ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2019Außerklinische Intensivpflege: Bessere Versorgung von Beatmungspatienten geplant

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Außerklinische Intensivpflege: Bessere Versorgung von Beatmungspatienten geplant

Dtsch Arztebl 2019; 116(33-34): A-1456 / B-1204 / C-1188

Maybaum, Thorsten; KNA; dpa

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Die außerklinische Beatmung soll bei Erwachsenen künftig in der Regel nicht mehr zu Hause erfolgen. Foto: dpa
Die außerklinische Beatmung soll bei Erwachsenen künftig in der Regel nicht mehr zu Hause erfolgen. Foto: dpa

Zugang und Leistungen der medizinischen Rehabilitation sollen erleichtert, die Qualitätsanforderungen an die außerklinische Intensivpflege deutlich erhöht werden. Beides sieht ein Referentenentwurf eines Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetzes aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vor, der dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt. In dem Entwurf heißt es, insbesondere bei der ambulanten Versorgung von Beatmungspatienten müsse von einer Fehlversorgung ausgegangen werden. Das gelte auch für das Potenzial zur Beatmungsentwöhnung. Zudem bestünden Fehlanreize in der Vergütung. Das verursache hohe Kosten für die Versichertengemeinschaft und Einbußen bei der Lebensqualität der Betroffenen. Der Gesetzentwurf sieht daher vor, dass die außerklinische Intensivpflege mit Beatmung in den eigenen vier Wänden nur noch die absolute Ausnahme sein darf. Bis zum 18. Lebensjahr soll sie die Regel bleiben. „Die Leistungen der außerklinischen Intensivpflege werden künftig regelhaft in vollstationären Pflegeeinrichtungen (...) oder in speziellen Intensivpflege-Wohneinheiten, die strengen Qualitätsanforderungen unterliegen, erbracht“, heißt es im Entwurf. Für Pflege-WGs sollen die Qualitätsanforderungen massiv steigen. Krankenhäuser sollen die Beatmungsentwöhnung dagegen besser bezahlt bekommen. Vorgesehen ist auch, den Zugang zur geriatrischen Rehabilitation zu vereinfachen. Eine Prüfung der medizinischen Erforderlichkeit der Verordnung soll durch die Kassen nicht mehr erfolgen. Abgewichen werden kann nur noch durch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Kran­ken­ver­siche­rung. may/kna/dpa

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