ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2019IT-Ratgeber: Mobile Kartenterminals – Was passiert bei einem Arztwechsel oder wenn keine Hausbesuche mehr erfolgen?

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IT-Ratgeber: Mobile Kartenterminals – Was passiert bei einem Arztwechsel oder wenn keine Hausbesuche mehr erfolgen?

Dtsch Arztebl 2019; 116(33-34): A-1502 / B-1238 / C-1218

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Der Anspruch auf ein mobiles Kartenterminal für die Tele­ma­tik­infra­struk­tur hängt unter anderem mit den Hausbesuchen einer Praxis zusammen. Daher ist es relevant, wenn ein Arzt die Praxis verlässt oder keine Hausbesuche mehr durchführt.

Hört ein Arzt in einer Praxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) auf zu arbeiten, kann das von ihm angeschaffte mobile Kartenterminal von einem Kollegen weiter genutzt werden. Die laufenden Betriebskosten, insbesondere für den zusätzlichen Praxisausweis (SMC-B-Karte), werden weiter finanziert. Denn der Ausweis ist nicht an den Arzt, sondern an die Praxis beziehungsweise das MVZ gebunden.

Dabei spielt die Laufzeit des Zertifikates für den zusätzlichen Praxisausweis eine Rolle (in der Regel fünf Jahre), der für den Betrieb eines mobilen Kartenterminals benötigt wird. Nach Ablauf des Zertifikates sind die Voraussetzungen für ein mobiles Kartenterminal grundsätzlich neu nachzuweisen.

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Mobile Kartenterminals für Hausbesuche

Denn Anspruch auf ein mobiles Kartenterminal haben Vertragsärzte mit mindestens hälftiger Zulassung nur dann, wenn sie im vergangenen oder aktuellen Quartal mindestens drei Hausbesuche durchgeführt oder einen Kooperationsvertrag zur Pflegeheimversorgung abgeschlossen haben. Daneben erhalten noch Anästhesisten, die Patienten in der Praxis eines anderen Arztes betreuen, ein mobiles Kartenterminal. Die Anschaffung wird mit 350 Euro finanziert.

Hinweis zu ausgelagerten Praxisräumen

Auch in ausgelagerten Praxisräumen – sie werden nicht mit Konnektor und stationären Kartenterminals ausgestattet – kommen mobile Kartenterminals zum Einsatz. Die Praxisinhaber erhalten deshalb ebenfalls die entsprechenden Finanzierungspauschalen.

Wird die Praxisstätte geschlossen, verbleibt das mobile Kartenterminal in der Hauptpraxis; die Betriebskosten für die SMC-B-Karte werden ebenfalls grundsätzlich bis zum Ablauf des Zertifikats weiter gezahlt. Bei Eröffnung einer neuen ausgelagerten Praxisstätte kann das Gerät dort weiter genutzt werden.

Kein Anspruch für Weiterbildungsassistenten und Juniorpartner

Da ausschließlich Ärzte mit einer mindestens hälftigen Zulassung die Kosten für ein mobiles Kartenterminal erstattet bekommen, haben beispielsweise Weiterbildungsassistenten keinen Anspruch. Denn sie verfügen nicht über eine eigene Zulassung.

Gleiches gilt für das Jobsharing: Solange der Juniorpartner nur eine beschränkte Zulassung abhängig vom Seniorpartner hat, hat er keinen Anspruch auf ein eigenes mobiles Kartenterminal. Weiterbildungsassistenten und Juniorpartner können aber selbstverständlich das mobile Kartenterminal und die TI-Infrastruktur der Praxis im Rahmen ihrer Tätigkeit nutzen. KBV

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