ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2019Globale Gesundheit: WHO-Liste zu wichtigen Medikamenten und Diagnostika aktualisiert

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Globale Gesundheit: WHO-Liste zu wichtigen Medikamenten und Diagnostika aktualisiert

Dtsch Arztebl 2019; 116(37): A-1618 / B-1335 / C-1311

Hillienhof, Arne

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Foto: cuneytoner/stock.adobe.com
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Eine aktualisierte Version ihrer globalen Leitlinien für Arzneimittel und In-vitro-Diagnostika stellt die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zur Verfügung. Sie soll wirksame Therapeutika und Diagnostika priorisieren und den Zugang verbessern.

Die 21. Liste lebenswichtiger Arzneimittel ergänzt 28 Arzneimittel für Erwachsene und 23 für Kinder und spezifiziert neue Verwendungsmöglichkeiten für 26 bereits aufgelistete Produkte. 460 Produkte sieht die WHO laut der Liste als notwendig für die Deckung der wichtigsten Bedürfnisse der öffentlichen Gesundheit an. Zum Beispiel hat der Ausschuss für lebenswichtige Arzneimittel der WHO empfohlen, drei neue Antibiotika zur Behandlung multiresistenter Infektionen als wesentlich hinzuzufügen. Auch fünf Krebstherapien für die Behandlung von Melanomen, Lungen-, Blut- und Prostatakrebs finden sich in der Liste. Weitere Aktualisierungen der Arzneimittelliste umfassen unter anderem neue orale Antikoagulanzien zur Prävention von Schlaganfällen als Alternative zu Warfarin bei Vorhofflimmern und zur Behandlung tiefer Venenthrombosen sowie Biologika und ihre jeweiligen Biosimilars für chronisch entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis und entzündliche Darm­er­krank­ungen.

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Die aktualisierte Liste enthält auch 46 allgemeine Tests, die für die Erkennung und Diagnose einer Vielzahl von Krankheitsbildern verwendet werden können, sowie 69 Tests, die für die Erkennung, Diagnose und Überwachung bestimmter Krankheiten bestimmt sind. So hat die WHO zwölf Tests in die Diagnoseliste aufgenommen, um eine breite Palette solider Tumore wie Darm-, Leber-, Hals-, Prostata-, Brust- und Keimzellkrebs sowie Leukämie und Lymphome zu erkennen. Außerdem enthält sie einen Abschnitt über die anatomisch-pathologische Krebsdiagnostik.

Da sich die Länder in Richtung einer universellen Gesundheitsversorgung bewegten und Medikamente immer besser verfügbar würden, werde es laut WHO entscheidend sein, über die richtigen diagnostischen Instrumente zu verfügen, um eine angemessene Behandlung sicherzustellen. hil

http://daebl.de/FZ15

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