ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2019Schwangerschaftsabbrüche: Liste mit Ärzten, Kliniken und Einrichtungen online

AKTUELL

Schwangerschaftsabbrüche: Liste mit Ärzten, Kliniken und Einrichtungen online

Dtsch Arztebl 2019; 116(31-32): A-1411 / B-1167 / C-1151

Maybaum, Thorsten; EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hat auf ihrer Internetseite eine Liste veröffentlicht, welche Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen in Deutschland Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Darauf hat die BÄK hingewiesen. Die Liste wird auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.familienplanung.de bereitgestellt und gemeinsam monatlich aktualisiert. Hintergrund der Liste ist eine Ergänzung des § 219 a, der Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verbietet, die Bundestag und Bundesrat in diesem Jahr beschlossen haben. Demnach dürfen Ärzte und Kliniken öffentlich informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, ohne aber näher ins Detail zu gehen. Dafür muss an öffentliche Stellen wie die BÄK verwiesen werden. Diese müssen eine Liste führen, die stetig aktualisiert wird. „Die Neuregelung des Strafgesetzparagrafen 219 a schafft die für alle Beteiligten dringend notwendige Rechtssicherheit bei der Information zum Schwangerschaftsabbruch“, sagte BÄK-Präsident Dr. med. (I) Klaus Reinhardt. Diese Liste helfe Frauen in Notlagen bei der Suche nach ärztlicher Hilfe in ihrer Nähe. Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen können die Aufnahme in die Liste online (http://daebl.de/TL16) beantragen. Ein mehrstufiger Registrierungs- und Verifizierungsprozess soll sicherstellen, dass alle Angaben korrekt sind. Nutzer des elektronischen Arztausweises haben die Möglichkeit, sich mit dessen Hilfe nach der Onlineregistrierung elektronisch anzumelden. Alle anderen Ärzte erhalten die Anmeldeunterlagen nach der Onlineregistrierung auf dem Postweg. may/EB

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema