ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2019Stammzelltransplantationen: Mortalität sinkt mit Häufigkeit der erbrachten Leistung

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Stammzelltransplantationen: Mortalität sinkt mit Häufigkeit der erbrachten Leistung

Dtsch Arztebl 2019; 116(29-30): A-1357 / B-1121 / C-1105

Hillienhof, Arne

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Bei Stammzelltransplantationen könnten Mindestmengen empfehlenswert sein. Foto: Science Photo Library/PHANIE VOISIN
Bei Stammzelltransplantationen könnten Mindestmengen empfehlenswert sein. Foto: Science Photo Library/PHANIE VOISIN

Bei Stammzelltransplantationen wegen einer malignen hämatologischen Erkrankungen besteht ein Zusammenhang zwischen der Mortalität im Verlauf der Behandlung und der Häufigkeit, mit der ein Ärzteteam die Transplantation vornimmt. Das zeigt ein Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Das IQWiG stützt sich dabei im Wesentlichen auf eine Studie. Zwei weitere untermauerten das Ergebnis auch im Hinblick auf die Leistungsmenge der Krankenhäuser, wie es hieß. Allerdings sind diese beiden Studien dem IQWiG zufolge unter methodischen Gesichtspunkten weniger aussagekräftig. „Bei der Sterblichkeit sehen wir für Stammzelltransplantationen einen positiven Zusammenhang zwischen Leistungsmenge und Behandlungserfolg“, sagte IQWiG-Projektleiterin Eva Höfer. Allerdings müsse offen bleiben, ob und welche Auswirkungen die Festlegung von konkreten Mindestmengen auf die Versorgung von Patienten nach Stammzelltransplantationen habe. Seit 2003 legt der Gemeinsame Bundes­aus­schuss für bestimmte planbare stationäre Leistungen Mindestmengen fest. Kliniken dürfen diese Leistungen seither nur dann erbringen und abrechnen, wenn sie die festgesetzten Mindestmengen erreichen. Seit 2016 ist für diese Festlegung nur noch eine Studienlage erforderlich, die auf einen „wahrscheinlichen Zusammenhang hinweist“. hil

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