Supplement: Perspektiven der Infektiologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2019; 116(29-30): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Die Empfehlungen zur antimikrobiellen Chemotherapie unterliegen aus mehreren Gründen einem kontinuierlichen Wandel: Das Durchschnittsalter der Patienten steigt, es treten häufiger infektiologische Probleme bei Grunderkrankungen auf und die Zahl der Patienten mit geschwächtem Immunsystem nimmt zu. Hinzu kommt, dass sich die Resistenzlage bei einigen Erregern zwar kaum geändert hat, bei anderen aber sich dramatische Veränderungen vollzogen haben. Dies alles gilt es bei der Entscheidung für eine Antibiotikatherapie zu bedenken.

Wurden Antibiotika früher zu oft, zu lange und zu unspezifisch eingesetzt, gilt heute „so lange wie nötig – so kurz wie möglich“. Denn inzwischen weiß man, dass bei bestimmten Infektionen eine kürzere Einnahmezeit genauso wirksam ist wie eine längere. Grundsätzlich aber steht am Anfang des Entscheidungsprozesses für die Auswahl eines Antibiotikums immer die Frage, ob eine antibiotische Therapie überhaupt notwendig ist, einen verlängerten Krankheitsverlauf abkürzen kann oder einen fatalen Verlauf zu verhindern vermag. Viele Daten weisen darauf hin, dass bei einer Reihe von Erkrankungen eine antibiotische Therapie keinen wesentlichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf hat.

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Das Thema „rationale Antibiotikatherapie“ bildet einen Schwerpunkt in dieser Ausgabe der Perspektiven der Infektiologie & Immunologie, um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen aktuellen Überblick zu geben.

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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