ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2019Heinrich Geidel: Ärztlicher Lehrer mit Leib und Seele

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Heinrich Geidel: Ärztlicher Lehrer mit Leib und Seele

Dtsch Arztebl 2019; 116(31-32): A-1447 / B-1195 / C-1179

Ollenschläger, Günter

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Heinrich Geidel, Foto: privat
Heinrich Geidel, Foto: privat

Prof. Dr. med. Heinrich Geidel, ehemaliger Chefarzt in Dresden und Mitbegründer der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, wird am 6. August 90 Jahre alt. Nach Medizinstudium und Facharztweiterbildung in Jena war er von 1961 bis zu seiner Pensionierung 1994 an der I. Medizinischen Klinik des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt als Rheumatologe tätig – ab 1976 als Chefarzt. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Haus zu einer weit über Dresden hinaus bekannten Spezialklinik für rheumatische Erkrankungen. Geidel habilitierte sich 1980 und wurde 1983 Dozent der Akademie für Ärztliche Fortbildung der DDR. Erst nach der Wende erfolgte die Ernennung zum Professor, weil er die dafür in der DDR notwendige Mitgliedschaft in der SED ablehnte. Nach dem Mauerfall beteiligte sich Geidel am Aufbau der ärztlichen Selbstverwaltung in Sachsen – als Gründungs- und Vorstandsmitglied der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, als Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fortbildung Sachsen und als Mitglied des Fortbildungsausschusses der Bundes­ärzte­kammer. Von 1995 bis 2012 war er Mitherausgeber der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen.

Die Wegbegleiter von Heinrich Geidel erwähnen immer wieder seine außergewöhnliche Begabung als ärztlicher Lehrer. Generationen von Patienten, Studierenden und von angehenden Ärztinnen und Ärzten haben von seinem Wissen, seinen Erfahrungen und seiner Begeisterung für den ärztlichen Beruf profitieren dürfen. Heinrich Geidel ist Träger der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundes­ärzte­kammer.

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 Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Günter Ollenschläger

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