ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenNeurologie 1/2019Liquordiagnostik: Wegweisend für die Differenzialdiagnose

Supplement: Perspektiven der Neurologie

Liquordiagnostik: Wegweisend für die Differenzialdiagnose

Dtsch Arztebl 2019; 116(37): [10]; DOI: 10.3238/PersNeuro.2019.09.13.02

Wildemann, Brigitte; Tumani, Hayrettin

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Die Untersuchung des Liquors ist für die Diagnosestellung einer Vielzahl von neurologischen Erkrankungen von Bedeutung. Sie kann bei Verdacht auf Meningitis, multiple Sklerose, Blutungen oder Meningeosis carcinomatosa die Therapieentscheidung bestimmen. Ein Überblick.

Die Analyse des Liquor cerebrospinalis ist bei neurologischen Erkrankungen eine essenzielle Maßnahme und diagnostisch wegweisend bei Infektionen oder autoimmunen Entzündungen des zentralen Nervensystems (ZNS), bei neoplastischer Infiltration der Hirnhäute, zum Nachweis von Abräumreaktionen nach Blutungen in den Subarachnoidalraum oder in die Hirnventrikel sowie zur Früh- und Differenzialdiagnostik neurodegenerativer Erkrankungen.

Die Liquoranalytik besteht aus einem 3-teiligen Stufenprogramm (Tabelle 1). Angesichts der Zusammensetzung des zellarmen Liquors und der Besonderheiten der Liquorphysiologie sind mehrere die Präanalytik und Analytik sowie die Interpretation der Befunde betreffende Grundregeln zu beachten.

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Stufen der Liquoranalytik und Referenzwerte
Stufen der Liquoranalytik und Referenzwerte
Tabelle 1
Stufen der Liquoranalytik und Referenzwerte

Präanalytik

  • Der Liquor muss wegen einer rasch einsetzenden Zytolyse zeitnah (maximal binnen 2 Stunden nach der Lumbalpunktion) untersucht werden, um die Zellzahl zu ermitteln und die zytologischen Präparate anzufertigen.
  • Liquor muss stets gemeinsam mit einer zeitnah zur Lumbalpunktion entnommenen Serumprobe untersucht werden, da die Proteinkonzentrationen im Liquor neben der Liquorflussgeschwindigkeit hauptsächlich von deren Blutkonzentrationen abhängen und deshalb das Serum zwingend als Bezugsgröße für die Liquorproteinanalytik herangezogen werden muss.
  • Nach Plasmapherese oder Therapie mit hoch dosierten Immunglobulinen (IVIG) sollte eine Liquoranalyse frühestens nach 48 Stunden erfolgen, da sich das Fließgleichwicht der Proteine zwischen Blut- und Liquorkompartiment verzögert adaptiert. Ansonsten werden unplausible Proteinbefunde erhoben.

Analytik

Zellprofil: Automaten zur Zellzählung und -differenzierung sollten wegen unzuverlässiger Befunde vermieden werden. Die Differenzialzytologie sollte uneingeschränkt bei jeder Punktion unabhängig von der Gesamtzellzahl durchgeführt werden (1).

Eine Zellvermehrung ≥ 5/µl kommt vor bei ZNS-Entzündungen, aber auch bei Tumorinfiltration der Meningen sowie als Reizreaktion nach Traumen, intrazerebralen und subarachnoidalen Blutungen, intrathekaler Applikation von Medikamenten (z. B. Zytostatika) oder nach wiederholter Lumbalpunktion und Anlage einer externen Ventrikeldrainage.

Das normale Zellbild besteht aus mononukleären Zellen mit deutlichem Überwiegen von Lymphozyten gegenüber Monozyten.

Laktat und Glukose: Die Bestimmung des Liquorlaktats ist – da auch ohne Kenntnis des korrespondierenden Serumwertes diagnostisch relevant – gegenüber der Bestimmung der Liquorglukose, die stets in Bezug zur Serumglukose beurteilt werden muss (normal: Liquor-/Serumquotient > 0,5), vorteilhaft. Zu einem Anstieg des Liquorlaktats kommt es insbesondere bei Infektionen durch Bakterien und Mycobakterium tuberculosis sowie auch bei Meningeosis carcinomatosa.

Proteinprofil: Liquor und Serum (verdünnt) müssen für die Proteinanalytik im selben Test und im vergleichbaren Konzentrationsbereich gemessen werden, um methodischen Impräzisionen vorzubeugen.

Für die Beurteilung der Blut-Liquor-Schrankenfunktion (BLS) und einer möglichen intrathekalen Produktion von Immunglobulinen müssen für Albumin (Referenzprotein für die BLS) und Immunglobuline die Liquor-/Serumkonzentrationsquotienten berechnet werden.

Die Quotientenbildung für Albumin (QAlb) und Immunglobuline (QIgG, QIgA, QIgM) normiert die von den jeweiligen Serumkonzentrationen abhängige Diffusion dieser Proteine in den Liquor und macht die gemessenen Liquorkonzentrationen unabhängig von den individuell variablen Serumkonzentrationen.

Die zusammenfassende Darstellung der erhobenen Einzelparameter in einem integrierten Gesamtbefund ist unerlässlich, um krankheitstypische Befundmuster sowie deren Plausibilität auf Anhieb zu erfassen. Der integrierte Gesamtbefund umfasst obligat Angaben zu

  • der zellulären Beschaffenheit des Liquors (Zellzahl und Zytologie).
  • den Liquor-/Serumquotienten von Albumin und den Immunglobulinen. QAlb reflektiert die individuelle BLS, da Albumin rein extrazerebral (in der Leber) produziert wird und somit die Albuminkonzentration im Liquor ausschließlich aus dem Blut stammt. Mit Bezug auf QAlb erlaubt die vergleichende Analyse der Liquor-/Serumquotienten für die Immunglobulinklassen eine quantitative Aussage darüber, ob sich mehr IgG, IgA oder IgM im Kompartiment Liquor befindet, als dies theoretisch durch reine Diffusion zu erwarten wäre. Ist dies der Fall, liegt eine intrathekale Ig-Produktion vor, die einen entzündlichen Prozess im ZNS nachweist und je nach Befundmuster dessen nähere Eingrenzung ermöglicht (Tabelle 2) (2).
  • der Relation der Immunglobulin-Quotienten zum Albumin-Quotienten anhand von Quotendiagrammen, die von Reiber und Felgenhauer etabliert wurden und einer empirisch und theoretisch fundierten Hyperbelfunktion folgen (3, 4). Die Quotientendiagramme für IgG, IgA, IgM werden, sortiert nach der Radiusgröße der Proteine (IgG < IgA < IgM), grafisch untereinander wiedergegeben, was neben der Erkennung krankheitstypischer Muster dem Labor auch die Überprüfung der Befundplausibilität gestattet. In Grafik 1 ist beispielhaft das Quotientendiagramm für IgG mit 5 möglichen Befundkonstellationen dargestellt.
  • oligoklonalen IgG-Banden (OKB). OKB treten unspezifisch bei subakuten und chronischen Entzündungen des ZNS als Korrelat einer oligoklonalen B-Zell-Aktivierung auf. Der qualitative Nachweis liquorspezifischer OKB mittels isoelektrischer Fokussierung weist gegenüber den auf der Grundlage quantitativer Messungen ermittelten Quotientendiagrammen mit höherer Empfindlichkeit das Vorliegen einer intrathekalen IgG-Synthese nach. Ein OKB-Muster liegt vor, wenn in parallelen Liquor-/Serumproben ≥ 2 Banden im Liquor, aber nicht im Serum (Typ-2-Muster) oder ≥ 2 liquorspezifische Banden zusätzlich zu identischen Banden in Liquor und Serum (Typ-3-Muster) zur Darstellung kommen (Grafik 2) (5).
Quotientendiagramm
Quotientendiagramm
Grafik 1
Quotientendiagramm
IgG-Bandenmuster
IgG-Bandenmuster
Grafik 2
IgG-Bandenmuster
Beispiel für einen integrierten Gesamtbefund
Beispiel für einen integrierten Gesamtbefund
Grafik 3
Beispiel für einen integrierten Gesamtbefund

Fakultativ und je nach klinischer Fragestellung können im integrierten Gesamtbefund Angaben zum Liquorlaktat, zur Glukosekonzentration in Liquor und Serum oder Spezialparameter wie erregerspezifische Antikörperindizes (AI) und Demenzmarker ergänzt werden.

Spezialanalytik

Demenzmarker: Gegenwärtig sind die Biomarker Amlyoid-β1-42 (Aβ1-42), Amlyoid-β1-40 (Aβ1-40), Gesamt-Tau und Phospho-Tau-181 (pTau) sowie 14-3-3-Protein und der PrPSc-Aggregationsassay klinisch validiert und etabliert (69) und können vor allem zur Positivdiagnostik verwendet werden (siehe Tabelle 1 bzgl. Referenzwerte für Alzheimer-Demenz). Andere primäre Demenzen, wie zum Beispiel die PPA (primär progrediente Aphasien) oder DLB (Demenz mit Lewy-Körperchen, „dementia with Lewy bodies“) bieten jedoch eine signifikante Überlappung einiger Biomarker, insbesondere Amyloid-β1-42 (Aβ1-42) und Gesamt-Tau (10), sodass eine rein neurochemische Differenzierung der unterschiedlichen Demenzätiologien basierend auf diesen Liquorbiomarkern allein gegenwärtig unzureichend ist.

Erregerdiagnostik bei Infektionen des ZNS: Erregerspezifische Antikörperindizes (AI) ermöglichen den diagnostisch bedeutsamen Nachweis einer intrathekalen Synthese von IgG-Antikörpern mit Spezifität für diverse Erregerantigene. Die Berechnung gelingt durch Quotientenbildung der Liquor-/Serumkonzentrationen des spezifischen IgG (QIgGspez) und deren Bezug auf die Liquor-/Serumkonzentrationen des Gesamt-IgG (QIgGgesamt). Werte ≥ 1,5 zeigen an, dass der Anteil des spezifischen IgG am Gesamt-IgG im Kompartiment Liquor größer ist als der Anteil des spezifischen IgG am Gesamt-IgG im Serum und belegen eine intrathekale Synthese des spezifischen IgG (11). AI gelten bei einigen Infektionen als Goldstandard für den Erregernachweis (z. B. Neuroborreliose, Neuro-Lues) und sind als MRZ-Reaktion (intrathekale Synthese von mindestens 2 erregerspezifischen IgG-Antworten gegen Masern-, Röteln-, Varizella-Zoster-Virus) hochspezifisch für die multiple Sklerose (MS) und weisen die für diese Erkrankung typische polyklonale und unter anderem polyvirale B-Zell-Aktivierung nach (12).

Der direkte Erregernachweis erfolgt mikroskopisch (z. B. Gram-Färbung zum Nachweis von Bakterien oder Tuschefärbung zum Nachweis von Kryptokokken), anhand Antigen-Schnelltests, kultureller Erregeranzucht (zeitaufwendig und Ergebnis erst mit Latenz) und durch Detektion pathogenspezifischer Genomabschnitte mittels Nukleinsäure-Amplifikationstechniken (am häufigsten Polymerase-Kettenreaktion, PCR).

Einige typische Konstellationen bei Entzündungen und Neoplasien des ZNS, die direkt aus dem integrierten Gesamtbefund ablesbar sind und gegebenenfalls eine weitere Spezialdiagnostik erfordern, sind in Tabelle 2 aufgeführt.

