ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2019Markus Leyck Dieken: Internist soll gematik neu beleben

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Markus Leyck Dieken: Internist soll gematik neu beleben

Spielberg, Petra

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Markus Leyck Dieken, Foto: SWP/Volkmar Könneke
Markus Leyck Dieken, Foto: SWP/Volkmar Könneke

Dr. med. Markus Leyck Dieken ist seit dem 1. Juli neuer Geschäftsführer der Gesellschaft für Telematik-anwendungen der Gesundheitskarte (gematik). Der 54-Jährige verfügt über langjährige Erfahrungen als Manager in der Pharmaindustrie. Zuvor war er sieben Jahre lang als Internist und Notfallmediziner im stationären und ambulanten Bereich tätig. Leyck Dieken wechselte vor allem auf Betreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die Spitze der gematik. Das Ministerium hält seit Anfang Mai mit 51 Prozent die Mehrheit der Gesellschafteranteile.

Leyck Diekens berufliche Karriere in der Pharmabranche begann 1998. Er war unter anderem für die Unternehmen Novo Nordisk, Novartis, die Biotechfirma InterMune und den israelischen Pharmakonzern Teva tätig, darunter vier Jahre als Chef des von Teva übernommenen Generikaspezialisten Ratiopharm. In dieser Funktion leitete er auch das Zukunftsprogramm Teva 2021, das sich mit der digitalen Patientenversorgung beschäftigte. Von 2018 an baute Leyck Dieken das Deutschland-geschäft des japanischen Pharmaunternehmens Shionogi auf. Als stellvertretender Vorsitzender des Lobbyverbands Pro Generika machte er sich zudem in der gesundheitspolitischen Szene einen Namen. Leyck Diekens Nähe zur Pharmaindustrie wurde im Zusammenhang mit seiner Berufung als neuer gematik-Chef von verschiedenen Seiten kritisiert. Leyck Dieken wurde in Rio de Janeiro geboren, wo er seine Kindheit in einer sehr musischen Familie verbrachte. Er lebt in Berlin. Petra Spielberg

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