ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2019Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation bei Krebs

MEDIZIN: Originalarbeit

Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation bei Krebs

Eine clusterrandomisierte Multicenterstudie

Work-related medical rehabilitation in cancer—a cluster-randomized multicenter study

Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 592-9; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0592

Fauser, David; Wienert, Julian; Zomorodbakhsch, Bijan; Schmielau, Jan; Biester, Irene; Krüger, Hans-Ulrich; Presl, Angelika; Bethge, Matthias

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Hintergrund: Aktuelle Leitlinien empfehlen rehabilitative Maßnahmen zur Behandlung von onkologischen Krankheits- und Therapiefolgestörungen. Um die berufliche Teilhabe von Krebsüberlebenden noch besser zu unterstützen, wird in Deutschland derzeit die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation erprobt. Die clusterrandomisierte Multicenterstudie untersuchte die Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Rehabilitation (Deutsches Register Klinischer Studien: DRKS00007770).

Methodik: 484 onkologische Rehabilitanden im erwerbsfähigen Alter wurden rekrutiert und zufällig der Interventionsgruppe ([IG]; medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation) oder der Kontrollgruppe (KG) zugewiesen. Primäres Zielkriterium war die selbst eingeschätzte Rollenfunktion ein Jahr nach Rehabilitationsende, erfasst mit dem Fragebogen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC QLQ-C30). Weitere Endpunkte waren Symptom- und Funktionsskalen, subjektive Arbeitsfähigkeit, Krankheitsbewältigung und die Rückkehr in Arbeit. Medizinisches Personal und Rehabilitanden waren nicht verblindet.

Ergebnisse: Ein Jahr nach Rehabilitationsende wurden die Daten von 379 Teilnehmern der letzten Nacherhebung ausgewertet. Interventions- und Kontrollgruppe unterschieden sich weder im primären Zielkriterium Rollenfunktion (IG = 60,8 vs. KG = 57,6 von maximal 100 Punkten; p = 0,204) noch in den sekundären Zielkriterien. Die Ergebnisse der Last-Observation-carried forward-Analyse waren ähnlich. Nach 12 Monaten waren noch 28,5 % in der IG und 25,3 % in der KG arbeitsunfähig.

Schlussfolgerung: Es konnten keine klinisch relevanten Vorteile der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation nach einem Jahr dokumentiert werden. Zukünftig sollte untersucht werden, ob ein zweiter Rehabilitationsabschnitt und/oder die Begleitung ausgewählter Teilnehmer durch Fallmanager über die Rehabilitation hinaus wirksam sind.

LNSLNS

Krebs ist mit schätzungsweise 18,1 Millionen Neuerkrankungen im Jahr 2018 eine der führenden Ursachen der weltweiten Morbidität (1). Mit der frühzeitigen Erkennung und besseren Behandlungsmöglichkeiten steigt die Zahl der Krebsüberlebenden (2). In Deutschland leben aktuell je 1,3 Million Männer und Frauen, die in den vergangenen zehn Jahren eine Krebsdiagnose erhalten haben (3). Fast die Hälfte der Überlebenden ist jünger als 65 Jahre und steht somit noch im Erwerbsleben. Arbeit ist für die meisten von uns ein zentraler Teil des Lebens, nicht nur, weil sie Einkommen und materielle Sicherheit bietet, sondern auch Kontakte sowie Raum für Weiterentwicklung und Entfaltung ermöglicht. Für an Krebs erkrankte Personen ist die Rückkehr in Arbeit häufig ein Zeichen dafür, dass wieder Normalität einkehrt. Sie wird als ein wichtiger Schritt bei der Bewältigung dieses bedrohlichen Ereignisses wahrgenommen (4, 5). Dabei gelingt in den ersten zwei Jahren nach Diagnosestellung acht von zehn Betroffenen die Wiederaufnahme einer Beschäftigung (6). Dennoch haben Krebsüberlebende im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe ein erhöhtes Risiko für Arbeitslosigkeit und berichten häufiger von beruflichen Teilhabeeinschränkungen (7, 8). Zudem ist eine überlebte Krebserkrankung im Kindesalter mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Arbeitslosigkeit im Erwachsenenalter assoziiert (9).

Multidisziplinäre Interventionen können die Rückkehr in Arbeit bei Krebs unterstützen. Eine systematische Übersichtsarbeit randomisierter kontrollierter Studien von de Boer et al. konnte zeigen, dass Personen, die an multidisziplinären Interventionen mit einem deutlichen Berufsbezug teilnehmen, eine höhere Wahrscheinlichkeit beruflicher Rückkehr nach einem Jahr haben als Personen, die nicht daran teilnehmen. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich von 78,6 % auf 87,2 % (5).

Aktuelle Leitlinien zu onkologischen Erkrankungen in Deutschland empfehlen rehabilitative Maßnahmen zur Behandlung von onkologischen Krankheits- und Therapiefolgestörungen (10, 11). Wesentliche Ziele dieser rehabilitativen Maßnahmen sind Wiederherstellung und Verbesserung von Erwerbsfähigkeit, die Rückkehr in Arbeit und die Verhinderung gesundheitsbedingter Frühberentungen. Die herkömmliche medizinische Rehabilitation scheint allerdings trotz dieser Ziele erwerbsbezogene Themen nicht adäquat anzusprechen (12). In den vergangenen Jahren wurden daher Rehabilitationsprogramme mit einem stärkeren Erwerbsbezug entwickelt (13). Diese richten sich an Personen, die gesundheitsbedingt nicht nur vorübergehend deutliche Teilhabeeinschränkungen aufweisen, und sollen gesundheitsbedingte Diskrepanzen von arbeitsplatzbezogenen Fähigkeiten und Anforderungen verringern, um berufliche Teilhabe zu ermöglichen. Zur Umsetzung dieser Rehabilitationsprogramme hat die Deutsche Rentenversicherung das Anforderungsprofil zur Durchführung medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitation erarbeitet. Dieses beschreibt die Zielgruppe und definiert diagnostische und therapeutische Anforderungen (14). Eine Metaanalyse aus randomisierten kontrollierten Studien bei Personen mit Muskel-Skelett-Erkrankungen zeigt, dass Personen, die an einer medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation statt einer herkömmlichen medizinischen Rehabilitation teilgenommen haben, geringere Fehlzeiten haben (standardisierte Mittelwertdifferenz [SMD] = −0,25; 95-%-Konfidenzintervall: [−0,37; −0,12]) und nach einem Jahr häufiger wieder arbeiten. Der Anteil stabil beschäftigter Personen erhöhte sich von circa 40 % auf 60 % (13). Weitere randomisierte kontrollierte Studien bei psychischen und kardiologischen Erkrankungen zeigen ebenfalls positive Teilhabeeffekte zugunsten von Personen, die eine medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation erhalten (15, 16). Für an Krebs erkrankte Personen gibt es bislang keine randomisierten kontrollierten Studien, die sich mit den Teilhabeeffekten der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation befassen.

Ziel der vorliegenden Studie war daher die Überprüfung der Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation im Vergleich zur medizinischen Rehabilitation bei Rehabilitanden mit onkologischen Erkrankungen (17). Am Rehabilitationsende und nach drei Monaten konnten konsistent leichte Vorteile der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation gezeigt werden (18, 19). Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der Ergebnisse ein Jahr nach Rehabilitationsende. Die Manuskripterstellung folgte den „Consolidated Standards of Reporting Trials“ und den Empfehlungen zur Darstellung clusterrandomisierter Studien (eTabelle 1) (20).

Methode

Studiendesign

Die Effekte der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation im Vergleich zur medizinischen Rehabilitation wurden in einer clusterrandomisierten Multicenterstudie untersucht (17). Die Teilnehmer wurden von Juni 2015 bis September 2016 in vier stationären Rehabilitationseinrichtungen rekrutiert und bis Oktober 2017 nachbeobachtet. Teilnehmer mit gleichem Anreisetermin wurden in Gruppen zufällig der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (Interventionsgruppe; IG) oder der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation (Kontrollgruppe; KG) zugewiesen.

