ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2019Winnie Byanyima: Stabwechsel an der Spitze von UNAIDS

PERSONALIEN

Winnie Byanyima: Stabwechsel an der Spitze von UNAIDS

Dtsch Arztebl 2019; 116(37): A-1613 / B-1331 / C-1307

Zylka-Menhorn, Vera

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Winnie Byanyima, Foto: OXFAM International
Winnie Byanyima, Foto: OXFAM International

Winnie Byanyima ist die neue Exekutivdirektorin von UNAIDS. Der Wechsel an der Spitze der Organisation erfolgte, weil der langjährige Amtsinhaber Michel Sidibé sein Amt nach scharfer Kritik an seinem Managementstil vorzeitig aufgegeben hatte. Dem Malier wurde vorgeworfen, Mobbing, sexuelle Belästigung und Missbrauch innerhalb des UN-Programms geduldet zu haben. Diese Analyse einer Untersuchungskommission befeuert die langwährende Diskussion, ob UNAIDS überhaupt „am Leben“ erhalten werden sollte. Davon ist Winnie Byanyima fest überzeugt.

Die 60-jährige Unganderin, die in Großbritannien Maschinenbau und Luftfahrttechnik studiert hat, ist auf dem politischen Parkett seit Jahrzehnten eine bekannte Größe. Ihre Karriere begann als Abgeordnete der Nationalversammlung von Uganda. 2004 wurde sie Direktorin für Frauen und Entwicklung bei der Kommission der Afrikanischen Union. In dieser Zeit entstand ein Protokoll über die Auswirkungen der HIV-Infektion auf das Leben von Frauen in Afrika.

Anzeige

Die internationale Bühne betrat sie 2006 als Direktorin des „Gender-Teams“ des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und als Co-Direktorin des Weltwirtschaftsforums in Davos. 2013 wurde sie zur Exekutivdirektorin der internationalen Nichtregierungsorganisation Oxfam berufen. Nun ist ihr diplomatisches Geschick bei UNAIDS gefragt, kein leichtes Unterfangen, aber: „Ich unterschätze das Ausmaß der bevorstehenden Herausforderung nicht“, kommentiert Byanyima ihre Ernennung. Vera Zylka-Menhorn

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema