ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2000HIV-Therapie in der Schwangerschaft: Einsatz antiretroviraler Substanzen

MEDIZIN: Aktuell

HIV-Therapie in der Schwangerschaft: Einsatz antiretroviraler Substanzen

Dtsch Arztebl 2000; 97(3): A-99 / B-84 / C-84

Friese, Klaus; Brockmeyer, Norbert; Grosch-Wörner, Ilse; Schäfer, Axel

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LNSLNS Es ist in den vergangenen Jahren gelungen, die Rate der Mutter-Kind-Übertragung von HIV auf unter zwei Prozent zu senken. Möglich ist dies durch eine kurzzeitige antiretrovirale Prophylaxe der Mutter mit Zidovudin nach Abschluss der 32. Schwangerschaftswoche, eine Kaiserschnittentbindung am wehenfreien Uterus nach Abschluss der 36. Schwangerschaftswoche und eine kurzzeitige Zidovudin-Prophylaxe bei dem Neugeborenen. Dieses Vorgehen ist aber nur optimal für die Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung bei einer nicht antiretroviral behandlungsbedürftigen Frau und geburtsmedizinischem Standardrisiko. Liegt eine Indikation für eine antiretrovirale Behandlung der Mutter und/oder ein geburtsmedizinisches Risiko vor, sind risikoadaptierte Vorgehensweisen anzuwenden. Studienergebnisse zusammen mit der Expertenmeinung werden vorgestellt.
Schlüsselwörter: HIV-Therapie, Schwangerschaft, Mutter-Kind-Übertragung, antiretrovirale Prophylaxe, Schwangerschaftsregister

Antiretroviral Therapy in Pregnancy for Prevention of Maternal-Fetal HIV-Transmission
Reduction of maternal-fetal HIV-transmission below two per cent can be achieved by a strategy combining short- term antepartum Zidovudine prophylaxis starting in week 32, an elective cesarian section in week 36 and short-term Zidovudine prophylaxis to the infant. This intervention is only suitable in cases without an indication for an antiretroviral therapy of the mother and with a standard obstetrical risk. Otherwise risk adapted intervention strategies have to be performed. For these circumstances study results and expert opinion are presented.
Key words: HIV therapy, pregnancy, mother-to-child transmission, antiretroviral prophylaxis, pregnancy registry

