ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2019Hebammen: Bundesregierung erkennt keinen generellen Mangel

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Hebammen: Bundesregierung erkennt keinen generellen Mangel

Maybaum, Thorsten

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Die Hebammensuche soll eine Liste beim GKVSpitzenverband erleichtern. Foto: picture alliance/Westend61
Die Hebammensuche soll eine Liste beim GKVSpitzenverband erleichtern. Foto: picture alliance/Westend61

Die Bundesregierung will keinen bundesweiten Hebammenmangel bestätigen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor. Für einen generellen Mangel an Hebammen liegen der Regierung zufolge „keine verlässlichen Daten“ vor, die die „pauschale Annahme“ eines „akuten Mangels“ belegen würden. Verschiedene Bundesländer hätten Gutachten in Auftrag gegeben, um die Versorgungslage beurteilen zu können. Dabei komme ein Teil zum Ergebnis, dass es keine Probleme bei der Versorgung gebe. Andere bejahten hingegen einen Engpass in bestimmten Regionen. Für die FDP-Gesundheitsexpertin Katrin Helling-Plahr, Mitglied im Gesundheits- und Rechtsausschuss, ist die Antwort nicht nachvollziehbar. „Die Bundesregierung scheint die Auffassung zu vertreten, es gäbe gar keinen akuten Hebammenmangel. Mit dieser Ansicht dürfte sie gegenwärtig wohl ziemlich allein dastehen“, sagte sie.

Unterdessen hat der GKV-Spitzenverband auf seiner Internetseite eine Hebammenumkreissuche bereitgestellt (http://daebl.de/CA12). Der Gesetzgeber hatte die Krankenkassen damit beauftragt, um die Suche nach Hebammen zu erleichtern. Die Hebammenliste soll monatlich aktualisiert werden. Datenbasis sind die eigenen Angaben der Hebammen. Meldungen erfolgen über die Verbände oder die Hebammen an den GKV-Spitzenverband. may

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