ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2019Amy Neumann-Volmer: Eine Stimme für die Patienten

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Amy Neumann-Volmer: Eine Stimme für die Patienten

Dtsch Arztebl 2019; 116(37): A-1613 / B-1331 / C-1307

Korzilius, Heike

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Amy Neumann-Volmer, Foto: Verena Kühne
Amy Neumann-Volmer, Foto: Verena Kühne

Dr. med. Amy Neumann-Volmer (62) ist seit Juli die neue Vorstandsvorsitzende der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen. Sie gehört bereits seit 2017 dem Vorstand der Hilfsorganisation an. Sie habe als Jugendliche die Gründung von Ärzte ohne Grenzen mitverfolgt und teile seither die Ziele der Organisation: unparteilich, unabhängig und neutral in Katastrophen und Kriegen das Leben von Menschen zu retten und Leid zu lindern, sagt die Allgemeinärztin.

Zunächst hat sie für Ärzte ohne Grenzen kurze Einsätze geleistet, die sie unter anderem nach Haiti, in die Zentralafrikanische Republik, in den Kongo und ins Flüchtlingslager Dadaab in Kenia führten. Monatelange Abwesenheiten aus der eigenen Praxis in Amtzell im Allgäu kann sie sich jedoch nicht leisten. „Wir haben ja auch hier Menschen zu versorgen“, sagt Neumann-Volmer. Ein gutes Netzwerk aus Familie, Freunden und Kollegen verschaffe ihr aber den nötigen Freiraum, um sich jetzt auch in der Gremienarbeit bei Ärzte ohne Grenzen zu engagieren. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht dort die Verteidigung humanitärer Werte. „Wir möchten eine Stimme sein für die Patienten“, sagt Neumann-Volmer und verweist auf ein aktuelles Beispiel: Zu Hunderten ertrinken Flüchtlinge im Mittelmeer und den Geretteten wird die Einfahrt in sichere Häfen verweigert. „Hier sieht man, wie schrecklich es sein kann, wenn die Gesellschaft ihren Kompass verliert“, sagt die gebürtige Französin, die 1978 „der Liebe wegen“ nach Deutschland kam. Ihr Mann, Klaus Volmer, ist Kinderarzt und teilt ihr Engagement für Ärzte ohne Grenzen. Heike Korzilius

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