Das Studienprotokoll wurde von der Ethikkommission der Universität zu Lübeck (Nr. 14–289) und dem Datenschutzbeauftragten der Deutschen Rentenversicherung Bund begutachtet und positiv bewertet. Die Studie ist im Deutschen Register Klinischer Studien registriert (DRKS-ID: DRKS00007770). Eine ausführliche Darstellung der Methode und Intervention findet sich im eMethodenteil und im Studienprotokoll (17).

Einschlusskriterien

Eingeschlossen wurden 18- bis 60-jährige Krebspatienten aller onkologischen Indikationsgruppen (ICD-10: C00-D48), die die Erstbehandlung erfolgreich abgeschlossen hatten und für die mindestens eine Skala des Screening-Instruments „Beruf und Arbeit“ in der Rehabilitation auf einen berufsbezogenen Behandlungsbedarf hinwies (SIBAR; SIBAR I mind. 8 Punkte; SIBAR II: sehr belastend; SIBAR III: sehr hilfreich) (21). Alle Teilnehmer hatten einen Wert ≥ 70 % auf der Karnofsky-Performance-Status-Scale (22) und eine vorläufige positive sozialmedizinische Prognose von mindestens drei Stunden/Tag für die nächsten sechs Monate.

Intervention

Die KG erhielt eine herkömmliche medizinische Rehabilitation. Diese wurde stationär durchgeführt und beinhaltete Trainingstherapie, Physiotherapie, Sozialberatung, Ergotherapie, Ernährungsberatung, psychologische Seminare und Beratung sowie ärztliche Behandlung und Beratung. Bis auf eine grundlegende Sozialberatung, die regulärer Bestandteil der medizinischen Rehabilitation ist, erhielten Teilnehmer der KG keine weiteren berufsbezogenen Angebote. Die IG erhielt zu ihrer herkömmlichen medizinischen Rehabilitation zusätzliche berufsorientierte Module entsprechend des Anforderungsprofils der Deutschen Rentenversicherung. Diese umfassten: berufsbezogene Diagnostik, eine intensivierte Sozialberatung, berufsbezogene Gruppen und ein Arbeitsplatztraining. Im Rahmen einer vorgeschalteten Implementierungsphase wurden die Rahmenbedingungen und Mindestanforderungen für die Durchführung der einzelnen Interventionsbausteine gemeinsam mit den teilnehmenden Rehabilitationseinrichtungen erarbeitet und festgelegt (17, 23).

Zielkriterien

Primäres Zielkriterium war die selbst eingeschätzte Rollenfunktion ein Jahr nach Rehabilitationsende. Die Rollenfunktion wurde mit dem Fragebogen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC QLQ-C30) erfasst (24). Die Rollenfunktionsskala erfasst mit zwei Items, inwiefern sich die Betroffenen in Arbeit und Freizeit eingeschränkt fühlen. Eine Differenz von mindestens 10 Punkten zwischen IG und KG wurde als klinisch bedeutsam interpretiert (25).

Sekundäre Zielkriterien waren die Skalen des EORTC QLQ-C30 zur körperlichen, emotionalen und kognitiven Funktionsfähigkeit, zum allgemeinen Gesundheitszustand und zu Schmerz (24) sowie das Fatigue-Modul EORTC QLQ-FA13, das körperliche, emotionale und kognitive Fatigue sowie Probleme im täglichen Leben und soziale Folgen der Fatigue erhebt (26). Weiterhin wurden die Krankheitsverarbeitung (Freiburger Fragebogen zur Krankheitsverarbeitung [FKV] [27]), die subjektive Arbeitsfähigkeit (Work-Ability-Score [28]) und der konkrete Zeitpunkt der beruflichen Wiedereingliederung erfasst. Alle beschriebenen Zielkriterien wurden durch Selbsteinschätzungen erhoben.

