobleme bei Pankreaskarzinompatienten

MEDIZIN: Originalarbeit

Lebensqualität, Fatigue und Schlafprobleme bei Pankreaskarzinompatienten

Eine randomisierte Studie zu den Effekten von Krafttraining

Quality of life, fatigue, and sleep problems in pancreatic cancer patients—a randomized trial on the effects of exercise

Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 471-8; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0471

Steindorf, Karen; Clauss, Dorothea; Tjaden, Christine; Hackert, Thilo; Herbolsheimer, Florian; Bruckner, Thomas; Schneider, Lutz; Ulrich, Cornelia M.; Wiskemann, Joachim

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Hintergrund: Die Verbesserung der Lebensqualität ist ein wichtiges Behandlungsziel bei Patienten mit einem Pankreaskarzinom. Obwohl die positiven Effekte von körperlichem Training auf die Lebensqualität vielfältig erforscht sind, gibt es nur wenige Studien zu Trainingseffekten bei aggressiveren Krebserkrankungen wie dem Pankreaskarzinom.

Methode: Die vorliegende randomisierte Studie untersucht die Wirksamkeit eines sechsmonatigen Krafttrainings auf die körperliche Funktionsfähigkeit (primärer Endpunkt) und weitere auf die Lebensqualität bezogene Parameter. 65 Pankreaskarzinompatienten wurden einem heimbasierten Training, einem supervidierten Training oder einer Kontrollgruppe zugeordnet. Anhand von Kovarianzanalysen wurden die Veränderungen an drei verschiedenen Zeitpunkten ausgewertet: zu Interventionsbeginn, drei Monate später und am Ende der Intervention nach weiteren drei Monaten.

Ergebnisse: 47 Patienten absolvierten die gesamte Interventionszeit. Nach sechs Monaten wurden keine Effekte des Krafttrainings beobachtet. Drei Monate nach Studienbeginn zeigten jedoch explorative Analysen signifikante mittlere Gruppenunterschiede (MD) zugunsten des Krafttrainings für die körperliche Funktionsfähigkeit (gepoolte Krafttrainingsgruppe: MD = 11,0; p = 0,016; Effektstärke [ES] = 0,31) sowie für die globale Lebensqualität (MD = 12,1; p = 0,016; ES = 0,56) und andere Endpunkte wie Schlafstörungen und Fatigue. Multiple Imputationsanalysen führten zu ähnlichen Ergebnissen. Die Gruppen heimbasiertes Krafttraining und supervidiertes Krafttraining hatten ähnliche Verläufe.

Schlussfolgerung: Diese erste randomisierte Krafttrainingstudie bei Pankreaskarzinompatienten zeigte klinisch relevante Verbesserungen der Lebensqualität nach drei, aber nicht nach sechs Monaten. Angesichts der schlechten Prognose des Pankreaskarzinoms können Trainingsempfehlungen bereits bei der Operation gegeben werden.

LNSLNS

Das Pankreaskarzinom ist charakterisiert durch ein aggressives Tumorwachstum mit früher Metastasierung (1, 2). Zudem sind Kachexie und Sarkopenie häufig auftretende Begleiterscheinungen, die die Patienten in ihren Alltagsaktivitäten einschränken, ihre Lebensqualität beeinträchtigen und mit einem schlechteren Gesamtüberleben assoziiert sind (3, 4). Daher sind der Erhalt von körperlicher Fitness und Lebensqualität wichtige Ziele in der supportiven Krebstherapie.

Die Lebensqualität der Patienten variiert erheblich, je nachdem in welchem Krankheitsstadium und in welcher Behandlungsphase sie sich befinden. So zeigen Patienten mit einer metastasierten Krankheitssituation eine niedrigere Lebensqualität im Vergleich zu operierten Patienten (5). Ferner weisen Patienten kurz nach einem operativen Eingriff eine niedrigere Lebensqualität auf als Patienten zwei Monate nach der Operation (6). Im weiteren zeitlichen Verlauf (drei bis sechs Monate postoperativ) scheint sich die Lebensqualität der Patienten zu stabilisieren (7, 8).

