ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2019Reanimation: Kein Lebensalter als Grenze
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Den Autoren sei gedankt, dass sie das Problem „Beendigung einer Reanimation“ in einem hervorragenden Artikel in den Fokus rücken. Nur die Festlegung eines Alters ≥ 81 Jahre als einen Grund für eine „termination of resuscitation (TOR)“ bei den TOR-Regeln erscheint mir eher willkürlich und ungeeignet. Was ist dann mit dem rüstigen 82-jährigen Rentner, der noch aktiv Tennis spielt?

„Alter ist nur eine Zahl!“ – dieses Zitat wird Jupp Heynckes zugeschrieben, der mit 73 Jahren noch Trainer beim FC Bayern München war. Das kalendarische Alter erscheint daher eher nicht geeignet für solch eine Festlegung in einer Regel zur Beendigung einer Reanimation. Der gesundheitliche, kognitive und funktionelle Zustand älterer Menschen ist sehr heterogen verteilt und korreliert nur begrenzt mit dem Lebensalter.

Wahrscheinlich kann demnach in einer solchen Regel (wie TOR) gar kein Lebensalter als „Grenze“ festgelegt werden. In der Praxis wird für viele Ärztinnen und Ärzte und für den Rettungsdienst der klinische Aspekt höheres bzw. sehr hohes Lebensalter und prima vista erkennbare schwere Pflegebedürftigkeit die entscheidende Richtschnur bei diesen schwierigen Entscheidungen darstellen.

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Dr. med. Olaf Krause, 30559 Hannover

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