Statistische Analysen

Die Behandlungseffekte wurden mit gemischten Modellen berechnet. Die Effektschätzung erfolgte unter Kontrolle des entsprechenden Werts bei der Ersterhebung und der Rehabilitationszentren, die als fester Effekt modelliert wurden. Zur Beschreibung der Gruppenunterschiede wurden standardisierte Mittelwertdifferenzen (SMD) berechnet (29) (kleiner Effekt: SMD ≥ 0,2; mittlerer Effekt: SMD ≥ 0,5; großer Effekt: SMD ≥ 0,8 [30]). Zur vergleichenden Prüfung der beruflichen Wiedereingliederung wurden Hazard Ratios (HR) bestimmt. Zudem wurden adjustierte vorhergesagte Werte berechnet, welche die vorhergesagte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Ereignisses (Rückkehr in Arbeit) innerhalb eines Jahres darstellen (31). Die Zeit bis zur Rückkehr in Arbeit wurde mittels Kaplan-Meier-Kurven dargestellt (32). Um die Heterogenität zu beschreiben, die mit den Clustern assoziiert war, wurde für jedes Zielkriterium die Intraclusterkorrelation (ICC) bestimmt (33, 34). Alle Teilnehmer wurden gemäß der beabsichtigten Behandlung analysiert („intention-to-treat“) (35). Wir führten sowohl eine Analyse für die Teilnehmer der letzten Nacherhebung durch (17, 36), als auch eine Analyse, für die die fehlenden Werte durch den Wert des letzten vorhandenen Messzeitpunkts ersetzt wurden (Last-Observation-carried-forward [LOCF]) (17, 36). Gruppenunterschiede wurden als signifikant gewertet, wenn die zweiseitige Irrtumswahrscheinlichkeit kleiner als 5 % war. Die Berechnungen wurden mit STATA 15 durchgeführt.

Ergebnisse

Stichprobe

Insgesamt wurden 484 Rehabilitanden rekrutiert und 165 Gruppen randomisiert (80 Gruppen in die IG) (Grafik 1). Die durchschnittliche Clustergröße lag in beiden Interventionsarmen bei drei Personen je Anreisewoche. Ein Jahr nach Rehabilitationsende nahmen 379 Rehabilitanden an der Nachbefragung teil (78,3 %) (197 Personen in der IG). Diese Personen verteilten sich auf 151 Gruppen (75 Gruppen in der IG). Die Stichprobenkennwerte beider Behandlungsgruppen zur Eingangsbefragung sind in Tabelle 1 aufgeführt. Beide Gruppen wiesen keine relevanten Unterschiede hinsichtlich der erhobenen Merkmale auf. Die Verteilungen der Skalenwerte wurden grafisch geprüft und waren symmetrisch (Grafik 1, Tabelle 1).

Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Grafik 1
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Stichprobenkennwerte zu Beginn der Rehabilitation
Stichprobenkennwerte zu Beginn der Rehabilitation
Tabelle 1
Stichprobenkennwerte zu Beginn der Rehabilitation

Erbrachte Behandlungsdosis

Insgesamt lag die Differenz der Therapiedosis zwischen Interventions- und Kontrollgruppe bei 16 Stunden (IG: 79 Stunden; KG: 63 Stunden). Die Gesamtdauer der Rehabilitationsprogramme in Behandlungstagen war in beiden Gruppen vergleichbar (IG: 24,7 Tage; KG: 23,8 Tage; p = 0,128). Die Anteile an Rehabilitanden, die die empfohlene Mindestdosis an berufsbezogener Diagnostik (mindestens 60 Minuten), intensivierter Sozialberatung (mindestens 90 Minuten), berufsbezogenen Gruppen (mindestens 240 Minuten) und Arbeitsplatztraining (mindestens 360 Minuten) erhalten haben, lagen bei 99,0 %, 94,4 %, 87,3 % und 90,4 %. Im Mittel wurde die vereinbarte Mindestdosis der berufsorientierten Therapien in allen Einrichtungen erfolgreich umgesetzt.