Der Einsatz antiretroviral wirksamer Substanzen in der Schwangerschaft kann aus zwei völlig unterschiedlichen Gründen erwogen werden. Zunächst, und dies war in den vergangenen Jahren am häufigsten der Fall, mit dem Ziel, die Übertragung von HIV während der Schwangerschaft auf das Kind zu verhindern, also eine Transmissionsprophylaxe durchzuführen. Auf der anderen Seite ergibt sich immer häufiger die Situation, dass entsprechend den derzeit gültigen Therapierichtlinien für HIV-Patienten eine Behandlungsindikation für die schwangere Frau gegeben ist oder dass eine HIV-infizierte Frau antiretroviral behandelt schwanger wird.
Problematisch wird die Situation in letzterem Fall. Die HIV-Transmission ist erwiesenermaßen auf unter zwei Prozent reduzierbar durch eine kombinierte Interventionsstrategie, bestehend aus einer perinatalen KurzzeitZidovudin-(ZDV-)Gabe für Mutter und Kind in Kombination mit einer primären Kaiserschnittentbindung. Die akute Toxizität von ZDV bei diesem Einsatz ist nach der vorliegenden Datenlage für Mutter und Kind tolerierbar (10, 39, 45, 53, 65). Eventuell zu befürchtende Langzeitfolgen (Kanzerogenese) durch die pränatale ZDVExposition beim Kind sind bislang nicht nachgewiesen (11, 20, 56), lassen sich aber aufgrund der bislang begrenzten Beobachtungszeiten noch nicht mit letzter Sicherheit ausschließen. Eine antiretrovirale Kombinationstherapie dagegen während der gesamten Schwangerschaft ist problematisch.
Bezüglich der Behandlung der Mutter ist zu berücksichtigen, dass nur für wenige antiretroviral wirksame Substanzen pharmakokinetische Daten für die Schwangerschaft und Studienergebnisse zur Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit vorliegen (34, 50). Kein Medikament ist zum Einsatz in der Schwangerschaft zugelassen. Zum Schutz des Kindes ist das nachfolgend vorgestellte Prophylaxe-Schema ausreichend, eine langdauernde Exposition gegenüber antiretroviral wirksamen Substanzen ist nicht notwendig. Als besonders schwerwiegend ist in diesem Kontext anzusehen, dass die Auswirkungen der langen intrauterinen Exposition bezüglich der Embryo- und Fetotoxizität, der postnatalen Toxizität und der Langzeitfolgen (Kanzerogenität) derzeit nicht kalkulierbar sind. Zur alltäglichen Entscheidungsfindung in dieser problematischen Situation ist es geboten, eine Sichtung der aktuellen Datenlage vorzunehmen und in Kombination mit der Expertenmeinung eventuell mögliche Vorgehensweisen versuchen zu formulieren. Für folgende wichtige anstehende Situationen wurde entsprechend vorgegangen. Neben aktuellen Studienergebnissen wurde die im Rahmen eines Konsensus-Workshops "HIVTherapie in der Schwangerschaft" der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG) im Mai 1998 in Berlin dokumentierte Expertenmeinung integriert (13). Die Tabelle gibt eine Zusammenfassung der möglichen Vorgehensweisen zu den entsprechenden Situationen.
Fetale Indikation
Die Mutter-Kind-Übertragung von HIV ist entsprechend der vorliegenden Datenlage weitestgehend zu verhindern durch kombinierten Einsatz einer antiretroviralen Prophylaxe mit einer Kaiserschnittentbindung am wehenfreien Uterus. Die Rationale für dieses Konzept hatte sich aus den Erkenntnissen zur multifaktoriellen Genese der Mutter-Kind-Transmission ergeben (3, 19, 23, 31, 36, 40, 52, 59, 60). So waren nicht nur mütterliche und kindliche transmissionsbegünstigende Faktoren identifiziert worden, sondern es war vor allem die zentrale Rolle geburtsmedizinischer Faktoren mit der Möglichkeit der Eihautpassage von HIV-Carrier-Zellen aus Dezidua und Plazenta (43, 46, 47, 48) in dem komplexen Zusammenspiel erkannt worden. Folgerichtig ergab sich daraus, dass nur kombinierte, die bekannten Risikofaktoren berücksichtigenden Regimen eingesetzt werden sollten. Prophylaxe-Maßnahmen, die zum Beispiel nur mütterliche Faktoren wie die Viruslast berücksichtigen, werden dem komplexen Geschehen nicht gerecht und sollten nicht angewendet werden. Dies konnte durch Studienergebnisse belegt werden. So ist erwiesen, dass sich das Transmissionsrisiko mit steigender Viruslast erhöht (9, 38), es ist aber bei niedriger Viruslast nicht ausgeschlossen (52). Grundlage