Körperliche Aktivität spielt eine wichtige Rolle in der supportiven Krebstherapie mit positiven Effekten auf das physische und das psychische Wohlbefinden sowohl während als auch nach der Krebstherapie (9). Die meisten Studien hierzu wurden jedoch mit Patienten in einem frühen Erkrankungsstadium, mit weniger aggressiven Tumoren und mit einer geringeren Symptombelastung durchgeführt. Studien, die Patienten mit aggressiveren oder fortgeschrittenen Krebserkrankungen einschließen, sind selten und wurden meistens mit einer kleinen Fallzahl und gemischten Entitäten durchgeführt (10, 11).

Bisher existieren nur zwei randomisierte kontrollierte Studien (RCT), die die Effekte von körperlichem Training auf die Lebensqualität bei Pankreaskarzinompatienten untersucht haben (12, 13). Eine sechswöchige multimodale Intervention, bestehend aus Ernährung, Bewegung und entzündungshemmender Medikation bei inoperablen Pankreaskarzinompatienten (N = 20) zeigte keine signifikanten Unterschiede auf die Fatigue und die körperliche Fitness (12). Die zweite RCT führte ein dreimonatiges heimbasiertes Walking-Programm mit 102 Pankreaskarzinompatienten durch (13). Die Ergebnisse konnten ebenfalls keine signifikanten Gruppenunterschiede für die körperliche Fitness und die Lebensqualität belegen.

Ziel unserer Studie war es, die Auswirkungen eines sechsmonatigen Krafttrainings auf die Lebensqualität und auf die Fatigue bei Pankreaskarzinompatienten zu untersuchen. Unsere Hypothese war, dass Patienten, die regelmäßig ein Krafttraining absolvieren, eine bessere Lebensqualität und körperliche Fitness, weniger krankheitsbedingte Nebenwirkungen und eine geringere Fatigue aufweisen werden.

Methoden

Studiendesign

Unsere Untersuchung, die SUPPORT-Studie (Supervised Progressive Resistance Training for Pancreatic Cancer Patients), ist eine dreiarmige randomisierte Interventionsstudie, die eine supervidierte Krafttraininggruppe (KT1), eine heimbasierte Krafttraininggruppe (KT2) und eine Kontrollgruppe (KON) über einen sechsmonatigen Interventionszeitraum miteinander verglichen hat. Der primäre Endpunkt war die Subskala „körperliche Funktionsfähigkeit“ des Hauptmoduls (C30) des Fragebogens „European Organization for Research and Treatment of Cancer Quality of Life“ (EORTC) (14) nach sechs Monaten.

Die Studie wurde von der Ethikkommission der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg genehmigt (S-409/2013) und auf ClinicalTrials.gov (NCT01977066) registriert. Wir haben sie in Übereinstimmung mit der Erklärung von Helsinki und mit den Leitlinien des Internationalen Rates zur Harmonisierung der guten klinischen Praxis durchgeführt. Alle Patienten gaben eine schriftliche Einverständniserklärung.

Die Rekrutierung der Studienteilnehmer erfolgte zwischen Dezember 2013 und Dezember 2015. Einschlusskriterien waren: operables oder nichtoperables Pankreaskarzinom (Stadium I–IV), Behandlung überwiegend am Universitätsklinikum Heidelberg oder am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg, Alter ≥ 18 Jahre und ausreichende Deutschkenntnisse.

Aufgrund der gleichen Behandlungsmethode wurden auch Patienten mit einem Adenokarzinom des distalen Gallengangs vom pankreatobiliären Typ und mit ampullärem duktalen Adenokarzinom eingeschlossen. Patienten wurden nicht in die Studie aufgenommen, wenn folgende Umstände vorlagen: unzureichende Wundheilung, beeinträchtige hämatologische Kapazität (entweder Hämaglobin < 8 g/dL oder Thrombozyten < 50 000), Herzinsuffizienz, ungewisse Arrhythmie, nicht eingestellte Hypertonie, schwere Nierendysfunktion (glomeruläre Filtrationsrate < 30 %, Kreatinin > 3 mg/dL), eingeschränkte Stand- oder Gehfähigkeit oder andere Begleiterkrankungen, die eine Teilnahme am Krafttraining nicht zuließen.

Patienten, die in der Nähe des Studienzentrums (circa < 20 km) lebten, wurden in die Gruppe supervidiertes Krafttraining (KT1) oder in die Kontrollgruppe (KON) randomisiert, während Patienten, die weiter entfernt lebten, in die Gruppe heimbasiertes Krafttraining (KT2) oder KON randomisiert wurden. Es wurde eine Blockrandomisierung im Verhältnis 2:1 mit einem Zufallszahlengenerator verwendet, stratifiziert nach Geschlecht und Alter und unterschiedlichen Blockgrößen von 3 und 6. Die Randomisierung eines Patienten wurde von einem unabhängigen Biometriker nach der vorgefertigten Zuordnungsliste durchgeführt.