Zielkriterien

Die Rollenfunktion (primäres Zielkriterium) wurde durch die IG nach einem Jahr rund vier Punkte günstiger bewertet. Der Unterschied ist klinisch nicht als bedeutsam einzustufen und statistisch nicht signifikant. Auch für die sekundären Zielkriterien zeigten sich keine klinisch bedeutsamen Vorteile zugunsten der IG (Tabellen 2, 3, eTabelle 2). Die ermittelten Differenzen waren in der LOCF-Analyse ähnlich (Tabellen 2, 3).

Primäre und sekundäre Zielkriterien Teilnehmer der letzten Nacherhebung
Primäre und sekundäre Zielkriterien Teilnehmer der letzten Nacherhebung
Tabelle 2
Primäre und sekundäre Zielkriterien Teilnehmer der letzten Nacherhebung
Primäre und sekundäre Zielkriterien (Last-Observation-carried-forward-Analyse)
Primäre und sekundäre Zielkriterien (Last-Observation-carried-forward-Analyse)
Tabelle 3
Primäre und sekundäre Zielkriterien (Last-Observation-carried-forward-Analyse)
Rückkehr in Arbeit
Rückkehr in Arbeit
eTabelle 2
Rückkehr in Arbeit

Zeit bis Rückkehr in Arbeit

Die Rückkehr in Arbeit gestaltet sich in beiden Behandlungsarmen vergleichbar (Grafik 2, eTabelle 2). Die Hälfte der befragten Personen war nach drei bis vier Monaten in Arbeit zurückgekehrt (IG: Median = 128 Tage; KG: Median = 104 Tage). Nach einem Jahr waren noch 28,5 % in der IG und 25,3 % in der KG arbeitsunfähig (HR 0,86; 95-%-KI: [0,61; 1,19]; p = 0,355).

Zeit bis Rückkehr in Arbeit, IG, Interventionsgruppe; KG, Kontrollgruppe
Zeit bis Rückkehr in Arbeit, IG, Interventionsgruppe; KG, Kontrollgruppe
Grafik 2
Zeit bis Rückkehr in Arbeit, IG, Interventionsgruppe; KG, Kontrollgruppe

Diskussion

Ziel der Studie war die Überprüfung der Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bei Rehabilitanden mit onkologischen Erkrankungen und erhöhtem Wiedereingliederungsrisiko. Es wurde die relative Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Rehabilitation multizentrisch untersucht. Die Zuordnung zur Interventionsgruppe oder Kontrollgruppe erfolgte clusterrandomisiert. Nach einem Jahr waren keine klinisch bedeutsamen Vorteile der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation erkennbar.

Hinsichtlich der Wirksamkeit multiprofessioneller Interventionen in der stationären onkologischen Rehabilitation zeigte eine systematische Übersichtsarbeit auf Basis zweier Studien keine Unterschiede zwischen IG und KG bezüglich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität nach einem Jahr (5). Die von de Boer et al. berichteten Effekte multidisziplinärer Interventionen zur Rückkehr in Arbeit konnten in unserer Studie nicht bestätigt werden. Die Rückkehrraten in unserer Studie liegen auf dem Niveau der KG in dieser Übersichtsarbeit (5), allerdings muss berücksichtigt werden, dass die in unserer Studie erreichte Zielgruppe durch die definierten Einschlusskriterien sehr stark beeinträchtigt war. Zu Beginn der Rehabilitation lagen die Eingangswerte in den Funktionsskalen des EORTC QLQ-C30 rund 35 bis 50 Punkte unterhalb einer gleichaltrigen gesunden Bevölkerungsnorm (37, 38) und die subjektive eingeschätzte Arbeitsfähigkeit war ausgesprochen gering (39).

