ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2019Kulturkalender: Im Austausch mit dem Anderen

KULTUR

Kulturkalender: Im Austausch mit dem Anderen

PP 18, Ausgabe Juli 2019, U3

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

BERLIN

Bis 25. August:

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Dialog mit China

© Chi Peng
© Chi Peng

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Peking stehen die Fotoarbeiten von jungen Künstlern/-innen aus beiden Metropolen in einem spannenden Dialog (Bild: Chi Peng, NOW-ing, 2012, C-Print). Zudem präsentiert der in Berlin und Peking lebende Konzeptkünstler He Xiangyu, der aktuell im Chinesischen Pavillon der Biennale von Venedig vertreten ist, eine Holzskulptur mit einer Fotografie, die für den Betrachter erst auf den zweiten Blick als Abbild dieses Objekts erkennbar ist. Eine schöne Gelegenheit, interkulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Bildern der jungen Fotografengarde zu entdecken.

Museum für Fotografie, Jebensstr. 2, Di./Mi. + Fr.–So. 11–19, Do. 11–20 Uhr

LEIPZIG

23. Juli bis 3. November:

Point of no Return

30 Jahre nach dem Untergang der DDR untersucht die Ausstellung die spannende Rolle, die Malerei & Co. bei der Friedlichen Revolution und dem Umbruch in Ostdeutschland hatten. Zu sehen sind mehr als 130 Werke von drei Künstlergenerationen, die in der DDR in verschiedenen Schulen und Szenen zu Hause waren – von den 1980er-Jahren über den Mauerfall bis zur Neudefinition künstlerischen Schaffens danach. Das Spektrum der Exponate reicht von staatlich geförderten über kritisch-loyale und nonkonforme bis hin zu offen dissidentischen Positionen.

Museum der Bildenden Künste, Katharinenstr. 10, Di. + Do–So. 10–18, Mi. 12–20 Uhr

MÜNSTER

Bis 8. September:

Sean Scully. Vita Duplex

Sean Scully, 1945 in Dublin geboren und in London aufgewachsen, ist einer der international wichtigsten Protagonisten und Interpreten der abstrakten Kunst. Mit knapp 100 Werken von den 1960er-Jahren bis heute gibt die Retrospektive Einblick in sein vielseitiges Werk: Acryl- und Ölgemälde auf Leinwand und Aluminium, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen, Skizzenbücher, Druckgrafiken auf Papier, Fotografien sowie drei große Skulpturen im Innen- und Außenraum, die erstmals in Deutschland zu sehen sind.

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, Di.–So. 10–18, 2. Fr. im Monat 10–24 Uhr (2. Fr. ab 18 Uhr Eintritt frei)

RAVENSBURG

Bis 29. September:

Im Selbstgespräch mit dem Anderen

Das Gesicht als Medium zwischen dem Ich und dem Anderen, als Ort des Zeigens und Verbergens steht im Zentrum der Ausstellung. Zum Beispiel Pierre Alechinsky, Marlene Dumas, Nan Goldin, Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Jürgen Klauke, Edvard Munch, Arnulf Rainer, John Smith, Bettina Rheims und Karl Schmidt-Rottluff haben es als Schauplatz von Emotionen dargestellt, die ebenso vom jeweiligen Selbstbild des Porträtierten wie von gesellschaftlichen Vorstellungen geprägt sind.

Kunstmuseum Ravensburg, Burgstr. 9, Di.–So. 11–18, Do. 11–19 Uhr

Schwäbisch Hall

Bis 15. September

Von Matisse bis Louise Bourgeois

Mit sensationellen 200 Leihgaben ist die großartige Sammlung des Musée d’Art moderne de la Ville de Paris im Museum Würth zu Gast. Die französische Sicht auf die Kunstgeschichte der Moderne beginnt um 1900 mit den Vertretern des legendären Künstlerviertels Montmartre – den damals noch unbekannten Bohemiens wie Pablo Picasso, Kees van Dongen oder Marie Laurencin – und erstreckt sich bis zu den Nouveaux Réalistes der 1960er-Jahre wie etwa Yves Klein oder Jean Tinguely.

Kunsthalle Würth, Lange Str. 35, tgl. 10–18 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Mediziner als Künstler

© Brigitte Gerlach
© Brigitte Gerlach

Die 19. Ausstellung „Mediziner & Malerei“ findet 2019 in Halle an der Saale statt. Mehr als 40 Ärztinnen/Ärzte und medizinwissenschaftlich Tätige präsentieren Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien sowie bildhauerische Werke (Bild: Brigitte Gerlach, „Aggression“, Pastell auf Papier). Obwohl die Exponate in ihrer Freizeit entstanden und nur ein kleiner Teil der Mediziner eine künstlerische Zusatzausbildung absolviert hat, dürfen sehr reizvolle, spannende Arbeiten erwartet werden. Die Ausstellungsreihe wurde vor mehr als 30 Jahren von Dr. med. Peter Erdmenger und seiner Frau in Köthen in der ehemaligen DDR ins Leben gerufen. Etwa 250 Mediziner haben bisher über die Interessengemeinschaft „Mediziner & Malerei“ ihre Werke gezeigt – nach dem Mauerfall auch an vielen Orten im Westen.
Mediziner & Malerei“, Stadtmuseum Halle, Große Märkerstr. 10, Halle (Saale), Di.–So.10–17 Uhr (6. Juli bis 4. August)

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