Multiple Sklerose

Die häufigste entzündliche Erkrankung des ZNS bei jungen Erwachsenen (Prädilektionsalter 20. bis 40. Lebensjahr) wird häufig durch Sehstörungen (Sehnervenentzündung, Doppelbilder) sowie sensible und/oder motorische Störungen symptomatisch. Der Verlauf ist mehrheitlich zunächst relapsierend, später oft chronisch progredient.

Stellenwert Liquoranalyse: essenzieller diagnostischer Baustein. Eine intrathekale IgG-Synthese kann als kardinaler Befund gemäß den aktuellen Diagnosekriterien zum diagnostisch geforderten Nachweis der zeitlichen Dissemination des Entzündungsprozesses herangezogen werden, sofern in der kranialen Magnetresonanztomografie (MRT) die Kriterien für die ebenfalls nachzuweisende örtliche Dissemination (≥ 1 krankheitstypische T2-Läsionen in mindestens 2 MS-typischen Regionen) erfüllt sind (13), jedoch keine aktiven (Kontrastmittel anreichernden) Läsionen als Korrelat einer zeitlich versetzten und damit chronischen Evolution der Entzündung vorhanden sind.

Typisches Befundmuster: Es liegt eine leichte Zellzahlerhöhung (maximal bis 50/µl) mit wenigen transformierten Lymphozyten und Plasmazellen vor. Eine intrathekale IgG-Synthese, die im Krankheitsverlauf persistiert, wird entweder rechnerisch im Quotientendiagramm oder mit deutlich höherer Empfindlichkeit durch liquorspezifische OKB (Typ-2- oder Typ-3-Muster) nachgewiesen. Es besteht eine 2- oder 3-fach positive MRZ-Reaktion (Parameter mit höchster Spezifität für MS, weniger sensitiv [ca. 63 % der Fälle] als OKB [> 90 %]) (12).

Wichtig zu beachten: Insbesondere bei fehlender oder nur transienter intrathekaler IgG-Synthese (Quotientendiagramm oder OKB) und/oder Zellzahl > 100/µl im akuten Schub muss Zweifel an der MS-Diagnose aufkommen und eine Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) oder Enzephalomyelitis mit Seropositivität für MOG-(Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein-)IgG erwogen werden.

Beide Erkrankungen sind antikörpervermittelte Entitäten, die mit der MS klinisch sowie auch radiologisch überlappen können und dominant die Sehnerven, das Myelon und den Hirnstamm betreffen. Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Prognose und Immuntherapie von der MS (14, 15).

Autoimmunenzephalitis

Autoimmunenzephalitiden betreffen jährlich etwa eine von 100 000 Personen. Typische Biomarker sind bei einem Großteil der Patienten distinkte IgG-Autoantikörper in Serum und/oder Liquor; Unterteilung in mehrheitlich paraneoplastische Syndrome mit Nachweis von klassischen onkoneuralen Antikörpern (Spezifität für intrazelluläre Antigene wie anti-Hu, -Yo, -Ri; prognostisch ungünstig, schlechtes Ansprechen auf Immuntherapie) und Syndrome, die nicht oder deutlich seltener in Assoziation mit Malignomen vorkommen und mit dem serologischen Nachweis von Antikörpern mit Spezifität für Oberflächenantigene einhergehen (z. B. NMDA-Rezeptor, LGI1-Protein, CASPR2-Protein; GABAB-Rezeptor, AMPA-Rezeptor; häufiger, prognostisch günstiger, oft gutes Ansprechen auf Immuntherapie). Prototypen sind:

  • NMDA-Rezeptor-Enzephalitis, eine altersunabhängig fast ausschließlich Mädchen und Frauen betreffende Erkrankung, die sich mit einem neuropsychiatrischen Symptomspektrum (Verhaltensauffälligkeit, Psychose, Anfälle, Bewegungsstörung) manifestiert und zu langer Intensivpflichtigkeit führen kann, jedoch bei frühzeitiger Immuntherapie und ggf. Tumortherapie (in 30–40 % Ovarialteratome) eine günstige Langzeitprognose aufweist;
  • LGI1-Enzephalitis, eine insbesondere Männer im mittleren oder höheren Lebensalter betreffende Erkrankung, zu deren Kernmerkmalen eine rasch einsetzende Störung des Kurzzeitgedächtnisses und der Orientierung sowie außerdem fokale und generalisierte Anfälle gehören (16, 17).

