ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2019IT-Ratgeber: VSDM – Tipps und Hinweise zum Start des Online-Datenabgleichs

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IT-Ratgeber: VSDM – Tipps und Hinweise zum Start des Online-Datenabgleichs

Dtsch Arztebl 2019; 116(27-28): A-1344 / B-1108 / C-1092

KBV

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Spätestens ab dem 1. Juli müssen Vertragsärzte und Psychotherapeuten das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen. Was Praxen beim automatisierten Online-Abgleich der Versichertendaten beachten müssen, erläutert die KBV in einer Praxisinformation.

Stimmen die Angaben des Versicherten noch, die auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert sind? Das wird mit dem VSDM automatisiert beim Einlesen der eGK in der Praxis überprüft und veraltete Daten gegebenenfalls direkt aktualisiert.

Beim VSDM handelt es sich um die erste Anwendung in der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI). Es zählt daher als Nachweis, dass eine Praxis an die TI angeschlossen ist und Anspruch auf die Erstattung der Kosten über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hat.

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Erfolgt kein VSDM, sieht der Gesetzgeber Honorarkürzungen in Höhe von einem Prozent vor. Im aktuellen Referentenentwurf des Digitale Versorgung-Gesetzes wird sogar eine Kürzung um 2,5 Prozent ab dem 1. März 2020 erwogen.

So läuft das VSDM ab

Alle Ärzte und Psychotherapeuten müssen das VSDM ab dem 1. Juli bei jedem ersten Arzt-Patienten-Kontakt im Quartal durchführen und dies gegenüber ihrer KV mit den Abrechnungsunterlagen nachweisen. Wenige Ausnahmen gibt es für Ärzte und Psychotherapeuten, wenn sie keinen persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt haben oder (situationsbezogen) ein mobiles Kartenterminal einsetzen.

Für das VSDM wird die eGK in das E-Health-Kartenterminal gesteckt, ein automatisierter Datenabgleich beginnt und ein Prüfungsnachweis wird auf der Karte gespeichert. Hierbei wird geprüft, ob auf den Servern der Krankenkassen aktualisierte Informationen vorliegen (z. B. neue Anschrift).

Anschließend übernimmt das Praxisverwaltungssystem (PVS) den Prüfungsnachweis sowie die Versichertenstammdaten und zeigt eine der folgenden Meldungen an: „Die Karte und die Daten sind aktuell“ oder „Aktualisierte Daten liegen vor“.

Prüfnachweise für die Abrechnung

Wird ein Prüfungsnachweis generiert und im PVS abgelegt, gilt das VSDM als durchgeführt. Er wird mit der Abrechnung an die KV übermittelt und enthält einen Zahlencode, der für unterschiedliche Ergebnisse steht. Das VSDM gilt auch als durchgeführt, wenn der Prüfungsnachweis technische Fehler ausweist.

Anders verhält es sich mit ungültigen eGK: In diesem Fall zeigt das PVS eine entsprechende Meldung an. Es werden weder Daten noch ein Prüfungsnachweis an das PVS übermittelt. Die eGK ist gesperrt und kann nicht mehr verwendet werden. Ziel ist es, Betrug zu verhindern und ungültige Karten aus dem Verkehr zu ziehen.

Auf einer Themenseite der KBV finden Praxen weiterführende Informationen zum VSDM, die Praxisinformation sowie Infomaterialien zur Gültigkeit der eGK für das Wartezimmer: www.kbv.de/html/vsdm.php. KBV

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