ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2019Rudolf Janzen †: Begeisterter Neurologe und Vordenker seines Fachs

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Rudolf Janzen †: Begeisterter Neurologe und Vordenker seines Fachs

Dtsch Arztebl 2019; 116(38): A-1671 / B-1379 / C-1351

Meyding-Lamadé, Uta

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Rudolf Janzen, Foto: Reiner Freese
Rudolf Janzen, Foto: Reiner Freese

Ein tragischer Unfall hat Prof. Dr. med. Rudolf Janzen (78) am 14. Juli aus dem Leben gerissen. Er war einer der prägenden Neurologen in Deutschland. Schon als Student begeisterte ihn sein Fachgebiet, eine Begeisterung, die bis in den Ruhestand anhielt. Struktur und Funktion des Gehirns faszinierten ihn.

Nach dem Studium in Münster, Berlin und Zürich folgte die Medizinalassistentenzeit in der Neuroanatomie in Hamburg, in der Frauenheilkunde in Dortmund, in der Neurochirurgie in Bochum, in der Pathologie in Nürnberg sowie in der Inneren Medizin in Hamburg. Als Sohn des gleichnamigen Hamburger Ordinarius für Neurologie war Janzens Weg vorgezeichnet. 1977 habilitierte er sich in dem Fach mit dem Thema „Krampfbegleitende Motorik“ in seiner Heimatstadt Hamburg. Von 1985 bis 2005 war er als Chefarzt in der Neurologischen Klinik des Krankenhauses Nordwest in Frankfurt tätig, einer der großen nichtuniversitären Neurologien in Deutschland.

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Rudolf Janzen war umfassend belesen und seine breite Allgemeinbildung wurde bewundert. Er war immer in Sorge um das individuelle Wohl seiner Patienten. Janzen war Vorreiter und Vordenker in der neurologischen Intensivmedizin, aber auch in der Schlaganfallversorgung. 1985 war er Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Neurologische Intensivmedizin, der heutigen Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin. Außerdem wirkte er über Jahre in der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft mit und beriet den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss. Prof. Dr. med. Uta Meyding-Lamadé

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