ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2000Rehabilitation: Reform beabsichtigt

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Rehabilitation: Reform beabsichtigt

Dtsch Arztebl 2000; 97(4): A-125 / B-109 / C-105

Clade, Harald

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LNSLNS Die vor einem Jahr eingesetzte "Koalitionsarbeitsgruppe Behindertenpolitik" unter Leitung des SPD-
Bundestagsabgeordneten und Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Hermann Haack, hat ein Eckpunktepapier zur Einordnung des Rehabilitations- und Schwerbehindertenrechts in das Sozialgesetzbuch IX fertiggestellt. Dieses wird inzwischen von den Fachverbänden und Behindertenorganisationen erörtert.
Noch im Laufe des Frühjahrs 2000 soll ein erster Diskussionsentwurf erarbeitet werden, um das bereits mehr als 12 Jahre erörterte Projekt vorwärts zu bringen. Neuregelungen und Leistungserweiterungen werden voraussichtlich unter dem strikten Vorbehalt der Finanzierbarkeit gestellt. Vorrangig sollen Vereinfachungen und Kosteneinsparungen im bestehenden System realisiert werden. Das Rehabilitations- und Schwerbehindertenrecht soll besser koordiniert und transparenter gestaltet werden. Geplant sind neue Strukturen zur integrierenden Versorgung.
Die für die Durchführung und Finanzierung der medizinischen Rehabilitation unterschiedlichen Sozialleistungsträger haben inzwischen Lösungskonzepte erarbeitet, nach denen die Aufgaben der Rehabilitationsträger neu geordnet und intensiviert werden sollen. Auch der 102. Deutsche Ärztetag beschloss im Mai 1999 in Cottbus ein Initiativkonzept zur Neuordnung der medizinischen Rehabilitation. Dieses fordert die aktive Einschaltung der Ärzteschaft in die Rehabilitation.
Nach den derzeitigen Absichten der Koalitionsgruppe sollen vorrangig folgende Aufgaben angegangen werden: Einrichtung von Auskunfts- und Beratungsstellen, Entwicklung eines trägerübergreifenden RehabilitationsManagements, umfassendere Versorgungsregelungen sowie eine Festlegung einer Zeitschiene für die Umsetzung der gesetzlichen Neuregelungen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) in Frankfurt/Main soll die neuen gesetzlich konkretisierten Aufgaben der Träger umsetzen. Die Arbeitsgemeinschaft soll insbesondere trägerübergreifend verbindliche Qualitätsstandards erarbeiten und Verfahren zur Rehabilitation sowie zur Eingliederung auf den verschiedenen Versorgungsebenen entwickeln. Dr. Harald Clade
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