ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2000Budesonid bei Kollagenkolitis

MEDIZIN: Referiert

Budesonid bei Kollagenkolitis

Dtsch Arztebl 2000; 97(4): A-174 / B-148 / C-142

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LNSLNS Untersucht man bei Patienten mit chronischem Durchfall und unauffälliger Dickdarmschleimhaut entsprechende Gewebsproben histologisch, findet man nicht selten eine mikroskopische Kolitis, entweder mit Einlagerung von Kollagen oder mit einer lymphozytären Infiltration. Die Ursache dieser Veränderung ist unklar. Diskutiert wird ein Zusammenhang mit der Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika. Die Autoren berichten über eine Pilotstudie, bei der sieben Patienten mit einer Kollagenkolitis mit dreimal 3 mg Budesonid behandelt wurden. Unter dieser Therapie nahm die Stuhlfrequenz von 10,4 6 5,6 pro Tag auf 3,3 6 1,2 nach zehn Tagen ab, nach zehn Wochen betrug die Stuhlfrequenz nur noch 1,8 6 0,7. Auch die Stuhlkonsistenz nahm kontinuierlich zu. Drei Patienten konnten 7, 12 beziehungsweise 15 Monate nachbeobachtet werden, wobei die Remission über diesen Zeitraum anhielt. Kontrollbiopsien zeigten bei diesen Patienten eine deutliche Rückbildung der Kollagenablagerung und der lymphoplasmazytären Infiltration. w
Tromm A, Griga T, Möllmann HW, May B, Müller K-M, Fisseler-Eckhoff A: Budesonide für the treatment of collagenous colitis: first results of a pilot trial. Am Gastroenterol 1999; 94: 1871-1875.
Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, BG-Kliniken Bergmannsheil, Universität Bochum.

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