Die Zielparameter wurden über selbstberichtete Fragebögen vor der Interventionsphase (T0, Baseline), während der Interventionsphase (T1, nach drei Monaten) und nach der Interventionsphase (T2, nach sechs Monaten) erhoben. Die Messungen zu T0 fanden frühestens drei Monate nach der Operation statt, um eine ausreichende Wundheilung zu ermöglichen. Um Praktikabilität und Sicherheit zu gewährleisten, waren Teile des Studienpersonals nicht verblindet.

Intervention

Die Patienten beider Krafttraininggruppen KT1 und KT2 trainierten zweimal pro Woche für ~ 60 Minuten über sechs Monate, gemäß den Trainingsrichtlinien des American College of Sports Medicine für Patienten nach einer Krebsdiagnose (15). In beiden Krafttraininggruppen wurden Übungen für die Hauptmuskelgruppen der oberen und der unteren Extremitäten durchgeführt. Nach einer vierwöchigen Eingewöhnungsphase führten die Patienten 8 Übungen/Sitzung mit 2–3 Sätzen mit 8–12 Wiederholungen durch. Die Trainingsintensitäten lagen dabei bei 60–80 % des One-Repetition-Maximum in KT1 und bei 14–16 auf der Borg-Skala zum subjektiven Belastungsempfinden (16) in KT2.

Detaillierte Informationen zur Trainingsdurchführung und Ergebnisse zur Machbarkeit des Krafttrainings und zur Wirksamkeit auf die Muskelkraft sind an anderer Stelle beschrieben (17). Beide Krafttraininggruppen unterschieden sich vor allem durch die Art der Durchführung (therapeutisch betreutes Krafttraining an Geräten versus eigenständiges Krafttraining zu Hause anhand eines Trainingsmanuals, betreut durch wöchentliche Telefonanrufe). Patienten der Kontrollgruppe erhielten die übliche Betreuung im Rahmen ihrer Krebsbehandlung. Sie wurden angehalten, ihr Bewegungsverhalten nicht zu ändern. Einmal pro Monat wurden die Patienten angerufen und nach möglichen therapiebedingten Nebenwirkungen befragt.

Messungen

Veränderungen der Lebensqualität wurden mit dem Fragebogen EORTC C30 (14) und mit dem pankreasspezifischen Modul (PAN26) (18) ermittelt. Der C30-Fragebogen umfasst insgesamt 30 Items, die aus fünf funktionellen Multi-Item-Skalen (physische, Rollen-, kognitive, emotionale und soziale Funktionsfähigkeit), acht Symptomskalen (Fatigue, Schmerzen, Übelkeit/Erbrechen, Dyspnoe, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Verstopfung und Durchfall) und einer Skala zum allgemeinen Gesundheitsstatus und zur Lebensqualität bestehen. Der Fragebogen PAN26 besteht aus 26 Items, die sieben Subskalen abbilden.

Cronbachs Alpha lag in unserer Studie für alle Subskalen zwischen 0,7 und 0,9, außer für Durchfall (Cronbachs Alpha = 0,5). Nach Standardtransformationen lagen alle Skalen im Punktewertbereich von 0–100. Höhere Werte bedeuten bei der Auswertung der C30-Symptomskalen und des PAN26 mehr Symptome und eine schlechtere Lebensqualität. Bei den C30-Funktionsskalen, der Subskala allgemeine Lebensqualität sowie der Subskala gesundheitliche Zufriedenheit des PAN26 stellen höhere Werte eine bessere Funktionsfähigkeit und eine bessere Lebensqualität dar.

Fatigue wurde mit der deutschen Version des Fragebogens Multidimensional Fatigue Inventory (MFI) (19) erfasst. Der validierte Fragebogen besteht aus 20 Items mit fünf Subskalen (allgemeine Fatigue, körperliche Fatigue, verminderte Aktivität, verminderte Motivation und mentale Fatigue) mit Werten im Bereich von 0–20, wobei höhere Werte auf mehr Fatigue hinweisen (Cronbachs Alpha = 0,63–0,87).

