ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2019Kirsten Kappert-Gonther: Grünen-Politikerin mit medizinischem Sachverstand

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Kirsten Kappert-Gonther: Grünen-Politikerin mit medizinischem Sachverstand

Dtsch Arztebl 2019; 116(38): A-1671 / B-1379 / C-1351

Bühring, Petra

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Kirsten Kappert-Gonther, Foto: Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel
Kirsten Kappert-Gonther, Foto: Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel

Zugewandt, freundlich, engagiert: Dr. med. Kirsten Kappert-Gonther schafft es leicht, Menschen für sich zu gewinnen. Die 52-jährige Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ist erst seit 2017 für die Grünen im Bundestag – vorher war sie in der Bremer Bürgerschaft – und will nun an die Fraktionsspitze. Zusammen mit dem einstigen Parteichef Cem Özdemir hat sie sich für den Fraktionsvorsitz der Bundespartei beworben. Die Grünen wählen am 24. September, immer eine Frau und einen Mann und in der Regel Vertreter beider Flügel: Parteilinke und Realos. Kappert-Gonther ist ersterem Flügel zuzuordnen.

Als Sprecherin für Drogenpolitik und Gesund­heits­förder­ung ihrer Partei hat sie sich in den letzten beiden Jahren für die kontrollierte Abgabe von Cannabis zum Freizeitgebrauch und eine vernünftige Verordnungsfähigkeit von Medizinalcannabis eingesetzt. Darüber hinaus fordert Kappert-Gonther ein Werbeverbot für alle Tabakprodukte. Sie sorgt sich wegen der zunehmenden Schmerzmittelabhängigkeit von Frauen, setzt sich für die Förderung von Frauengesundheit ein und streitet dafür, dass Patientinnen und Patienten in der ärztlichen Selbstverwaltung gestärkt werden. Bei all diesen Themen ragt die medizinische Expertise und langjährige Praxis heraus: Bevor sie sich mit einer psychotherapeutischen Praxis niederließ, hat sie eine psychiatrische Ambulanz geleitet und davor eine Reha-Einrichtung. Führungsqualitäten hat sie dabei bewiesen – diese wird sie brauchen in der ersten Reihe ihrer Partei. Petra Bühring

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