der antiretroviralen Prophylaxe ist die bekannte plazebokontrollierte ACTG-076-Studie (10), die gezeigt hat, dass durch eine präpartale, intrapartale und postnatale Gabe von ZDV die Transmission von 25,5 auf 8,3 Prozent gesenkt werden konnte. Mit dem präpartalen Teil war in der 14. bis 34. Schwangerschaftswoche begonnen worden, intrapartal wurde Zidovudin intravenös gegeben und das Neugeborene erhielt sechs Wochen lang ZDV oral. Bis heute nicht durch Studien belegt ist, ob alle drei Prophylaxe-Arme notwendig sind. Teiloptimierungstudien haben gezeigt (8, 12, 32, 66), dass eine Verkürzung des präpartalen Teils auf durchschnittlich 25 Tage ohne Wirkungsverlust durchaus möglich ist. Für den postnatalen Teil ist zur Zeit eine durch Studienergebnisse belegte Deeskalation nicht vornehmbar. Die Ergebnisse der entsprechenden ACTG-324-Studie, in der plazebokontrolliert sechs Wochen Zidovudin oral versus drei Tage oral geprüft wird, stehen aus. In der unbefriedigend offenen Situation bezüglich des postnatalen Teils entschied sich die Mehrheit der Experten dafür, die Prophylaxe zwar zu belassen, allerdings wurde eine Verkürzung auf vier bis zwei Wochen bei oraler Gabe für vertretbar gehalten, in Anlehnung an die Empfehlungen zur Postexpositionsprophylaxe nach HIV-Exposition (16). In Berlin wurden mit einer intravenösen Gabe in der Dosierung von 1,3 mg/kg alle sechs Stunden über zehn Tage lang (bei kleinen Fallzahlen n=69) gute Erfahrungen (keine Transmissionen) gemacht. Auch diese Applikationsform wurde von den Experten für vertretbar erachtet (13).
Die Wirksamkeit einer primären Kaiserschnittentbindung ist durch Studienergebnisse belegt. Nachdem schon mehrere historische Studien und Meta-Analysen auf einen protektiven Wert der Kaiserschnittentbindung hingewiesen hatten (17, 29, 48, 58, 61, 63), wurde der Nutzen eindeutig bestätigt durch die Ergebnisse der plazebokontrollierten Studie (mode of delivery study) (37, 62) und durch die Ergebnisse einer Meta-Analyse sämtlicher prospektiver HIV-Perinatal-Studien aus Europa und den USA (57). Durch eine Kaiserschnittentbindung kann von einer Reduktion der Transmission auf 8,2 Prozent gegenüber einem Transmissionsrisiko bei vaginaler Entbindung von 16,7 Prozent ausgegangen werden (57).
Es war naheliegend, anzunehmen, dass die Kombination beider Interventionsstrategien additive Wirkung haben müsste. Diese Annahme hat sich durch Studienergebnisse bestätigen lassen. Transmissionsraten zwischen null Prozent bis zwei Prozent werden unter diesem Regime berichtet (21, 28, 30, 49, 57).
HIV-Transmissionsprophylaxe bei Standardrisiko
Insgesamt ergibt sich nach Sichtung der aktuellen Datenlage in Kombination mit der Expertenmeinung das hoch effiziente Prophylaxe-Schema: Zidovudin-Gabe mit Abschluss der 32. SSW in einer Dosierung von 5x100 mg/d oder 2x250 mg oral, präoperative intravenöse Zidovudin-Gabe 200 mg intravenös, primäre Kaiserschnittentbindung mit Eihautpräparation am wehenfreien Uterus (sinnvollerweise in der abgeschlossenen 36. SSW) und postnatale Zidovudin-Gabe für zehn Tage intravenös (1,3 mg/kg alle sechs Stunden) oder zwei bis vier beziehungsweise sechs Wochen oral (2 mg/kg alle sechs Stunden).
Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung ist, dass die HIV-Infektion der Mutter bekannt ist. Es ist deshalb dringend zu raten, früh in der Schwangerschaft einen HIV-Antikörper-Test mit einer kompetenten persönlichen Beratung durch den Gynäkologen oder eine entsprechende Beratungseinrichtung unter Hinzuziehung eines Pädiaters anzubieten (14). Zu berücksichtigen ist weiter, dass in Zukunft vermehrt mit Zidovudin-resistenten HIV-Infektionen zu rechnen ist (18). Es sollte daher vor einer ZDV-Gabe der genotypische Nachweis eines HIVWildtyps zum Ausschluss einer genotypischen Resistenz erbracht werden. Bei nachgewiesener Resistenz ist auf andere Hemmer der Reversen Transkriptase entsprechend gültiger Therapierichtlinien (15) zurückzugreifen. Negative Folgen der ZDV-Gabe für die Mutter bezüglich klinischer, immunologischer oder virologischer Parameter sind auf Signifikanzniveau nicht nachgewiesen (4, 33, 53).
Risikoadaptierte HIV-Transmissionsprophylaxe