Klinische Daten und Patientenmerkmale wurden den Krankenakten entnommen oder aus Selbstauskünften der Patienten ermittelt. Gewicht und Größe wurden vom Studienpersonal gemessen. Das Bewegungsverhalten der Patienten im Jahr vor der Pankreaskarzinomdiagnose wurde ebenfalls anhand von schriftlichen Selbstauskünften der Patienten festgestellt.

Statistische Analysen

Die Berechnung der Stichprobengröße basierte auf einem zweiseitigen F-Test (Signifikanzniveau: p < 0,05) zum Mittelwertvergleich von drei Gruppen. Unter der Annahme einer Effektstärke (ES) von 0,6 in KT1 und 0,5 in KT2 und einer erwarteten Drop-out-Rate von 25 % ergab sich bei 67 Patienten pro Gruppe eine Power (Wahrscheinlichkeit, dass ein Effekt entdeckt wird, wenn ein Effekt auch existiert) von 0,82.

Die deskriptiven Analysen basierten auf der Angabe von Häufigkeiten oder Mittelwerten mit Standardabweichungen, je nachdem auf welchem Skalenniveau die Variablen vorlagen. Der primäre Datensatz umfasste alle Patienten, die nach sechs Monaten auswertbar waren (vollständiger Datensatz). Die Stabilität wurde durch den Vergleich der Ergebnisse des vollständigen Datensatzes mit denjenigen aus der multiplen Imputation (25 Datensätze) untersucht. Daten von Patienten, die innerhalb der sechs Monate starben oder einen Krankheitsprogress erlitten, der keine weitere Teilnahme mehr zuließ, wurden im Rahmen der multiplen Imputation nicht vervollständigt.

Für den primären Endpunkt (T2) wurde eine Kovarianzanalyse („analysis of covariance“, ANCOVA) durchgeführt, mit den Veränderungen seit T0 als abhängiger Variable, der Gruppenzugehörigkeit (gemäß dem Intention-to-treat-Prinzip) als unabhängiger Variable und dem Variablenwert bei T0 als Kovariable. Im Falle eines signifikanten Unterschieds zwischen den drei Gruppen im globalen F-Test wurden paarweise T-Tests innerhalb der ANCOVA durchgeführt.

Als explorative Analysen wurden zusätzlich Vergleiche der gepoolten Krafttraininggruppe (KT), die KT1 und KT2 kombinierte, mit KON durchgeführt. Die ES pro Trainingsgruppe wurden berechnet, indem die Veränderung der Pretest-Werte zu den Posttest-Werten durch die Pretest-Standardabweichung (20, 21) dividiert wurde. Ebenfalls untersucht wurden die Auswirkungen einer zusätzlichen Anpassung an das Alter, an das Geschlecht, an den Body-Mass-Index (BMI), an die Zeit seit der ersten Chemotherapie und an das Bewegungsverhalten im Jahr vor der Pankreaskarzinomdiagnose. Ähnliche explorative Analysen wurden für alle sekundären Endpunkte durchgeführt. Alle Analysen wurden mit der Statistik-Software SAS 9.3 durchgeführt.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 304 Pankreaskarzinompatienten über die Studie informiert (Grafik 1). Von diesen wurden 65 Patienten in die Studie randomisiert und 47 absolvierten die sechsmonatige Interventionsphase. Die Drop-out-Rate lag bei 22,7 % in KON, 25 % in KT1 und 32,3 % in KT2.

Flowchart gemäß CONSORT-Statement * einschließlich eines Patienten, der zum Zeitpunkt von 3 Monaten nach Studienbeginn keinen Fragebogen ausgefüllt hat
Flowchart gemäß CONSORT-Statement * einschließlich eines Patienten, der zum Zeitpunkt von 3 Monaten nach Studienbeginn keinen Fragebogen ausgefüllt hat
Grafik 1
Flowchart gemäß CONSORT-Statement * einschließlich eines Patienten, der zum Zeitpunkt von 3 Monaten nach Studienbeginn keinen Fragebogen ausgefüllt hat