Die Ergebnisse unserer Studie offenbaren eine prinzipielle Herausforderung der onkologischen rehabilitativen Versorgung. Die Rückkehr in Arbeit gelingt meist erst Monate nach Abschluss der stationären Rehabilitation und nach einem Jahr ist noch rund ein Viertel aller Rehabilitanden arbeitsunfähig. Personen, die nach einem Jahr noch nicht in Arbeit zurückgekehrt waren, weisen über alle vier Messzeitpunkte eine niedrigere Lebensqualität und subjektive Arbeitsfähigkeit sowie höhere Fatigue-Symptomatik auf als Personen, die wieder arbeiteten (Daten nicht gezeigt). Eine frühe Identifizierung dieser Personen mit ungünstiger Teilhabeprognose ist sinnvoll (40), allerdings scheinen die derzeit verfügbaren Programme und rehabilitativen Strategien – auch die von uns implementierte medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation – für diese Personen nicht ausreichend zu sein, um die Rückkehr in Arbeit zu ermöglichen. Die Teilhabe dieser Personen bleibt in einem wesentlichen Lebensbereich eingeschränkt. Eine für diese Personen sinnvolle Weiterentwicklung der rehabilitativen Versorgung könnte das Angebot einer weiteren Begleitung sein , zum Beispiel durch einen Fallmanager. Dies gilt insbesondere deshalb, weil die Rückkehr in Arbeit in der Regel erst mehrere Monate nach der Rehabilitation erfolgen wird. Eine solche Weiterbegleitung sollte eine strukturierte Planung der Rückkehr in Arbeit ermöglichen und möglichst alle am Wiedereingliederungsprozess beteiligten Akteure einschließlich Arbeitgeber sowie Betriebs- und Werksarzt involvieren (5). Denkbar ist auch, dass die von uns beschriebenen und geprüften Module erst in einem zweiten Rehabilitationsabschnitt den gewünschten zusätzlichen Effekt erreichen.

Die Ergebnisse unserer Studie sind unter Berücksichtigung folgender methodischer Limitationen zu bewerten. Erstens waren Rehabilitanden und Ärzte nicht verblindet. Es ist nicht auszuschließen, dass die kurzfristig günstigeren Ergebnisse der Teilnehmer der IG partiell allein durch das Wissen, dass sie an einem neuen und besonderen Angebot teilnahmen, bedingt waren. Zudem können Übertragungseffekte, durch gemeinsame Aktivitäten während der stationären Rehabilitation, nicht ausgeschlossen werden. Zweitens wurden die berufsorientierten Leistungen zusätzlich erbracht. Die beiden Behandlungsarme unterschieden sich nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Intensität. Die kurzfristig beobachteten Unterschiede bis zu drei Monate nach der Rehabilitation könnten also auch auf eine unspezifische Erhöhung der Therapiedosis zurückzuführen sein. Drittens wurde das Arbeitsumfeld (das heißt Berufsbezeichnung, Arbeitsanforderungen oder Arbeitszeitmodell) nicht erfasst. Die Heterogenität des Arbeitsumfelds könnte ein potenzieller Moderator sein, der in Subgruppenanalysen jedoch nicht berücksichtigt wurde. Dies gilt ebenso für das Stadium der Erkrankung und Komorbiditäten. Viertens wurden keine organischen und labormedizinischen Gesundheitsparameter erhoben, wodurch die Auswirkungen der rehabilitativen Maßnahmen auf diese Parameter nicht bekannt sind.

Neben den aufgeführten Limitationen soll jedoch auch auf die Stärken der vorliegenden Studie verwiesen werden. Erstens reduziert das gewählte Studiendesign das Risiko verzerrter Effektschätzungen und gewährleistet Strukturgleichheit der beiden Behandlungsgruppen. Zweitens hatte die Entscheidung für eine clusterrandomisierte Zuweisung zur IG und KG den Vorteil, dass mögliche Übertragungseffekte, die sich in der stationären Rehabilitation durch gemeinsame Angebote und Aktivitäten sonst kaum vermeiden lassen, durch die gemeinsame Randomisierung von Patienten mit gleichem Anreisetermin reduziert werden konnten. Drittens konnten Behandlungsdosis und Behandlungstreue transparent dargestellt werden (18).

