ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2019Kulturkalender: Formen und Farbsymphonien

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Kulturkalender: Formen und Farbsymphonien

PP 18, Ausgabe August 2019, U3

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

MÜNSTER

Bis 29. September:

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Abstraktion in Frankreich

Das Licht spielte eine herausragende Rolle in der Bildsprache französischer Nachkriegskünstler wie Jean Bazaine, Roger Bissière, Alfred Manessier, Jean le Moal und Gustave Singier. Mit rund 100 Gemälden und Zeichnungen präsentiert die Ausstellung „Durch das Licht – Abstraktion in Frankreich“ diese kreative Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg eigenständige Formen und Farbsymphonien jenseits der Figürlichkeit entwickelte. Die Künstler schufen dabei auch viele bedeutende Glasmalereien, unter anderem für Fenster in Kirchen wie Sankt Gereon in Köln und die Bremer Liebfrauenkirche. Die Exponate stammen aus französischen und Schweizer Sammlungen.

Kunstmuseum Pablo Picasso, Picassoplatz 1,

Di.–So. 10–18 Uhr

POTSDAM

Bis 6. Oktober:

Wege des Barock

© Gallerie Nazionali di Arte Antica – Bibliotheca Hertziana; Foto: Enrico Fontolan
© Gallerie Nazionali di Arte Antica – Bibliotheca Hertziana; Foto: Enrico Fontolan

Salvator Rosas großartiges Ölgemälde „Die Dichtkunst“ aus den 1640er-Jahren (Bild) ist zusammen mit mehr als 50 weiteren Meisterwerken aus dem Palazzo Barberini und der Galleria Corsini in Rom diesen Sommer zu Gast in Potsdam. Die Ewige Stadt avancierte im 17. Jahrhundert zur Geburtsstätte der europäischen Barockmalerei: Zumindest zeitweise hielten sich hier die hervorragendsten Künstler aus dem In- und Ausland auf, Papst und Klerus vergaben reichlich Aufträge. Der Begründer des neuen Stils war Caravaggio mit seiner realistischen Hell-Dunkel-Malerei. Sein berühmtes Gemälde „Narziss“ ist eines der Highlights der Schau.

Museum Barberini, Humboldtstr. 5–6, tgl.
(außer Di.) 10–19, 1. Do. im Monat 10–21 Uhr

Saarbrücken

24. August bis 17. November:

Hans-Peter Feldmann – 100 Jahre

Seine aufsehenerregende Serie von Schwarz-Weiß-Fotos „100 Jahre“ wurde unter anderem 2004 im Museum of Modern Art in New York gezeigt, aktuell ist sie im Saarlandmuseum ausgestellt: Der 1941 in Hilden geborene Foto- und Konzeptkünstler Hans-Peter Feldmann porträtierte dafür von 1996 bis 2000 genau 101 Personen aus seinem Familien- und Freundeskreis: Jede repräsentiert jeweils ein Lebensjahr – und die gesamte Reihe das Werden und Ver-gehen menschlichen Lebens.

Saarlandmuseum, Mod. Galerie, Bismarck-
str. 11–15, Di.–So. 10–18, Mi. 10–20 Uhr

SCHLESWIG

Bis 20. Oktober:

Impressionist des Nordens

Zunächst war der 1855 in Schleswig-Holstein geborene Hans Olde Landwirt. In München studierte er dann gegen den heftigen Widerstand des Vaters Malerei und war zusammen mit Lovis Corinth Gründungsmitglied der Münchener Sezession. Bereits in der Ausbildung entwickelte er seinen Stil, der stark vom französischen Impressionismus beeinflusst war. Die umfassende Ausstellung auf Schloss Gottorf zeigt seine Landschaften, Hafenbilder und Dichterporträts, darunter auch Oldes berühmtes Nietzsche-Porträt, das bis heute das Bild des Philosophen prägt.

Museum für Kunst- und Kulturgeschichte,
Schloss Gottorf, Schlossinsel 1,
Di.–Fr.10–17, Sa./So. 10–18 Uhr

WUPPERTAL

24. August bis 24. November:

Joan Miró im Skulpturenpark

Im Mittelpunkt der Open-Air-Schau im Skulpturenpark Waldfrieden steht das Spätwerk des spanischen Künstlers mit einer Auswahl seiner bildhauerischen Arbeiten. Die Exponate stammen aus dem renommierten Yorkshire Sculpture Park, Wakefield, sowie der Successió Miró, Palma de Mallorca, die drei Dauerleihgaben beisteuerte. Neben Ölgemälden und Keramiken schuf Joan Miró in seinem Leben rund 500 Skulpturen: Viele entstanden auf Mallorca, wo der Katalane von 1956 bis zu seinem Tod 1983 lebte.

Skulpturenpark Waldfrieden, Hirschstr. 12,

Di.–So. 11–18 Uhr (April bis Oktober),
Fr.–So. 11–17 Uhr (November bis März)

Sabine Schuchart

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