Bei den verschiedenen geburtsmedizinischen Risiken ist die Prophylaxe risikoadaptiert zu eskalieren (13). Bei Wehen ist sofort mit einer antiretroviralen Kombinationstherapie zu beginnen. Bei vorzeitigem Blasensprung, Amnion-Infektions-Syndrom und Mehrlingsschwangerschaften ist konsequenterweise ebenfalls der präpartale Teil - soweit zeitlich noch möglich - durch eine antiretrovirale Kombinationstherapie in Anlehnung an laufende Studien zu eskalieren. Der zu bevorzugende Entbindungsmodus ist in beiden Situationen die Kaiserschnittentbindung, die Entscheidung muss jedoch an geburtsmedizinischen Aspekten orientiert werden. Bei fortgeschrittener Eröffnungsphase ist kein positiver Effekt der Kaiserschnittentbindung mehr zu erwarten. Die postnatale Prophylaxe sollte auf jeden Fall sechs Wochen ZDV vorsehen (13), eine antiretrovirale Kombinationstherapie beim Kind muss mangels ausreichender Datenlage individuell entschieden werden. Unvollständige Transmissionsprophylaxe Wenn trotz bekannter HIV-Infektion bis zum Geburtstermin keine Transmissionsprophylaxe durchgeführt wurde, sollte zumindest ZDV intrapartal gegeben werden. Postnatal ist nach Expertenmeinung eine sechswöchige ZDV-Gabe vorzusehen. Es kann trotz unvollständiger Prophylaxe noch mit einem Nutzen gerechnet werden, wenn innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt mit der postexpositionellen Prophylaxe begonnen wird (64).
Ist bis zur Entbindung kein HIV-Test vorgenommen worden, sollte dieser unverzüglich angeboten werden, um die intrapartale und postnatale ZDV-Prophylaxe bei positivem Testergebnis durchführen zu können. Auch in dieser Situation sollte der HIV-Antikörpertest vom Angebot einer kompetenten persönlichen Beratung, eventuell unter Zuziehung einer entsprechenden Institution, begleitet sein, sofern hierfür ausreichend Zeit besteht (2, 14). Maternale Indikation
Eine andere Situation als bei der HIV-Transmissionsprophylaxe ist gegeben, wenn sich bei einer HIV-infizierten Frau während der Schwangerschaft eine Indikation zu einer Anti-HIV-Behandlung entsprechend den Therapierichtlinien ergibt, wenn sie antiretroviral behandelt schwanger wird oder wenn unter Behandlung eine Schwangerschaft in der sechsten bis achten Woche diagnostiziert wird. Letztere Situation dürfte zur Zeit die häufigste sein.
Therapieindikation
Einigkeit besteht in der Literatur (7, 13) und bei Experten in der Auffassung, dass auch in der Schwangerschaft die für erwachsene HIV-Patienten formulierten Behandlungsindikationen gültig sind. Für schwangere Frauen ergibt sich nach der Expertenmeinung folgende Modifikation: bei klinisch asymptomatischen Frauen ist die immunologische Behandlungsindikation bei einer Zellzahl von unter 250 bis 400 CD4+-Zellen/µl und bei einer Viruslast, die größer als 10 000 - 20 000 Genomkopien/ml ist, gegeben. Grund für die Modifizierung der CD4+Zellzahl ist die immunsupprimierende Wirkung der Schwangerschaft, die dazu führt, dass die CD4+-Zell-Werte in der Schwangerschaft um zehn bis zwanzig Prozent abfallen. Bei einer HIV-Infektion ist dieser Effekt noch deutlicher ausgeprägt (bis zu vierzig Prozent) (26, 42, 60).
Initiales Therapieregime
Ziel eines optimalen initialen Therapieregimes muss sein, neben der Hemmung der Virusreplikation bei der Mutter eine wirksame HIV-Transmissionsprophylaxe mit einzuschließen. Durch Studienergebnisse abgesicherte Therapiekonzepte liegen zur Zeit nicht vor, die entsprechenden Studien sind noch nicht abgeschlossen (ACTG 332, 353, 354, 357, 358). In Deutschland ist bislang kein Medikament für die Behandlung in der Schwangerschaft zugelassen. Auch für ZDV liegt die Zulassung nur zum prophylaktischen Einsatz vor. Bei der Wahl der antiretroviral wirksamen Substanzen ist zu bedenken, dass die Pharmakokinetik durch die Schwangerschaft verändert werden kann, ebenso Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit. Unerwünschte Wirkungen auf Mutter und Kind sind einzukalkulieren und beschrieben (1, 22, 27, 35, 51, 55). Nach der Expertenmeinung (Update 1999, 15) ist das Standardtherapieregime (Dreifachkombination mit einem ProteaseInhibitor und/oder nicht nukleosidalen Reverse-Transkriptase-Inhibitor) auch für die Schwangerschaft der Goldstandard der Initialtherapie. Bei diesen muss im Einzelfall die mögliche Teratogenität bedacht werden. Bis zum Vorliegen entsprechender Ergebnisse ist der Entbindungsmodus auch bei Kombinationstherapie der Mutter die primäre Kaiserschnittentbindung, die postnatale Behandlung des Kindes ist mit ZDV durchzuführen (13).
