ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2019Krankenhaus: Bündnis will Pflegebedarf messen

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Krankenhaus: Bündnis will Pflegebedarf messen

Dtsch Arztebl 2019; 116(33-34): A-1457 / B-1205 / C-1189

Osterloh, Falk

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Der Bedarf an Pflegekräften im Krankenhaus soll mit einem speziellen Instrument ermittelt werden. Foto: picture alliance/Phanie
Der Bedarf an Pflegekräften im Krankenhaus soll mit einem speziellen Instrument ermittelt werden. Foto: picture alliance/Phanie

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Gewerkschaft Verdi wollen gemeinsam ein Instrument zur Bemessung des Pflegebedarfs in den deutschen Krankenhäusern auf den Weg bringen. Das erklärten die drei Partner Mitte August bei der Vorstellung eines entsprechenden Eckpunktepapiers vor Journalisten in Berlin.

Grundlage dieses Pflegepersonalbemessungsinstruments (PPBI) soll die Pflegepersonal-Regelung (PPR) sein, die in den 1990er-Jahren entwickelt wurde, um den Personalbedarf in der Krankenpflege zu messen und auf diese Weise den Personalmangel in der Pflege zu beheben. Gemessen wurde allerdings nicht die tatsächlich erbrachte Pflegeleistung, sondern die Leistung, die sich aus dem Pflegebedarf des Patienten ergab. Dabei wurden die Bedarfe in „Allgemeine Pflege“ und „Spezielle Pflege“ unterteilt. Anhand von Tätigkeitsprofilen wurden Minutenwerte errechnet und Zeitwerte anhand von Studien und Erfahrungen aus der Praxis ermittelt. „Das Instrument geht einher mit der täglichen Bestimmung des Pflegeaufwands, das dadurch die notwendige Anzahl von Pflegekräften ermittelt“, erklärte Andrea Lemke, Mitglied des DPR-Präsidiums. Derzeit arbeiten die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und Verdi daran, die PPR zu aktualisieren. Bis zum Ende dieses Jahres soll dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium ein konkreter Vorschlag präsentiert werden. fos

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