ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2019Traumatisierte Menschen: Manual bietet niedrigschwellige Hilfe

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Traumatisierte Menschen: Manual bietet niedrigschwellige Hilfe

Dtsch Arztebl 2019; 116(37): A-1609 / B-1328

Bühring, Petra

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Foto: picture alliance/dpa
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Einen Kurs in „erster Hilfe“ für schwer traumatisierte Menschen haben eine Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychoanalyse und Traumapädagogen in Bayern entwickelt. Das Manual klärt sowohl über Traumafolgestörungen auf, leitet aber auch einfache, grundlegende neurophysiologisch wirksame Körperübungen an, die für eine primäre Stabilisierung schwer traumatisierter Menschen hilfreich sind.

„Wir wollen das Manual bei hausärztlich tätigen Kollegen bekannter machen. Es steht als basale Interventionsmöglichkeit zur Verfügung und füllt eine Lücke in der Primärversorgung“, erläutert Dr. med. Ulrike Wichtmann, Initiatorin von FAITH (First Aid International Trauma Helpers). Mit einem niedrigschwelligen psychosomatischen Ansatz soll die Selbstregulierung unterstützt werden, ohne dass Betroffene auf belastende Erinnerungen zurückgreifen, die eine Retraumatisierung triggern können.

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Der Kurs wurde im Rahmen der Flüchtlingskrise 2015 zusammen mit schwer traumatisierten Migranten entwickelt, die in Landsberg am Lech zu muttersprachlichen Trauma-Ersthelfern ausgebildet wurden und seitdem im Landkreis in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz im Einsatz sind. „Es ist auch sehr gut geeignet für deutschsprachige traumatisierte Menschen, unter anderem zur Vorbereitung auf eine Psychotherapie“, sagt Fachärztin Wichtmann.

Das Manual kann kostenfrei und in vielen Sprachen auf der Webseite von FAITH heruntergeladen werden. PB

www.faith-international.net/downloads

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