ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2019Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium: Honorarkommission kostet bisher 845 724 Euro

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium: Honorarkommission kostet bisher 845 724 Euro

Dtsch Arztebl 2019; 116(35-36): A-1516

Beerheide, Rebecca

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Für die wissenschaftliche Vorbereitung eines neuen Honorarsystems für niedergelassene Ärzte hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bislang 845 724,35 Euro ausgegeben. Das zeigt eine Auflistung über beauftragte Studien, die die FDP-Bundestagsabgeordneten Hagen Reinhold, Frank Sitta und Grigorius Aggelidis als parlamentarische Anfrage gestellt haben. Aus dieser Auflistung von Studien zwischen Oktober 2013 bis heute geht hervor, dass sich die Kosten für die Werkverträge der 13 Professoren der „Wissenschaftlichen Kommission für ein modernes Vergütungssystem (KOMV)“ zwischen August 2018 und Dezember 2019 auf 562 632 Euro belaufen. Bislang wurde wenig aus der Arbeit der Kommission, die nicht öffentlich tagt, bekannt. Mit der Liste der Gutachten wird klar, woran ungefähr gearbeitet wird. Denn zusätzlich zur Expertise der 13 Mitglieder wurden sechs Begleitgutachten in Auftrag gegeben. So hat das IGES-Institut zwei Aufträge im Wert von 42 683 sowie 35 658,35 Euro erhalten. Zum einen soll der „Internationale Vergleich der ambulanten ärztlichen Vergütung aus gesundheitsökonomischer Perspektive“ erarbeitet werden, zum anderen soll es ein Gutachten zum „Meta-Review zur internationalen Studienlage im Bereich der ärztlichen Vergütung“ geben. Laut der Studienauflistung erhielt das IGES auch noch einen Auftrag des BMG zu den „finanziellen Auswirkungen einer Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte“. Diese Studie wurde im Juli 2015 in Auftrag gegeben und wird mit „Vertrag ruht derzeit, da sich die geplante GOÄ-Novelle verzögert“ bezeichnet. Dafür hat das BMG bislang 187 952,17 Euro ausgegeben. Drei weitere Studien, unter anderem zum Beihilfesystem von Bund und Ländern und zu Verteilungseffekten einer einheitlichen Gebührenordnung, teilen sich die Restsumme. Die Honorarkommission soll Ende 2019 einen Bericht vorlegen. bee

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