Diagnose und Stellenwert Liquoranalyse: Die Diagnose wird durch den Nachweis antineuronaler Antikörper in Serum und Liquor gesichert. Da zum Beispiel NMDAR-Antikörper ausnahmslos intrathekal produziert werden, kann die Diagnosesicherung früher durch parallele Mituntersuchung einer Liquorprobe gelingen. Die Liquoranalytik ist diagnostisch wichtig und kann bei rasch einsetzenden und nicht fieberhaften enzephalopathischen oder demenziellen Syndromen frühzeitig den Verdacht auf eine Autoimmunenzephalitis lenken.

Typisches Befundmuster: Häufig, aber nicht in allen Fällen, liegt eine leicht bis mäßig ausgeprägte lymphozytäre Zellzahlerhöhung vor (bis ca. 100/µl), gegebenenfalls eine gering- bis mäßiggradige BLS-Funktionsstörung, oft eine intrathekale IgG-Synthese, am häufigsten in Form einer liquorspezifischen OKB.

Wichtig zu beachten: Autoimmunenzephalitiden sind wichtige und behandelbare Differenzialdiagnosen von erregerbedingten Erkrankungen des ZNS, Psychosen und Demenzen. Im jüngeren Lebensalter und bei weiblichem Geschlecht muss insbesondere die NMDA-Rezeptor-Enzephalitis gegenüber der Erstmanifestation einer Psychose abgegrenzt werden, im höheren Erwachsenenalter und bei männlichem Geschlecht kann eine LGI1-Enzephalitis als rasch fortscheitende präsenile Demenz verkannt werden.

Bakterielle und virale Infektionen

Bakterielle und virale Infektionen manifestieren sich klinisch als Meningitis oder (Meningo-)Enzephalitis. Leitsymptome sind Kopfschmerzen, Nackensteife und Fieber sowie bei enzephalitischer Mitbeteiligung zusätzlich neurologische Herdsymptome (z. B. Aphasie, Hemiparese) und/oder epileptische Anfälle. Das perakute/akute Einsetzen der Leitsymptome weist auf eine bakterielle Ätiologie, ein subakuter Beginn auf eine virale (oder andere nicht eitrige, u. a. tuberkulöse) Infektion hin.

Stellenwert Liquoranalyse: essenzieller diagnostischer Baustein und unumgänglich zur Differenzie-rung einer bakteriellen versus nichtbakteriellen Meningitis und zur Identifikation des auslösenden Erregers mittels direkter oder indirekter Nachweisverfahren.

Typisches Befundmuster: Das Liquorprofil der bakteriellen Meningitis (häufigste Erreger: Pneumokokken und Meningokokken, außerdem Haemophilus influenzae, Listerien, gramnegative Enterokokken) ist in der Akutphase gekennzeichnet durch eine dominant granulozytäre Pleozytose (Abbildung 1f) (nur bei Listerieninfektion oft granulozytär-lymphozytäres Zellbild) von > 1 000 bis mehrere 10 000 Zellen/µl, eine ausgeprägte BLS-Funktionsstörung und ein Liquor-Laktat von > 3,5 mmol/l.

