ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2019Kulturkalender: Bisher nie gezeigte Bilder

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Kulturkalender: Bisher nie gezeigte Bilder

PP 18, Ausgabe September 2019, U3

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

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Bis 3. November:

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Von Mossul nach Palmyra

© Yasser Tabbaa Archive, courtesy of Aga Khan Documentation Center at MIT
© Yasser Tabbaa Archive, courtesy of Aga Khan Documentation Center at MIT

Die Ausstellung lädt zu einer atemberaubenden virtuellen Reise durch die vom IS zerstörten arabischen Kulturstätten – von Mossul im Irak (Bild: Kinder vor der Nabi-Yunis-Moschee, Juli 1983), über Aleppo und Palmyra in Syrien bis nach Leptis Magna in Libyen. Riesige 3-D-Animationen in Kombination mit großformatigen Fotos neben den Leinwänden nehmen die Besucher mit in die legendären Städte, zeigen ihre Zerstörung ebenso wie die glorreiche Vergangenheit. Die faszinierende Schau, zuvor im Pariser Institut du Monde Arabe zu sehen, basiert auf Aufnahmen und Filmen, die eine französische Architekturfirma über Jahre mithilfe von Experten vor Ort anfertigte.

Bundeskunsthalle, Museumsmeile,
Di./Mi. 10–21, Do.–So. 10–19 Uhr

BREMEN

15. September bis 9. Februar:

Ich bin Ich. Paula Modersohn-Becker

„Ich bin nicht Modersohn und ich bin auch nicht mehr Paula Becker, Ich bin Ich, und hoffe es immer mehr zu werden“, schrieb die Künstlerin 1906, fünf Jahre nach ihrer Heirat mit Otto Modersohn, an den Lyriker Rainer Maria Rilke. In mehr als 60 Bildern hat sich Paula Modersohn-Becker in ihrem kurzen Leben ihrer selbst vergewissert und ihren Stand in Ehe, Kunst und Gesellschaft befragt. Dabei entstanden wichtige Hauptwerke wie auch experimentelle Studien. Die Ausstellung versammelt einen Großteil ihrer Selbstbildnisse – bekannte und öffentlich bisher nie gezeigte Werke.

Paula Modersohn-Becker Museum,
Böttcherstr. 6–10, Di.–So. 11–18 Uhr

DÜSSELDORF

5. September bis 26. Januar:

Utopie und Untergang. DDR-Kunst

Während in Leipzig noch bis Anfang November eine große Übersichtsschau zur DDR-Kunst stattfindet, startet dazu jetzt auch eine Ausstellung in Düsseldorf, aber mit engerem Fokus nur auf Malerei und die Zeit vor dem Mauerfall. 13 Künstlerinnen und Künstler mit rund 80 Werken stehen für die heterogene Kunstszene in der DDR „zwischen Anpassung und Rebellion, Affirmation und Subversion“. Neben den „offiziellen Repräsentanten“ wie Sitte, Heisig, Mattheuer und Tübke sind auch Unbekannte zu entdecken wie die Malerinnen Elisabeth Voigt (1893–1977) und Angela Hampel (*1956).

Kunstpalast, Ehrenhof 4–5,
Di.–So. 11–18, Do. 11–21 Uhr

MANNHEIM

27. September bis 19. Januar:

Inspiration Matisse

Mit seiner flächig-ornamentalen, farbtrunkenen Bildsprache hat Henri Matisse, der sich 1890 erst nach abgeschlossenem Jurastudium der Malerei zuwandte, die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Anhand von Gemälden, grafischen Arbeiten, Keramiken und Plastiken zeichnet die Ausstellung seine umwerfende künstlerische Entwicklung nach und präsentiert den „Pionier der Moderne“ im Dialog mit Künstlerkollegen wie Braque, Dufy, Kirchner, van Dongen, von Jawlensky, Münter, Macke und Pechstein. Mehr als die Hälfte der gut 135 Exponate stammt von Matisse selbst.

Kunsthalle, Friedrichsplatz 4, Di.–So.10–18,
Mi. 10–20, 1. Mi. im Monat 10–22 Uhr

MÜNCHEN

13. September bis 26. Januar:

Lüpertz. Über die Kunst zum Bild

Im Haus der Kunst ist der inzwischen 79-jährige deutsche Maler und Bildhauer Markus Lüpertz mit einer umfassenden Einzelausstellung mit mehr als 200 Gemälden und Zeichnungen zu Gast. Dabei liegt der Fokus auf dem seriellen Charakter in seinem Schaffen und dem großen Einfluss des Mediums Film und von Regisseuren wie Michelangelo Antonioni, Jean-Luc Godard und Alain Resnais auf seine bildnerische Sichtweise.

Haus der Kunst, Prinzregentenstr.1,
tgl. 10–20, Do. 10–22 Uhr

Sabine Schuchart

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