Vorgehen bei antiretroviraler Vormedikation
Die Rationale für eine Therapiepause im ersten Trimenon der Schwangerschaft ergibt sich aus den allgemeinen Kenntnissen zum Ablauf und zur besonderen Störbarkeit der embryonalen Differenzierung (24, 67) mit den daraus resultierenden Prinzipien einer Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft (54) und dem Postulat, dass bis mindestens zur abgeschlossenen zehnten Schwangerschaftswoche (nach letzter Regelblutung) keine Medikamente eingesetzt werden sollten, deren teratogenes Potenzial beim Menschen nicht ausgeschlossen ist (7, 56). Für die Schwangere muss abgewogen werden, ob eine maximal dreimonatige Unterbrechung der Therapie medizinisch vertretbar ist. Studienergebnisse hierzu liegen nicht vor. Eingang in die Entscheidungsfindung müssen der individuelle klinische, immunologische und virologische Status finden. War die Schwangere vor Beginn der antiretroviralen Behandlung klinisch symptomatisch oder zeigten immunologische und/oder virologische Parameter einen fortgeschrittenen Immundefekt beziehungsweise ein sehr hohes Risiko für eine rasche Krankheitsprogression, dürfte eine Therapieunterbrechung mit größeren Risiken behaftet sein als bei einer klinisch symptomlosen Frau, bei der zwar die Laborwerte den Beginn einer antiretroviralen Therapie rechtfertigen, deren klinischer Zustand aber stabil und deren Laborparameter nicht unmittelbar pathologisch sind. Problematisch darstellen dürfte sich die Situation einer Frau mit rasch progredientem Krankheitsverlauf, bei der erst kurz vor der Schwangerschaft die notwendige Therapie eingeleitet wurde. In dieser Situation ist im Sinne der besseren Therapieführung der Frau und der Möglichkeit des Einsatzes sämtlicher Pharmaka der Schwangerschaftsabbruch als Alternative zur eingeschränkten Therapiefortführung zumindest zu bedenken.
Insgesamt kann auch in dieser Situation zur Zeit kein generelles Vorgehen formuliert werden. Bis zum Vorliegen entsprechender Studienergebnisse ist die Entscheidung zur Unterbrechung einer antiretroviralen Kombinationstherapie im ersten Trimenon der Schwangerschaft nur individuell und risikoadaptiert in Absprache mit der Schwangeren zu treffen. Nach der Expertenmeinung ist ein Beibehalten der Vormedikation vertretbar (13). Fällt die Entscheidung zugunsten einer Therapieunterbrechung, sollte die antiretrovirale Therapie (ART) erst in der 13. Woche wieder aufgenommen werden, um Unsicherheiten bei der Bestimmung des Schwangerschaftsalters Rechnung zu tragen (13). Der Wiederbeginn der antiretroviralen Medikation nach einer Unterbrechung kann mit denselben Substanzen erfolgen, weil mit einer Resistenzentwicklung nicht zu rechnen ist (5, 6, 7). Eine ZDV-Gabe zur Prophylaxe sollte ab der abgeschlossenen 32. SSW (zusätzlich zur bestehenden Therapie) erfolgen (5), eventuell besteht dann eine Vierfachtherapie. Dies gilt nur bei wirksamer antiretroviraler Therapie. Die Rationale für die ZDV-Gabe ist die für ZDV nachgewiesene Metabolisierung in der Plazenta, die für den transmissionsverhindernden Effekt mitverantwortlich sein könnte (41, 44). Auch bei einer Therapieumstellung in der Schwangerschaft sollte ZDV zur Transmissionsprophylaxe zugefügt werden, wenn keine Resistenzen gegen ZDV bestehen. Bei Kinderwunsch sollte ein Schwangerschaftstest (b-HCG) sehr frühzeitig veranlasst werden. Er ist sechs bis acht Tage post conceptionem positiv, sodass die Möglichkeit des Absetzens der antiretroviralen Therapie frühzeitig gegeben ist.
Mit Nachdruck wird darauf hingewiesen, dass eine Nachsorge der Kinder unabdingbar ist, um langfristige Folgen und mögliche Nebenwirkungen von Krankheit und/oder Therapie erfassen zu können. Die Etablierung einer Studie beziehungsweise eines Registers wird einstimmig befürwortet.


Zitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 2000; 97: A-99-103
[Heft 3]


Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet (www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.


Anschrift für die Verfasser
Priv.-Doz. Dr. med. Ilse Grosch-Wörner
Charité Campus Virchow-Klinikum
Klinik für Allgemeine Pädiatrie Tagesklinik für Kinder Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
E-Mail: igrosch@ukrv.de

1 Kinderklinik (Direktor: Prof. Dr. med. Gerhard Gaedicke) des Campus Virchow-Klinikums, Berlin
2 Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. med. Klaus Friese) der Universität Rostock
3 Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. med. Joachim Rüdenhausen) des Campus Virchow-Klinikums, Berlin
4 Dermatologische Klinik (Direktor: Prof. Dr. med. Peter Altmayer) der Ruhr-Universität, Bochum

Tabelle Prävention der maternofetalen HIV-Infektion*
Fetale Indikation Maternale Indikation
Prophylaxe Risikoadaptierte HIV-Transmissions- Indikation und Therapie
bei Standardrisiko prophylaxe
SSW CD4 > 250/µl, vorzeitige Wehen Blasensprung, AIS, keine Vormedikation Vormedikation
HIV-RNA < 10 000- therapieresistente CD4 < 250/µl, HIV 20 000 Wehen RNA > 10 000-20 000
2-14 Beibehalten der
Vormedikation,
wenn diese
ausreichend ist
15-23 vor intrauterinen siehe oben
Eingriffen für eine
Woche ZDV
24-32 Tokolyse, Tokolyse, ART siehe oben
Lungenreife, ggf. Lungenreife, ZDV + NRTI +
Antibiose + ART Antibiose + ART NNRTI (z. B. ZDV,
(z. B. ZDV + NRTI + 3TC + Nevirapin)
NNRTI) (ggf. sekun däre Sektio + ZDV
200 mg i. v.)
33-36 ZDV großzügige siehe oben siehe oben + 5 x 100 mg/d oder
5 x 100 mg/d p. o. oder Indikation zur 2 x 250 mg/d ZDV
2 x 250 mg/d p. o. Sektio + 200 mg p. o., wenn nicht
ZDV i. v. Teil der
Vormedikation
36+0 primäre Sektio + Sektio + 200 mg Sektio + 200 mg primäre Sektio + primäre Sektio +
200 mg ZDV i. v. ZDV i. v. ZDV i. v. 200 mg ZDV i. v. 200 mg ZDV i. v.
Neuge- 1: ZDV i. v. 4 x 1,3 ZDV 4 x 2 mg/kg ZDV 4 x 2 mg/kg 1: ZDV i. v. 4 x 1,3
1: ZDV i. v. 4 x 1,3
borenes mg/kg für 10 d oder für 6 Wochen p. o. für 6 Wochen p. o. mg/kg für 10 d oder
mg/kg für 10 d oder
2: 4 x 2 mg/kg für 2: 4 x 2 mg/kg für 2: 4 x 2 mg/kg für
2-4-6 Wochen p. o. 2-4-6 Wochen p. o. 2-4-6 Wochen p. o.
* Kombination von primärer Kaiserschnittentbindung und antiretroviraler Prophylaxe und HIV-Therapie in der Schwangerschaft
ZDV, Zidovudin; ART, antiretrovirale Therapie; NRTI, nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren; NNRTI,
nicht nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren; AIS, Amnion-Infektions-Syndrom; Unvollständige Transmissionsprophylaxe ist im Text erläutert

Der vorstehende Beitrag wurde anlässlich einer Konsensuskonferenz in Berlin am 26. 5. 1998 von der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG), der Österreichischen AIDS-Gesellschaft (ÖAG) sowie des Robert-Koch-Instituts Berlin (RKI), der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung von HIV- und AIDS-Patienten (DAGNÄ), der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DGKJ), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), des Nationalen Referenzzentrums für Retroviren (NRZ), der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) erarbeitet.


Teilnehmer der Konsensuskonferenz:
Arasteh, K. (Berlin), Beichert, M. (Mannheim), Bergmann, F. (Berlin), Brockmeyer, N. (Bochum), (Vorsitzender der DAIG), Buchholz, B. (Mannheim), Feiterna-Sperling, C. (Berlin), Friese, K. (Rostock), Grosch-Wörner, I. (Berlin), Jäger, H. (München), Klein, E. (Berlin), Knechten, H. (Aachen), Linkens, H.J. (Berlin), Lutz-Friedrich, R. (München), Marcus, U. (Berlin), Notheis, G. (München), Obladen, M. (Berlin), Schäfer, A. (Berlin), Schaefer, C. (Berlin), Schied, B. (Wien), Schmidt, B. (Erlangen), Seel, K. (Berlin), Seyberth, H. W. (Marburg), Vocks-Hauck, M. (Berlin), Wahn, V. (Düsseldorf), Weigel, R. (Berlin)

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