ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2019Zuwendungen: Pharmaindustrie bezahlt mehr Geld an Ärzte

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Zuwendungen: Pharmaindustrie bezahlt mehr Geld an Ärzte

Dtsch Arztebl 2019; 116(27-28): A-1303 / B-1071 / C-1059

Maybaum, Thorsten

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Pharmaunternehmen haben Ärzten, Fachkreisangehörigen und medizinischen Institutionen für Leistungen im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld bezahlt als noch ein Jahr zuvor. Das zeigt der neue Transparenzkodex, zu dem sich die Mitgliedsunternehmen des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und des Vereins Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) im Transparenzkodex verpflichtet haben. Die Gesamtsumme der veröffentlichten Leistungen im Jahr 2018 liegt demnach nach Schätzungen von vfa und FSA bei 639 Millionen Euro. 2017 hatten vfa und FSA die Höhe noch mit 605 Millionen Euro angegeben. Das ist ein Anstieg um 5,62 Prozent. Die Forschung machte im vergangenen Jahr wie auch in den Vorjahren den größten Posten aus (413 Millionen Euro). 2017 waren es noch 398 Millionen Euro. Es folgen die Leistungen für die Unterstützung von Veranstaltungen, Kongressen, Einrichtungen und medizinischen Organisationen mit 120 Millionen Euro (2017: 102 Millionen Euro) und Leistungen für Fortbildungen und Vorträge (2018: 106 Millionen Euro; 2017: 105 Millionen Euro). Der Transparenzkodex verpflichtet alle Mitgliedsunternehmen von vfa und FSA, ihre Gesamtleistungen an Ärzte und medizinische Einrichtungen bis zum 30. Juni bekannt zu machen. Wenn die Ärzte einverstanden sind, werden Fortbildungsleistungen dabei namentlich veröffentlicht. Für das Veröffentlichungsjahr 2018 haben rund 21 Prozent solch einer individualisierten Nennung zugestimmt. Damit lag die Quote leicht über dem Vorjahresniveau von 20 Prozent. may

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