ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2000Gefangene auf Kuba werden nicht medizinisch versorgt

SPEKTRUM: Nachrichten - Ausland

Gefangene auf Kuba werden nicht medizinisch versorgt

Dtsch Arztebl 2000; 97(3): A-79 / B-65 / C-65

AE

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS HAVANNA. Politischen Häftlingen wird in Kubas Gefängnissen oft medizinische Betreuung verweigert. Dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen sind Fälle von politischen Gefangenen bekannt, die an Tuberkulose, Diabetes oder Herzinsuffizienz leiden. Kubanischen Menschenrechtsorganisationen zufolge sind viele Gefangene unterernährt und erhalten kaum Wasser oder Seife.
Ein Beispielfall ist Jorge Luis Garcia Perez, der im Juli 1990 wegen "versuchter Sabotage" und "Feindpropaganda" zu 18 Jahren Haft verurteilt wurde. Der 35-Jährige erhielt Medikamente nicht, die seine Schwester für ihn gesammelt und dem Gefängnisarzt übergeben hatte, darunter Arzneimittel gegen Diabetes, Antibiotika und Schmerzmittel. Nach einem Jahr gab der Arzt sämtliche Medikamente verdorben an Perez’ Schwester zurück. Zur Zeit befindet sich Perez in Isolationshaft.
Weitere Informationen: Heinrich Brechtmann, Böcklinstraße 6, 45147 Essen, Tel 02 01/73 83 72. AE
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema