ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2019Jodtabletten: Bund und Länder stocken Vorrat auf

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Jodtabletten: Bund und Länder stocken Vorrat auf

Dtsch Arztebl 2019; 116(37): A-1575 / B-1299 / C-1279

Maybaum, Thorsten

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Die Kosten für die Beschaffung der Jodtabletten werden vom Bund getragen. Über die Höhe sagte das BfS nichts. Foto: picture alliance/APA picturedesk.com
Die Kosten für die Beschaffung der Jodtabletten werden vom Bund getragen. Über die Höhe sagte das BfS nichts. Foto: picture alliance/APA picturedesk.com

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat im Auftrag des Bundesumweltministeriums 189,5 Millionen Jodtabletten in Blistern à vier Tabletten für Bund und Länder neu bestellt. Das teilte die Behörde auf ihrer Internetseite mit. Die Packungsgröße sei für Einzelpersonen ausgelegt und berücksichtige, dass in bestimmten Situationen zur mehrfachen Einnahme der Tabletten aufgefordert werden könne, hieß es. Die Anzahl der beauftragten Tabletten beruht laut BfS auf durch die Bundesländer gemeldeten Bevölkerungszahlen in den entsprechenden Planungsgebieten beziehungsweise – für Kinder, Jugendliche bis 18 Jahre und Schwangere – in ganz Deutschland. Für die Versorgung von Pendlern, Touristen und ähnlichen Personenkreisen wurde die Beschaffungsmenge entsprechend erhöht. Derzeit gibt es in Deutschland eine Notfallreserve von rund 137 Millionen Jodtabletten. Diese werden durch die neu bestellten Jodtabletten ersetzt, so das BfS. Ziel sei es, in einem radiologischen oder nuklearen Notfall einen „noch besseren Schutz der Bevölkerung durch eine weiträumigere Verteilung von Jodtabletten zu gewährleisten“. Hintergrund für die Aufstockung sind erweiterte Planungsgebiete für den Notfallschutz in der Umgebung von Kernkraftwerken, die nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima aufgrund einer Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK) angepasst worden sind. may

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