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass eine Implementierung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation in der Onkologie, wie durch uns in den vier Zentren umgesetzt, die Wiedereingliederungschancen von an Krebs erkrankten Personen wahrscheinlich nicht verbessert. Zukünftige Forschungsvorhaben sollten untersuchen, inwiefern Personen, denen die berufliche Wiedereingliederung nicht gelingt, schon frühzeitig im Rehabilitationsprozess identifiziert werden können. Zudem ist zu prüfen, inwiefern der konkrete Arbeitsplatz und Beruf Grund für die noch nicht erfolgte Rückkehr in Arbeit sind und ob möglicherweise ein zweiter Rehabilitationsabschnitt sinnvoll ist, um die berufliche Wiedereingliederung zu unterstützen.

Danksagung

Wir bedanken uns bei der Deutschen Rentenversicherung Bund für die finanzielle Förderung sowie bei den teilnehmenden Rehabilitationszentren (Klinik Bavaria in Freyung, Paracelsus-Klinik am See in Bad Gandersheim, MediClin Rose Klinik Horn-Bad Meinberg und AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg) für die Unterstützung und den Einsatz zur Durchführung der Studie.

Interessenkonflikt
Dr. Zomorodbakhsch, Dr. Schmielau, Dr. Biester, Dr. Krüger und Dr. Presl sind als leitende Ärzte oder in der Geschäftsleitung in den teilnehmenden Rehabilitationszentren tätig. Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Datasharing

Die Autoren erklären, dass die Primärdaten nicht geteilt werden können, da das Datenschutzkonzept der Studie und die Einverständiserklärungen der Patienten dies nicht abdecken.

Manuskriptdaten
eingereicht: 1. 3. 2019, revidierte Fassung angenommen: 3. 6. 2019

Anschrift für die Verfasser
David Fauser, M.A.
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Universität zu Lübeck
Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck
davidpeter.fauser@uksh.de

Zitierweise
Fauser D, Wienert J, Zomorodbakhsch B, Schmielau J, Biester I, Krüger HU, Presl A, Bethge M: Work-related medical rehabilitation in cancer—a cluster-randomized multicenter study. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 592–9. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0592

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

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Paracelsus-Klinik am See, Bad Gandersheim: Dr. med. Bijan Zomorodbakhsch
AMEOS Reha Klinikum, Ratzeburg: Dr. med. Jan Schmielau
MediClin Rose Klinik, Horn-Bad Meinberg: Dr. med. Irene Biester
Klinik Bavaria, Freyung: Dr. med. Hans-Ulrich Krüger, Angelika Presl
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Grafik 1
Flussdiagramm (CONSORT) zur Studienteilnahme
Zeit bis Rückkehr in Arbeit, IG, Interventionsgruppe; KG, Kontrollgruppe
Zeit bis Rückkehr in Arbeit, IG, Interventionsgruppe; KG, Kontrollgruppe
Grafik 2
Zeit bis Rückkehr in Arbeit, IG, Interventionsgruppe; KG, Kontrollgruppe
Stichprobenkennwerte zu Beginn der Rehabilitation
Stichprobenkennwerte zu Beginn der Rehabilitation
Tabelle 1
Stichprobenkennwerte zu Beginn der Rehabilitation
Primäre und sekundäre Zielkriterien Teilnehmer der letzten Nacherhebung
Primäre und sekundäre Zielkriterien Teilnehmer der letzten Nacherhebung
Tabelle 2
Primäre und sekundäre Zielkriterien Teilnehmer der letzten Nacherhebung
Primäre und sekundäre Zielkriterien (Last-Observation-carried-forward-Analyse)
Primäre und sekundäre Zielkriterien (Last-Observation-carried-forward-Analyse)
Tabelle 3
Primäre und sekundäre Zielkriterien (Last-Observation-carried-forward-Analyse)
Rückkehr in Arbeit
Rückkehr in Arbeit
eTabelle 2
Rückkehr in Arbeit
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