ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2019Digitalisierung: Erschreckende Arroganz
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Patienten sind da anderer Meinung – vielleicht hat der Ge­sund­heits­mi­nis­ter einmal mit einem gesprochen. Erschreckend sind die Unwissenheit und die Arroganz dieser Aussage. Nicht Digitalisierung ist Grundlage einer erfolgreichen ärztlichen Behandlung sondern Wissen, Erfahrung, Empathie usw. usw.

Seit 1979 habe ich Digitalisierung in meiner Praxis eingeführt. Dabei bin ich mir immer darüber im Klaren gewesen, dass im Vordergrund der Patient – die zwischenmenschliche Beziehung – und eben mit Sicherheit nicht die Digitalisierung steht.

Wann endlich wehren wir uns gegen Technokraten, die mit unsinniger, patientenfeindlicher und überbordender Bürokratie das Patienten-Arzt-Verhältnis zerstören? Wann werden Patientenbeauftragte wach, um sich dagegen zu wehren? Setzen Sie sich ein für den Erhalt eines der besten und menschlichsten Gesundheitswesen der Welt – mit ärztlichem Sachverstand, Einfühlungsvermögen, Empathie – und nur dann, wenn es hilfreich ist, auch mit Digitalisierung.

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Dr. med. Rainer Pfingsten, 57439 Attendorn

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