ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2019Katja Becker: Erste Präsidentin der DFG

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Katja Becker: Erste Präsidentin der DFG

Richter-Kuhlmann, Eva

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Katja Becker, Foto: DFG Möller
Katja Becker, Foto: DFG Möller

An der Spitze der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) steht ab 2020 erstmals eine Frau. Die Mitgliederversammlung der DFG wählte Anfang Juli in Rostock die Biochemikerin und Medizinerin Prof. Dr. Katja Becker (54) von der Justus-Liebig-Universität Gießen zu ihrer neuen Präsidentin. Becker folgt damit auf den Germanisten Prof. Dr. Peter Strohschneider, der seit 2013 DFG-Präsident ist und nach zwei Amtsperioden turnusmäßig ausscheidet.

Innerhalb Deutschlands größter Forschungsförderorganisation hat sich Becker bereits einen Namen gemacht: Seit 2014 ist sie DFG-Vizepräsidentin und Vorsitzende der Ständigen Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung. Von 2009 bis 2012 war sie an ihrer Gießener Heimatuniversität Vizepräsidentin für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

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Becker studierte in Heidelberg Humanmedizin und habilitierte sich für das Fach Biochemie. Parallel zu ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit, unter anderem am Biochemiezentrum der Universität Heidelberg und an der Universität Sydney, arbeite Becker als Ärztin in Basel, Oxford und Nigeria sowie an der Kinderklinik der Universität Heidelberg. Seit 2000 hat sie eine Professur für Biochemie und Molekularbiologie in Gießen. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt dem zellulären Thiolstoffwechsel, der Struktur und Funktion redoxaktiver Proteine sowie der Medikamentenentwicklung gegen Tumor- und Infektionskrankheiten, insbesondere gegen die tropische Malaria. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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