Supplement: Perspektiven der Onkologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2019; 116(35-36): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

Mit den Möglichkeiten der molekularen Diagnostik sind Genveränderungen im Tumorgewebe nachweisbar, die einem Teil der Krebspatienten ein sehr präzises therapeutisches Vorgehen erlauben. Solche „präzisionsonkologischen“ Therapien setzen selektiv an der genetischen Alteration respektive am jeweiligen Genprodukt an, das zur Entstehung und zum Wachstum eines Tumors führt. Damit wird die Chemotherapie mehr und mehr in den Hintergrund treten.

„Voraussichtlich werden wir bereits in 5 Jahren schon vor Beginn der First-Line-Therapie molekular testen. Nur die Patienten, bei denen keine adressierbaren Zielstrukturen identifiziert werden können, werden dann noch ausschließlich eine Chemotherapie erhalten“, skizziert Prof. Dr. Thomas Seufferlein vom Universitätsklinikum Ulm die Entwicklung der Onkologie und empfiehlt: „Patienten in einem fortgeschrittenen Tumorstadium mit gutem Allgemeinzustand, für die keine weitere etablierte Therapieoption zur Verfügung steht, sollten von einem molekularen Tumorboard begutachtet werden.“

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Angesichts der rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet der zielgerichteten molekularen Diagnostik möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen aktuellen Überblick bieten. Entscheidend für ihren flächendeckenden Einsatz ist jedoch nicht die technische Machbarkeit, sondern ihre qualitätsgesicherte Durchführung und Einbettung in den interdisziplinären Klinikalltag.

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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