Liquorzytologie bei ausgewählten Erkrankungen
Liquorzytologie bei ausgewählten Erkrankungen
Abbildung 1a
Liquorzytologie bei ausgewählten Erkrankungen

Der Erregernachweis im Liquor gelingt mit direkten Testmethoden (siehe oben) und sollte stets, möglichst vor antibiotischer Therapie, ergänzend mittels Blutkultur erfolgen. Kennzeichnend für eine virale Meningitis/Meningoenzephalitis (häufig: Enteroviren, Herpesviren, Arboviren) sind Zellzahlen bis circa 1 000/µl, ein dominant-lymphozytäres Zellbild (in der Frühphase zusätzlich auch Granulozyten), eine geringer ausgeprägte BLS-Funktionsstörung und ein leicht erhöhtes Liquorlaktat von < 3,5 mmol/l.

Der Erregernachweis gelingt mittels PCR (Enteroviren, Herpesviren) oder indirekt mittels AI-Bestimmung im Verlauf (Herpesviren) beziehungsweise bei Arboviren – den Erregern der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – auch serologisch durch kombinierte Detektion spezifischer IgM- und IgG-Antikörper in Verbindung mit einem entzündlichen Liquorprofil.

Die typische Liquorbefundkonstellation anderweitiger nicht eitriger Infektionen (tuberkulös, mykotisch, parasitär) umfasst Zellzahlen von bis ≥ 1 000/µl, ein gemischtes „buntes“ Zellbild, das sich aus Granulozyten, Lymphozyten und oft eosinophilen Granulozyten zusammensetzt, sowie ein deutlich erhöhtes Liquorlaktat (meist > 3,5 mmol/l) (18).

Wichtig zu beachten: Fieber kann bei hochbetagten und abwehrgeschwächten Patienten mit einer akuten bakteriellen Meningitis fehlen. Zellzahlen < 1 000/µl schließen eine bakterielle Infektion niemals aus und können insbesondere früh im Krankheitsverlauf sowie bei älteren und immungeschwächten Patienten vorkommen. Die ergänzende Bestimmung des Procalcitonins im Serum ist sinnvoll, erhöhte Werte weisen auf eine bakterielle Ätiologie der Meningitis hin (19). In der Frühphase einer viralen Infektion (z. B. HSV-Enzephalitis) kann die Zellzahl noch normal oder nur leicht erhöht sein.

Neuroborreliose

Als häufigste durch Zecken übertragene Infektionserkrankung in Europa betrifft die Borreliose neben Haut, Gelenken, Herz und, selten, Auge regelmäßig auch das Nervensystem (Neuroborreliose). Unter Berücksichtigung aktueller klinischer und mikrobiologischer Diagnosekriterien ist die Neuroborreliose meist gut zu diagnostizieren und zu behandeln. Eine leitliniengerechte antibiotische Therapie führt in der Regel zu einer folgenlosen Ausheilung der Symptome. Nicht jede Infektion mit Borrelia burgdorferi führt zur einer klinischen Manifestation (20, 21).

Stellenwert Liquoranalyse: Die Diagnose einer Neuroborreliose erfordert einen typischen klinischen Befund sowie eine Bestätigung der Verdachtsdiagnose durch eine Labordiagnostik mit Untersuchung von Serum und Liquor. Der Liquorbefund ergibt typischerweise Zeichen einer akuten oder – bei Verdacht auf späte Neuroborreliose – einer chronischen Entzündung.

Typisches Befundmuster: Im Liquorgrundbefund finden sich eine vorwiegend lymphozytäre, plasmazellreiche Pleozytose bis > 100/µl, eine Erhöhung des Gesamtproteins beziehungsweise BLS-Funktionsstörung und sehr charakteristisch eine intrathekale Immunglobulinproduktion vom IgM-Dominanztyp (Abbildung 1g) (22). Bereits in der Frühphase ist das für die B-Zell-Attraktion zuständige Chemokin CXCL13 erhöht (23). Der Nachweis einer borrelienspezifischen intrathekalen Antikörperbildung (erhöhter AI) ist notwendige Voraussetzung für die Diagnose einer gesicherten Neuroborreliose (24, 25).

