ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2019Arzneimittelreport: Analyse der Barmer zeigt erhebliche Impflücken bei Kindern

AKTUELL

Arzneimittelreport: Analyse der Barmer zeigt erhebliche Impflücken bei Kindern

Dtsch Arztebl 2019; 116(33-34): A-1458 / B-1206 / C-1190

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
3,3 Prozent der Kinder in Deutschland sind bis zum 2. Lebensjahr gänzlich ungeimpft. Foto: Viacheslav Iakobchuk/stock.adobe.com
3,3 Prozent der Kinder in Deutschland sind bis zum 2. Lebensjahr gänzlich ungeimpft. Foto: Viacheslav Iakobchuk/stock.adobe.com

Die Impflücken bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland sind offenbar größer als gedacht. Das zeigt der Arzneimittelreport 2019 der Barmer, der sich auf Daten von 2017 bezieht. Danach haben 3,3 Prozent der 2015 geborenen Kinder in ihren ersten beiden Lebensjahren keine der 13 Impfungen erhalten, die die Ständige Impfkommission empfiehlt. Damit gibt es den Hochrechnungen der Kasse zufolge deutschlandweit knapp 26 000 zweijährige Mädchen und Jungen ohne jegliche Impfung. Auch in ihrem sechsten Lebensjahr haben den Daten zufolge etliche Kinder noch niemals eine Impfung erhalten. Bundesweit Spitzenreiter ist Bayern: Dort sind 3,5 Prozent der Kinder auch mit sechs Jahren noch gänzlich ungeimpft¸ während dies in Brandenburg nur auf 1,2 Prozent der Sechsjährigen zutrifft. Die niedrige Impfquote mache die Ausrottung bestimmter Infektionskrankheiten unmöglich, sagte Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Nötig seien Kampagnen, um Impfskepsis und Ängste abzubauen sowie Fortbildungen für Ärzte, um den Dialog mit Skeptikern zu trainieren. Bei der Vorstellung der Daten wies die Barmer auch auf Unterschiede zu Zahlen des Robert-Koch-Instituts hin. Dieses ermittelt die Impfquoten anhand vorgelegter Impfpässe zur Schuleingangsuntersuchung. Neun Prozent der Schüler legten aber keinen Impfpass vor. ER

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema