ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2019Psychotherapie und Diabetes: Große Koalition verschiebt Reformvorhaben

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Psychotherapie und Diabetes: Große Koalition verschiebt Reformvorhaben

Dtsch Arztebl 2019; 116(27-28): A-1302 / B-1070 / C-1058

Maybaum, Thorsten; Bühring, Petra

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Der Bundestag wird sich eventuell nach der Sommerpause mit den verschobenen Themen befassen. Foto: dpa
Der Bundestag wird sich eventuell nach der Sommerpause mit den verschobenen Themen befassen. Foto: dpa

Eigentlich wollte sich der Bundestag kurz vor der Sommerpause noch mit der Reform der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung und auch einer nationalen Diabetesstrategie befassen. Doch beide Themen wurden kurzfristig von der Agenda genommen. Dem Vernehmen nach gab es noch Abstimmungsbedarf zwischen den Fraktionen. In Bezug auf die Reform der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung sei noch „keine Einigung erfolgt“, sagte der Berichterstatter für Psychiatrie und Psychotherapie der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Heidenblut. SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach erklärte vor Journalisten, Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn und er würden auch in der Sommerpause weiter an dem Gesetz arbeiten. Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung soll künftig die Approbation als Psychotherapeut nach einem fünfjährigen Universitätsstudium der Psychotherapie erteilt werden. Für den Zugang zum vertragsärztlichen Versorgungssystem soll eine anschließende Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten im ambulanten und stationären Bereich notwendig sein. Aus der Ärzteschaft gab es zuletzt wiederholt Kritik an der Novelle. Die Psychotherapeuten begrüßten die Reform hingegen. Bei der nationalen Diabetesstrategie hieß es von der Union, es bestehe noch weiterer Gesprächsbedarf mit dem Koalitionspartner über zwei Punkte. Anfang April hatte Dietrich Monstadt, Berichterstatter für Adipositas und Diabetes der Union, noch eine Strategie vor der Sommerpause für möglich gehalten. Die Grünen sind verärgert. Angesichts der etwa 500 000 Neuerkrankungen an Diabetes Typ 2 wäre ein Rahmenplan, der zuverlässige Strukturen und gemeinsame Qualitätsstandards bei der Versorgung von Diabetikern schaffe, erforderlich, hieß es. may/PB

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