Wichtig zu beachten: Die Datenlage zu Epidemiologie und Leistung der serologischen Diagnostik weist weiterhin Lücken und somit auch Interpretationsspielräume auf, was dazu führt, dass in der Praxis vielfach nicht ausreichend validierte Testsysteme und nicht ausreichend validierte therapeutische Interventionen eingesetzt werden.

Subarachnoidalblutungen

Subarachnoidalblutungen (SAB) entstehen akut durch arterielle Einblutungen in die Liquorräume, zum Beispiel durch Ruptur eines zerebralen Aneurysmas oder Blutung aus einer arteriovenösen Malformation. Leitsymptome sind Vernichtungskopfschmerz, Übelkeit, Bewusstseinseintrübung und Nackensteife, bei zusätzlicher Einblutung in das Hirnparenchym auch neurologische Herdsymptome (z. B. Hemiparese, Aphasie, Neglect).

Stellenwert Liquoranalyse: In den ersten 24 Stunden wird eine akute SAB mit enorm hoher Sensitivität mittels kranialer Computertomografie (CCT) oder gegebenenfalls MRT nachgewiesen. Die Liquoranalytik hat einen essenziellen diagnostischen Stellenwert, wenn das akute Blutungsereignis schon Tage bis Wochen zurückliegt und das subarachnoidale Blut in der CCT nicht mehr sichtbar ist.

Typisches Befundmuster: Innerhalb weniger Stunden erscheint der Liquorüberstand – anders als bei einer artifiziellen Blutbeimengung – durch Freisetzung von Blutfarbstoffderivaten (Abbau von Hämoglobin über Oxyhämoglobin zu Bilirubin) xanthochrom. Bei länger zurückliegender SAB wird zytologisch die Blutabbaureaktion sichtbar. Etwa 8–12 Stunden nach einer SAB finden sich erste Erythrophagen, nach 3 Tagen erscheinen Hämosiderophagen, anschließend durch Ablagerung des phagozytierten Hämoglobins als eisenfreies Hämatoidin gelbliche Kristalle im Zytoplasma (Abbildung 1h–j) (26).

Wichtig zu beachten: Der liquorzytologische Nachweis von Erythro- und Hämosiderophagen sowie Hämatoidinkristallen belegt eine erfolgte SAB und macht dringlich die angiografische Suche nach der Blutungsquelle erforderlich. Als weiterer hochempfindlicher Marker kann Ferritin im Liquor bestimmt werden. Ferritin wird von Makrophagen freigesetzt und hat bei einem Wert von ≥ 15 ng/ml eine hohe Sensitivität und Spezifität für eine SAB (erhöht ab etwa 8–12 Stunden nach SAB). Liquor-Xanthochromie ist bis zu 2 Wochen, Hämosiderophagen und Ferritin sind bis zu mehreren Wochen nach SAB nachweisbar.

DOI: 10.3238/PersNeuro.2019.09.13.02

Prof. Dr. med. Brigitte Wildemann*

Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. med. Hayrettin Tumani*

Neurologische Fachklinik für Neurologie Dietenbronn, Schwendi, und Neurologische Uniklinik im RKU – Universitätsklinikum Ulm

* Für die Deutsche Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie e.V.

Interessenkonflikt: Prof. Wildemann erhielt Forschungsgelder von der Firma Merck Serono. Prof. Tumani erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit3719

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Liquorzytologie bei ausgewählten Erkrankungen
Liquorzytologie bei ausgewählten Erkrankungen
Abbildung 1a
Liquorzytologie bei ausgewählten Erkrankungen
Quotientendiagramm
Quotientendiagramm
Grafik 1
Quotientendiagramm
IgG-Bandenmuster
IgG-Bandenmuster
Grafik 2
IgG-Bandenmuster
Beispiel für einen integrierten Gesamtbefund
Beispiel für einen integrierten Gesamtbefund
Grafik 3
Beispiel für einen integrierten Gesamtbefund
Stufen der Liquoranalytik und Referenzwerte
Stufen der Liquoranalytik und Referenzwerte
Tabelle 1
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