Die Patienten waren im Durchschnitt 60,5 Jahre alt (Standardabweichung [SD] = 8,4). Die meisten Patienten waren normalgewichtig (mittlerer BMI = 23,7; SD = 4,3) und wurden mit einem Stadium IIB (67,4 %) diagnostiziert (Tabelle 1). Mehr als die Hälfte der Patienten (53,2 %) erlebte innerhalb der letzten sechs Monate vor T0 einen Gewichtsverlust von > 10 %. Die Patienten, die in die beiden Trainingsgruppen randomisiert wurden, führten insgesamt durchschnittlich 1,3 Trainingseinheiten (von vorgegebenen 2) pro Woche durch, was einer allgemeinen Trainingshäufigkeit von 66,5 % entspricht. Bei den 47 Patienten, die die sechsmonatige Interventionsphase bis zum Ende absolvierten, sank die Trainingsadhärenz in KT1 und KT2 während der sechs Monate kontinuierlich von anfänglich 73,6 % beziehungsweise 87,5 % auf 41,5 % beziehungsweise 62,0 % (Grafik 2). Während der Trainingseinheiten traten keine unerwünschten Ereignisse auf.

Patientencharakteristika
Patientencharakteristika
Tabelle 1
Patientencharakteristika

Für den primären Endpunkt „körperliche Funktionsfähigkeit“ ergab der globale Test nach sechs Monaten keinen Gruppenunterschied (p = 0,93; Tabelle 2). Jedoch zeigten explorative Analysen zum Messzeitpunkt nach drei Monaten signifikante globale Unterschiede zwischen den Gruppen (Tabelle 2). Deskriptiv erhöhte sich die körperliche Funktionsfähigkeit von Beginn der sechsmonatigen Interventionsphase bis zum Ende in beiden Krafttrainingsgruppen gleichermaßen, wobei das Maximum nach drei Monaten erreicht wurde (eTabelle 1). Im Gegensatz dazu zeigte KON während der Interventionsphase einen stetigen Anstieg. Die mittleren Differenzen (MD) zeigten nach drei Monaten einen statistisch signifikanten Effekt für die gepoolte KT-Gruppe (MD = 11,0; p < 0,05) sowie für KT2 (MD = 11,8; p = 0,02) im Vergleich zur KON und einen ähnlichen, nicht signifikanten Effekt für KT1 (MD = 9,1; p = 0,14) (Tabelle 2, eTabelle 1). Die durchgeführten Sensitivitätsanalysen, die sowohl weitere Adjustierungen als auch multiple Imputationsverfahren umfassten, führten zu ähnlichen Ergebnissen (eTabelle 2).

Für die sekundären Endpunkte wiesen alle globalen Tests keine signifikanten Unterschiede nach sechs Monaten auf. Nach drei Monaten zeigten die globalen Tests sowie die Vergleiche von KT mit KON signifikante Unterschiede für die allgemeine Lebensqualität, die kognitive Funktionsfähigkeit, Schlafstörungen, die körperliche Fatigue und die verminderte Aktivität (Tabelle 2, eTabelle 3).

Die anschließend durchgeführten Paarvergleiche mit KON belegten ähnliche Effekte für KT1 und KT2 (eTabelle 1, Grafik 3). Die Absolutwerte der ES lagen zwischen 0,16 und 1,14. KT2 zeigten im Vergleich zu KON signifikante Gruppenunterschiede für alle erfassten Variablen, außer für Schlafstörungen (MD = –14,9; p = 0,07; ES = –0,66). KT1 wiesen für die kognitive Funktionsfähigkeit (MD = 17,9; p = 0,01; ES = 0,74), für Schlafstörungen (MD = –28,2; p = 0,01; ES = –1,14) und für die PAN26-Subskala hepatische Beschwerden (MD = –14,5; p = 0,003; ES = –1,10) im Vergleich zu KON signifikante Gruppenunterschiede auf. Keine der anderen PAN26-Subskalen deutete zu irgendeinem Zeitpunkt auf weitere Unterschiede hin (eTabelle 4).

Die Sensitivitätsanalysen führten zu ähnlichen Ergebnissen (eTabelle 2). Zwei Variablen mit einem signifikanten Ergebnis in der vollständigen Datensatzanalyse zeigten in den imputierten Analysen keinen signifikanten Unterschied (kognitive Funktionsfähigkeit und verminderte Aktivität), die p-Werte bewegten sich jedoch weiterhin zwischen 0,05 und 0,1. Umgekehrt hatten zwei Variablen in der vollständigen Datensatzanalyse nicht signifikante p-Werte ≤ 0,1 mit signifikanten p-Werten nach multipler Imputation (Rollenfunktion und Fatigue).

