ArchivDeutsches Ärzteblatt35-36/2019Sabine Gabrysch: Erste Professur für Klimawandel und Gesundheit

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Sabine Gabrysch: Erste Professur für Klimawandel und Gesundheit

Dtsch Arztebl 2019; 116(35-36): A-1557 / B-1281 / C-1261

Spielberg, Petra

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Sabine Gabrysch, Foto: Peitz/Charité
Sabine Gabrysch, Foto: Peitz/Charité

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit zu untersuchen und Lösungsansätze zu entwickeln, sind die Ziele von Prof. Dr. Dr. med. Sabine Gabrysch. Die Ärztin und Epidemiologin übernahm jetzt die bundesweit erste Professur für Klimawandel und Gesundheit, die an die Charité – Universitätsmedizin Berlin angebunden ist. „Bisher standen die Folgen von Hitzewellen und die Ausbreitung tropischer Infektionskrankheiten im Fokus der Forschung“, sagt die Wissenschaftlerin. „Aber auch die Ernährungssicherheit ist bedroht, wenn Regen ausbleibt, zu stark, zu spät oder zu früh einsetzt.“ Insbesondere seien ärmere Menschen in Ländern mit unzureichenden sozialen Sicherungssystemen betroffen.

Ein Schwerpunkt ihrer Forschung soll daher dem Thema Ernährung als wichtigem Bindeglied zwischen Umwelt und Gesundheit gelten. Gabrysch will ferner ihre Arbeiten in das Konzept der „Planetary Health“ einbetten und damit auch Aspekte, wie den Verlust an Biodiversität und Bodenverschlechterung, berücksichtigen.

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Gabrysch studierte Medizin in Tübingen, Heidelberg und in Providence, USA. Es folgten ein Studium der Epidemiologie mit Promotion zum PhD an der London School of Hygiene & Tropical Medicine, bevor sie an das Institut für Global Health des Universitätsklinikums Heidelberg wechselte. Nach ihrer Habilitation 2014 übernahm die heute 43-Jährige die Leitung der Sektion Epidemiologie und Biostatistik sowie die stellvertretende Institutsleitung. Im Jahr 2018 wurde Gabrysch zur außerplanmäßigen Professorin ernannt. Petra Spielberg

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