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Randnotiz: Superklinikum

Dtsch Arztebl 2019; 116(31-32): A-1411 / B-1167 / C-1151

Maybaum, Thorsten

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Die Bertelsmann Stiftung hat mit ihrer Aussage, dass 600 Krankenhäuser bundesweit für die Versorgung ausreichen, eine Debatte losgetreten. Dafür gab es viel Gegenwind, aber auch Zustimmung – und es scheint so, als hätte sich nahezu jeder mit der Studie befasst – auch das ernsteste Nachrichtenportal der Republik: Der Postillion (http://daebl.de/ZM43). „Bertelsmann-Studie empfiehlt Schließung aller Krankenhäuser bis auf eine Superklinik in der Mitte von Deutschland“, titelte das Satireportal. Eine Superklinik mit 400 000 Betten nahe dem thüringischen Eisenach wäre nicht nur kosteneffizient und hochprofitabel, sondern würde auch den Personalmangel aufgrund der Zusammenlegung auf einen Standort sofort beheben, schreibt der Postillion. Zudem könne jeder Patient zu 100 Prozent sicher sein, im besten Krankenhaus des Landes behandelt zu werden. Die Autoren des Postillion sind auch der Meinung, dass Entfernungen keine Rolle mehr spielen. So sei das alte Mantra, dass jeder nur maximal 30 Minuten vom nächsten Krankenhaus entfernt leben sollte, überholt. „Wenn dort kein Facharzt verfügbar ist oder nicht die passenden Geräte vor Ort sind, hat die Klinik einen gravierenden Qualitätsnachteil. Die meisten Patienten würden es sicher bevorzugen, im Falle eines Herzinfarkts lieber 500 Kilometer weiter transportiert zu werden, um dann aber von den besten Spezialisten Deutschlands behandelt zu werden.“ Menschen, die besonders weit von der Superklinik entfernt leben, sollten im Idealfall schon mehrere Stunden vor einem lebensbedrohlichen Notfall einen Krankenwagen rufen. Ein interessanter Ansatz für die Notfallversorgung...

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