Diskussion

Die vorliegende Arbeit untersucht als erste RCT die Auswirkungen eines Krafttrainings auf die Lebensqualität bei Pankreaskarzinompatienten. Nach der sechsmonatigen Interventionsphase zeigte das Krafttraining keine Auswirkungen auf den primären Endpunkt „körperliche Funktionsfähigkeit“ sowie auf die anderen erfassten Parameter, die die Lebensqualität beeinflussen. Nach drei Monaten wurden jedoch positive Effekte des Krafttrainings auf die körperliche Funktionsfähigkeit sowie auf die allgemeine Lebensqualität, die kognitive Funktionsfähigkeit, Schlafstörungen, körperliche Fatigue und verminderte Aktivität im Vergleich zur Kontrollgruppe beobachtet. Diese Gruppenunterschiede nach drei Monaten und die entsprechenden absoluten Effektstärken von bis zu 1,14 belegen die klinische und praktische Relevanz des Krafttrainings auf die Lebensqualität (20). Dabei hatten beide Krafttrainingarten, supervidiertes und heimbasiertes Krafttraining, ähnliche Effekte.

Nach sechs Monaten wurden keine Gruppenunterschiede festgestellt. Mögliche Erklärungen dafür könnten sein, dass die mittelfristigen Trainingseffekte nach drei Monaten im weiteren Verlauf durch das Fortschreiten der Erkrankung überlagert wurden. Außerdem war die Trainingshäufigkeit im Laufe der Interventionsphase kontinuierlich gesunken.

Unsere Ergebnisse nach sechs Monaten waren vergleichbar mit denen früherer RCTs für Pankreaskarzinompatienten, die ebenfalls keine Gruppenunterschiede nachweisen konnten (12, 13). Unsere Ergebnisse nach drei Monaten lieferten dagegen ähnliche Ergebnisse wie die Studien zu Krafttraining bei anderen Krebsentitäten (2224). Metaanalysen, die hauptsächlich auf Daten von Brust- und Prostatakrebspatienten basieren, zeigten ebenfalls, dass Krafttraining positive Auswirkungen auf die Lebensqualität und die körperliche Funktionsfähigkeit hat (25, 26). Jedoch wies unsere Studie größere Effektstärken auf, die eher mit den Ergebnissen einer aktuellen Studie für Darmkrebspatienten vergleichbar sind (27).

Die 3-Monats-Ergebnisse unserer Studie zur Lebensqualität deuten auf generell positive Effekte von Krafttraining hin. Dabei zeigten die jeweils paarweise durchgeführten Analysen ähnliche Effekte für das supervidierte und das heimbasierte Krafttraining. Dieses Ergebnis ist sehr relevant für die praktische Umsetzung, da nicht alle Krebspatienten einfachen Zugang zu Trainingseinrichtungen haben, die supervidiertes Training für Krebspatienten anbieten.

Die vorliegende Studie hat mehrere Stärken, insbesondere das randomisierte, kontrollierte Design, ein standardisiertes Krafttraining, eine gute Trainingshäufigkeit der Patienten, Intention-to-treat-Analysen und die Verwendung eines mehrdimensionalen Bewertungsinstruments für die Lebensqualität und die Fatigue.

Methodisch limitiert ist diese Studie durch den begrenzten Stichprobenumfang, wodurch die Ergebnisse weniger gut zu generalisieren sind. Rekrutierungsschwierigkeiten haben dazu geführt, dass die Teilnehmerzahl geringer war als ursprünglich geplant (65 randomisierte Patienten statt der geplanten 201). Vergleichbare Erfahrungen bei der Rekrutierung wurden auch in einer aktuellen Studie mit Lungen- und Pankreaskarzinompatienten berichtet (12). Zudem waren in unserer Studie die beobachteten Effektstärken teilweise größer und die für die Analysen eingesetzten statistischen Methoden hatten eine größere Power im Vergleich zu den für die Stichprobengröße verwendeten Methoden, so dass unsere Studienplanung eher konservativ war. Dennoch müssen die Ergebnisse, insbesondere die nicht signifikanten Ergebnisse, mit Vorsicht interpretiert werden. Ein weiterer Nachteil ist das monozentrische Studiendesign. Darüber hinaus wurden beide Krafttraininggruppen nicht miteinander randomisiert, was zu unausgewogenen Gruppengrößen führte.

Resumee

Die vorliegende RCT konnte erstmalig zeigen, dass Krafttraining für Pankreaskarzinompatienten eine vielversprechende Methode sein kann, um Symptome zu lindern und die körperliche Funktionsfähigkeit und die Lebensqualität zu verbessern. Angesichts der hohen Symptombelastung und der eingeschränkten Überlebenszeit dieser Patienten halten wir auch die 3-Monats-Ergebnisse für relevant, sodass bereits bei der Diagnose entsprechende Trainingsempfehlungen gegeben werden sollten. Zukünftige Studien sollten sich auf die Verlängerung der positiven mittelfristigen Trainingseffekte konzentrieren, möglicherweise durch das Aufrechterhalten eines regelmäßigen Trainings.

Danksagung

Wir danken den Patienten, die an dieser klinischen Studie teilgenommen haben. Wir danken auch Lena Kempf und Marcel Bannasch für die Trainingsunterstützung bei der supervidierten Trainingsgruppe, Emanuel Schembri für die Unterstützung bei den Assessments und Prof. Dr. Jens Werner für die klinische Beratung bei der Gestaltung der Studie.

Finanzierung

Die Studie wurde von der Deutschen Krebshilfe (Bewilligungs-Nr. 110513 und 110552) gefördert sowie durch zusätzlich finanzielle Unterstützung des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg unterstützt.

Bereitstellung der Daten dieser Studie

Nach Abschluss weiterer Analysen der Studie sind die Autoren bereit, Daten für wissenschaftliche Zwecke mit anderen Forschern zu teilen. Ihre Anfragen zum Datensatz richten Sie bitte an den korrespondierenden Autor.

Interessenkonflikt

Prof. Steindorf wurde honoriert für Beratertätigkeit von der Firma Pfizer. Sie ist Co-Autorin der von Pfizer herausgegebenen Broschüre Brustkrebs und Sport. Für eine Autoren- bzw. Co-Autorenschaft im Rahmen einer Publikation, bei der ein Bezug zum Thema besteht, bekam sie Honorare vom Thieme-Verlag. Sie erhielt Reisekostenerstattung und Vortragshonorare von der BIC-Krankenkasse Dortmund, von Audi, Bosch, Adviva und dem Asklepios-Konzern.

Dr. Wiskemann erhielt Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung sowie Vortragshonorare von den Firmen Pfizer, Celgene und MSD.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 28. 12. 2018, revidierte Fassung angenommen: 29. 4. 2019

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. rer. nat. Karen Steindorf
Abteilung Bewegung, Präventionsforschung und Krebs
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Nationales Centrum für
Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 581, 69120 Heidelberg
k.steindorf@dkfz.de

Zitierweise
Steindorf K, Clauss D, Tjaden C, Hackert T, Herbolsheimer F, Bruckner T,
Schneider L, Ulrich CM, Wiskemann J: Quality of life, fatigue, and sleep problems in pancreatic cancer patients—a randomized trial on the effects of exercise.
Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 471–8. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0471

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eTabellen:
www.aerzteblatt.de/19m0471 oder über QR-Code

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* Die Autorinnen teilen sich die Erstautorenschaft.
Abteilung Bewegung, Präventionsforschung und Krebs, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen und Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg: Prof. Dr. rer. nat Karen Steindorf, Dr. sc. hum. Dorothea Clauss, Dr. sc. hum. Florian Herbolsheimer
Abteilung Medizinische Onkologie, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen und Universitätsklinikum Heidelberg: Dr. sc. hum. Dorothea Clauss, PD Dr. phil. Joachim Wiskemann
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg: Dr. med. Christine Tjaden, Prof. Dr. med. Thilo Hackert, Prof. Dr. med. Lutz Schneider
Institut für Medizinische Biometrie und Informatik, Universität Heidelberg: Dr. sc. hum. Thomas Bruckner
Department of Population Health Sciences, Huntsman Cancer Institute und University of Utah, Salt Lake City, USA: Prof. Dr. rer. nat. Cornelia M. Ulrich
Flowchart gemäß CONSORT-Statement * einschließlich eines Patienten, der zum Zeitpunkt von 3 Monaten nach Studienbeginn keinen Fragebogen ausgefüllt hat
Flowchart gemäß CONSORT-Statement * einschließlich eines Patienten, der zum Zeitpunkt von 3 Monaten nach Studienbeginn keinen Fragebogen ausgefüllt hat
Grafik 1
Flowchart gemäß CONSORT-Statement * einschließlich eines Patienten, der zum Zeitpunkt von 3 Monaten nach Studienbeginn keinen Fragebogen ausgefüllt hat
Patientencharakteristika
Patientencharakteristika
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